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Der kleine Hobbit (Film 1977)

Zeichentrick-Fernsehfilm von Rankin/Bass

ca. 1 Min

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Der Fernsehfilm von Rankin/Bass verdichtet den Roman auf gut fünfundsiebzig Minuten und setzt stark auf Lieder; er entstand für das amerikanische Fernsehen und lief 1977.

Über diese Fassung

Der Fernsehfilm von Arthur Rankin jr. und Jules Bass wurde am 27. November 1977 von NBC gesendet und dauert 78 Minuten. Die Zeichnungen entstanden nicht im New Yorker Studio, sondern beim japanischen Animationshaus Topcraft in Tokio, aus dem später ein Teil der Belegschaft zu Studio Ghibli ging. Das Drehbuch von Romeo Muller erhielt 1978 einen Peabody Award; der Film war außerdem für den Hugo Award nominiert.

Quelle: The Hobbit (1977 film), Wikipedia

Wo diese Fassung unsere Einträge berührt

21 Absätze in 21 Einträgen berufen sich auf diese Fassung. Jeder steht hier genauso da wie auf seiner eigenen Seite, mit demselben Kanon-Sigel und derselben Fundstelle.

Auenland

1 Absatz

Vollständiger verfährt die sechsundzwanzigteilige Hörspielfassung der BBC, die als einzige der älteren Bearbeitungen die Heimkehr in ein unterworfenes Auenland und die Auseinandersetzung mit dem „Chef“ ausführt; auch sie verzichtet allerdings auf den Alten Wald und Bombadil. Die beiden Fernsehfilme des Studios Rankin/Bass zeigen von dem Land jeweils nur seinen Ausgangspunkt: Der Hobbit-Film beginnt und endet an Bilbos Wohnhöhle, während die Rückkehr des Königs den letzten Teil der Handlung aus einer Rahmenerzählung heraus entwickelt und die Ereignisse im Auenland übergeht.

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Balin

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen bleibt die Figur schmal. Der Zeichentrickfilm von Rankin/Bass aus dem Jahr 1977 presst den Roman in gut neunzig Minuten und gibt der Zwergenschar kaum Kontur: Außer Thorin bleiben die Gefährten weitgehend eine Gruppe ohne Einzelzüge, sodass Balins besondere Stellung als Späher, als Vermittler und als derjenige, der Bilbo am Weg zum geheimen Eingang zur Seite steht, im Wesentlichen entfällt. Ralph Bakshis Film von 1978 und die BBC-Hörspielreihe von 1981 setzen erst mit dem Ringkrieg ein und können Balin daher nur als Toten kennen; in beiden bleibt von ihm die Fundstelle in Moria. Die Hörspielfassung, die in sechsundzwanzig Teilen die vollständigste der älteren Bearbeitungen ist, gibt die Nachricht vom Ende der Kolonie am ausführlichsten wieder, während Bakshis Fassung sie zusammenzieht. Der Rankin/Bass-Film von 1980, der nur den Schluss der Erzählung aufgreift, kommt auf Balin nicht mehr zurück.

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Balrogs

1 Absatz

Keine der bekannten Fassungen führt diese Wesen als Sprechrolle: Da sie in der Vorlage kein Wort äußern, verzeichnet keine Besetzungsliste einen Darsteller oder Sprecher für sie – sie entstehen durchweg aus Animation, Geräusch und den Reaktionen der übrigen Figuren. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 nimmt die Begegnung in Moria in seine Handlung auf; weil der Film nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht und der geplante zweite Teil nie entstand, bleibt dieser eine Auftritt zugleich der einzige der Art in der Fassung. Das Hörspiel der BBC von 1981 verteilt den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen und folgt dem Buch von allen älteren Bearbeitungen am genauesten; die Szene an der Brücke muss dort ohne jedes Bild auskommen und wird allein über Klang und die Rede der Gefährten getragen. In den beiden Filmen von Rankin/Bass kommen die Balrogs überhaupt nicht vor – der Hobbit von 1977 kennt sie nicht, und die Rückkehr des Königs von 1980 setzt erst lange nach Moria ein.

