Adaptionen

In Peter Jacksons Filmtrilogie (2001–2003) ist die Neuschmiedung aus dem Auftakt herausgelöst und ans Ende der Handlung verschoben. Die Splitter bleiben zunächst in Bruchtal zurück; Aragorn bricht mit gewöhnlichem Schwert auf und führt es durch die ersten beiden Filme. Erst im dritten Teil überbringt Elrond ihm die fertige Klinge, kurz bevor Aragorn den Weg zu den Pfaden der Toten einschlägt. Damit wandert auch die Benennung: Im Buch gibt Aragorn selbst dem erneuerten Schwert seinen Namen, im Film spricht ihn Elrond bei der Übergabe aus. Die Umstellung folgt der dramaturgischen Grundentscheidung der Trilogie, Aragorns Zögern vor dem Erbe Elendils zu einem eigenen Handlungsbogen auszubauen — eine Frage, die der Roman bereits in Bruchtal beantwortet hat. Für die Filme wurde die Waffe zudem als reales Requisit gefertigt, samt der Gravur aus Sonne, Mond und Sternen, und in dieser Form vielfach als Sammlerstück nachgebildet.

Die älteren Bearbeitungen decken das Schwert nur teilweise ab. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm (1978) reicht bis zur Schlacht um Helms Klamm und bricht dort ab; der zweite, nie gedrehte Teil hätte erst jene Abschnitte enthalten, in denen die Klinge in Rohan und Gondor Gewicht bekommt. Der Rankin/Bass-Fernsehfilm von 1980 setzt umgekehrt so spät ein, dass die Neuschmiedung längst hinter der erzählten Zeit liegt und nur noch der bereits gerüstete Aragorn erscheint. Am nächsten am Buch bleibt die BBC-Hörspielfassung von 1981, die in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen Raum genug hat, die Reihenfolge des Romans beizubehalten: Das Schwert wird in Bruchtal erneuert, ehe die Gefährten aufbrechen, und Aragorn benennt es selbst.