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Barad-dûr

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen zeigen den Turm nur ausschnitthaft. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm bricht nach der Schlacht um Helms Klamm ab, sodass Mordor und die Festung dort nie als Ziel der Handlung erreicht werden; ein geplanter zweiter Teil kam nicht zustande. Den fehlenden Schluss nahm 1980 ein Fernsehfilm der Rankin/Bass-Studios auf, der als Gegenstück zu deren Hobbit-Verfilmung von 1977 entstand und den letzten Teil der Geschichte stark verkürzt erzählt, ohne an Bakshis Fassung anzuschließen. Die Hörspielfassung der BBC ist mit sechsundzwanzig halbstündigen Folgen die vollständigste der älteren Bearbeitungen und gilt als die vorlagentreueste; da sie ohne Bild auskommt, besteht Barad-dûr hier ausschließlich in den Worten der Sprecher.

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Bard

1 Absatz

In der älteren Zeichentrickfassung des „Hobbit“ für das amerikanische Fernsehen ist Bard auf das Notwendigste zusammengezogen. Die Fassung presst den Roman in etwa neunzig Minuten und räumt der Seestadt entsprechend wenig Zeit ein: Bard tritt erst mit dem Angriff des Drachen auf, ohne dass sein Zerwürfnis mit dem Bürgermeister, seine Abkunft oder sein Amt bei der Stadtwache eigens entwickelt würden. Der Kern der Buchhandlung bleibt dabei erhalten — die Drossel überbringt ihm die Kunde von der ungedeckten Stelle, und der letzte Pfeil entscheidet. Verhandlung vor dem Tor, Belagerung und Schlacht sind hingegen stark gerafft, sodass von seiner Rolle als Anführer und Unterhändler kaum etwas übrig bleibt.

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Bilbo Beutlin

1 Absatz

In den frühen Ton- und Filmfassungen wurde Bilbo von wechselnden Sprechern verkörpert: In der BBC-Hörspielfassung des Hobbit von 1968 sprach ihn Paul Daneman, in der umfangreichen BBC-Produktion des Herrn der Ringe von 1981 John Le Mesurier. Der Zeichentrickfilm von Rankin/Bass aus dem Jahr 1977 besetzte die Rolle mit Orson Bean, der sie 1980 in der Fortsetzung The Return of the King erneut übernahm; Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 ließ Bilbo, gesprochen von Norman Bird, nur in den Eingangsszenen und in Bruchtal auftreten. Die Fassung von 1977 straffte die Handlung erheblich und ließ unter anderem die Episode bei Beorn vollständig entfallen.

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Bruchtal

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen fällt das Tal regelmäßig dem knappen Umfang zum Opfer. Der Zeichentrickfilm der Produktionsfirma Rankin/Bass presst Bilbos Erzählung in rund neunzig Fernsehminuten und lässt vom Aufenthalt bei Elrond, dem Cyril Ritchard seine Stimme gab, kaum mehr als eine kurze Station übrig. Ralph Bakshis Verfilmung, die nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht, besetzt Elrond mit André Morell und nimmt an der Furt eine folgenreiche Änderung vor: Nicht Glorfindel reitet dem verwundeten Ringträger entgegen, sondern Legolas — eine Umbesetzung, die den Figurenbestand des Buches verkleinert und eine der wenigen Auftrittsstellen dieses Elben tilgt. Der Fernsehfilm derselben Studios über den letzten Teil der Geschichte rahmt seine Handlung mit einer Feier zu Bilbos Geburtstag im Tal ein und macht den Ort damit zum Erzählrahmen statt zur Zwischenstation. Umgekehrt verfährt die Hörspielfassung der BBC: In sechsundzwanzig halbstündigen Teilen bleibt Raum für die Ratsversammlung in fast voller Länge, und Elrond spricht dort Hugh Dickson.

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Dáin II. Eisenfuß

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen fehlt er ganz. Der Zeichentrickfilm von Rankin/Bass verdichtet den Roman auf gut anderthalb Stunden und rafft die Schlacht der Fünf Heere so stark, dass für das Aufgebot aus den Eisenbergen und seinen Anführer kein Raum bleibt; Thorins Nachfolge wird dort nicht verhandelt. In den Verfilmungen des Herrn der Ringe ist Dáin ohnehin keine handelnde Figur, da er in der Vorlage fern der erzählten Wege stirbt. Ralph Bakshis Fassung bricht bei der Hornburg ab und lässt den Krieg im Norden gänzlich unerwähnt, ebenso der Rankin/Bass-Film zum letzten Teil der Geschichte. Am ehesten bewahrt die sechsundzwanzigteilige Hörspielfassung der BBC den nördlichen Handlungsstrang, weil sie den Rat in Bruchtal vergleichsweise vollständig ausspielt; Dáin bleibt aber auch dort ein genannter Name ohne eigene Stimme.

Zum Eintrag Dáin II. Eisenfuß

Der Eine Ring

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen gehen mit dem Ring sehr verschieden um. Der Zeichentrickfilm der Rankin/Bass-Produktion von 1977 rafft den „Hobbit“ auf rund neunzig Minuten und stützt sich stark auf Lieder; Bilbos Fund folgt dort bereits der überarbeiteten Kapitelfassung, in der Gollum den Reif nicht als Preis des Rätselwettstreits aussetzt. Ralph Bakshis Verfilmung von 1978 stellt der Handlung einen erzählten Rückblick auf Herstellung und Verlust voran, bricht aber nach dem Kampf um Helms Klamm ab; der geplante zweite Teil kam nicht zustande, sodass das Ende des Ringes ungezeigt bleibt. Tom Bombadil, an dem der Reif wirkungslos bleibt, entfällt dort wie in fast allen Bearbeitungen. Ein weiterer Zeichentrickfilm derselben Produktion nahm 1980 den Schlussteil auf, ohne an Bakshis Fragment anzuknüpfen. Am vollständigsten bleibt die BBC-Hörspielfassung von 1981 in sechsundzwanzig halbstündigen Teilen, die auch die Bombadil-Episode behält; das Medium erzwingt dabei eine eigene Lösung, denn was der Ring am Träger bewirkt, lässt sich nicht zeigen, sondern nur über Erzählerstimme und veränderten Klang vermitteln. Gollum sprach in beiden Fassungen Peter Woodthorpe, Frodo im Hörspiel Ian Holm.

Zum Eintrag Der Eine Ring

Die Ringe der Macht

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen gehen mit der Ringkunde sehr unterschiedlich um. Der Zeichentrickfilm der Rankin/Bass-Produktion von 1977 erzählt allein den Hobbit und lässt den Ring darum das, was er dort zunächst ist: ein Fundstück, das unsichtbar macht; von einer Reihe geschmiedeter Ringe, von Eregion oder vom Dunklen Herrscher als Urheber ist keine Rede. Ralph Bakshis unvollendeter Film von 1978 stellt der Handlung dagegen eine knappe Vorgeschichte voran, die das Schmieden und die Verteilung auf Elben, Zwerge und Menschen zusammenfasst, ehe die Erzählung im Auenland einsetzt; da der Film nach der Schlacht in Helms Klamm abbricht, bleibt alles Weitere ungesagt. Der Fernsehfilm derselben Produktionsfirma von 1980 nimmt den letzten Teil der Geschichte auf, schließt aber nicht an Bakshi an und holt die Vorgeschichte nur in knapper Rückschau nach. Am vollständigsten verfährt die Hörfassung des BBC von 1981: Ihre sechsundzwanzig Teile behalten Gandalfs Bericht an Frodo und den Rat zu Bruchtal in solcher Länge bei, dass die Unterscheidung der Drei, der Sieben und der Neun und die Bindung an den Einen im Wesentlichen so ausgesprochen werden wie im Roman.

Zum Eintrag Die Ringe der Macht

Düsterwald

1 Absatz

Als Schauplatz erscheint der Wald zuerst im gezeichneten Fernsehfilm der Rankin/Bass-Produktion von 1977, der den Roman auf rund neunzig Minuten zusammenzieht und viel Erzählgewicht auf Lieder verlagert; die Durchquerung fällt entsprechend knapp aus, und dem Elbenkönig, der in der Vorlage ohne Namen bleibt, leiht Otto Preminger die Stimme. Die auffälligste Abweichung dieser Fassung betrifft das Umfeld des Waldes: Beorn und die Rast an seinem Haus entfallen ganz, sodass die Gefährten ohne jene Warnungen und Vorräte in den Wald eintreten, mit denen das Buch sie ausstattet. Die BBC-Hörspielserie von 1981 dramatisiert dagegen allein den Ringkrieg, und zwar in sechsundzwanzig halbstündigen Teilen; Düsterwald tritt dort nicht als eigener Schauplatz auf, sondern nur mittelbar durch den Bericht der Waldelben-Gesandtschaft, deren Sprecher Legolas von David Collings gesprochen wird. Auch Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978, der ohnehin nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht, lässt den Wald unberührt.

Zum Eintrag Düsterwald

Elben

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen behandeln die Elben sehr unterschiedlich. Der Zeichentrickfilm des Rankin/Bass-Studios von 1977 drängt den Hobbit auf gut anderthalb Stunden zusammen und behält von den elbischen Auftritten vor allem die Lieder; Elrond wird dort von Cyril Ritchard gesprochen, während der Elbenkönig des östlichen Waldes wie in der Vorlage ohne Namen bleibt. Ralph Bakshis Verfilmung von 1978, deren Bilder in weiten Teilen über abgefilmtes Schauspiel gelegt sind, bricht nach dem Kampf um Helms Klamm ab, sodass Lothlórien nur als Zwischenstation erscheint; Legolas spricht dort Anthony Daniels, Elrond André Morell und Galadriel Annette Crosbie. Am ausführlichsten kommen die Elben in der sechsundzwanzigteiligen Hörspielfassung der BBC von 1981 zu Wort, die als die buchnächste der frühen Bearbeitungen gilt und den Rat in Bruchtal wie den Aufenthalt im Goldenen Wald in voller Länge ausspielt; Legolas sprach David Collings, Galadriel Marian Diamond.

Zum Eintrag Elben

Éomer

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen behandeln die Figur sehr unterschiedlich. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm bricht nach der Schlacht an der Hornburg ab, weil der geplante zweite Teil nie entstand; alles, was Éomer im Buch danach zufällt — die Musterung, der Ritt nach Gondor, die Königswürde —, fehlt dort folglich vollständig, und er bleibt auf die Rolle des Marschalls im Krieg gegen Isengart beschränkt. Die BBC-Hörspielfassung in sechsundzwanzig halbstündigen Teilen gilt dagegen als die buchnächste der frühen Bearbeitungen und ist die einzige unter ihnen, die seinen Weg vom ersten Zusammentreffen in der Ebene bis zur Nachfolge auf dem Thron der Mark im Zusammenhang wiedergibt. Der Rankin/Bass-Zeichentrickfilm zum „Hobbit“ liegt zeitlich weit vor Éomers Lebenszeit und berührt ihn nicht.

Zum Eintrag Éomer

Erebor

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen tritt der Berg unterschiedlich stark hervor. Der Zeichentrickfilm der Rankin/Bass-Produktion von 1977 rafft den Roman auf rund neunzig Minuten und kürzt vor allem die Wegstrecke, so dass der Aufenthalt am Berg einen verhältnismäßig großen Anteil der Laufzeit einnimmt; dafür sind der Streit um den Hort, die Verhandlungen vor dem verschlossenen Tor und die Schlacht der Fünf Heere auf wenige Szenen zusammengezogen, und der Vorgeschichte des Reiches unter dem Berg bleibt kaum Raum. Die BBC-Hörspielfassung von 1981 folgt dem „Herrn der Ringe“ und lässt den Berg daher nur mittelbar auftreten, im Wesentlichen durch das, was Glóin in Bruchtal über den Norden berichtet; als Schauplatz kommt er nicht vor. Ähnlich verfährt Peter Jacksons Filmtrilogie von 2001 bis 2003: Sie nennt den Berg, verzichtet aber auf Glóins Bericht über Saurons Boten und zeigt weder die Kämpfe im Norden noch die Belagerung, so dass der nördliche Kriegsschauplatz aus der Erzählung fällt.

Zum Eintrag Erebor

Gandalf

1 Absatz

In den Verfilmungen wurde Gandalf von mehreren Darstellern verkörpert. Im Zeichentrickfilm von Rankin/Bass (1977, Der Hobbit) sprach John Huston die Figur, in Ralph Bakshis Animationsfilm (1978) William Squire. In Peter Jacksons Realverfilmungen des Herrn der Ringe (2001–2003) und des Hobbits (2012–2014) spielte Ian McKellen den Zauberer; für seine Darstellung in Die Gefährten wurde er für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. In der deutschen Synchronfassung lieh Joachim Höppner Gandalf in der Ringe-Trilogie die Stimme, nach Höppners Tod übernahm Eckart Dux die Rolle in den Hobbit-Filmen. Im Hörspielbereich sprach Michael Hordern die Figur in der BBC-Produktion von 1981, in der deutschen WDR-Fassung von 1992 Manfred Steffen.

Zum Eintrag Gandalf

Gollum

1 Absatz

In den frühen Verfilmungen wurde Gollum zunächst als reine Sprechrolle gestaltet. Im Zeichentrickfilm des Hobbit von Rankin/Bass (1977) lieh ihm Brother Theodore die Stimme; die Zeichner gaben der Kreatur dort ein froschartiges, deutlich vom Buch abweichendes Äußeres. In Ralph Bakshis teilanimiertem Herr der Ringe (1978) sprach Peter Woodthorpe die Figur, und derselbe Sprecher übernahm sie erneut in der BBC-Hörspielfassung von 1981, die Gollums doppelstimmige Selbstgespräche allein über den Stimmwechsel hörbar macht. Auch die deutsche Hörspielbearbeitung des WDR aus den frühen 1990er Jahren stützt sich ganz auf diese stimmliche Zeichnung der gespaltenen Kreatur.

Zum Eintrag Gollum

Hobbits

1 Absatz

Die ältesten Umsetzungen stammen aus dem Zeichentrick. Der Fernsehfilm der Rankin/Bass-Studios von 1977 rafft die Erzählung vom Hobbit auf rund neunzig Minuten und lässt Bilbo Beutlin von Orson Bean sprechen; derselbe Sprecher übernahm in der drei Jahre später entstandenen Fortsetzung die Rolle Frodos, während Samweis Gamdschie an Roddy McDowall fiel — eine Doppelbesetzung, die die Nähe der beiden Ringträger stärker hervorhebt, als es die Vorlage tut. Ralph Bakshis Film von 1978 zeichnete einen großen Teil der Bewegungen von gefilmten Darstellern ab, sodass die Hobbits hier weniger karikiert wirken als bei Rankin/Bass; Frodo sprach Christopher Guard, Samweis Michael Scholes. Da die Handlung nach dem Kampf um Helms Klamm abbricht und ein zweiter Teil nie zustande kam, bleibt ihr Weg in dieser Fassung ohne Abschluss. Am ausführlichsten verfährt das BBC-Hörspiel von 1981, das den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen verteilt und dem Buch am genauesten folgt; Frodo sprach dort Ian Holm, Samweis Bill Nighy.

Zum Eintrag Hobbits

Smaug

1 Absatz

Smaug gehört ausschließlich zum Stoff des „Hobbit“; die Adaptionen des „Herrn der Ringe“ — Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978, die Rankin/Bass-Fassung des letzten Teils von 1980 — kommen ohne ihn aus. Seine erste bewegte Gestalt erhielt er in dem Zeichentrickfilm für das amerikanische Fernsehen, den Arthur Rankin jr. und Jules Bass 1977 vorlegten. Gesprochen wurde er dort von Richard Boone. Die Fassung presst den Roman in etwa neunzig Minuten und gibt einen erheblichen Teil ihrer Laufzeit an Lieder ab, weshalb die beiden Unterredungen zwischen Dieb und Drache stark zusammengezogen erscheinen und der Wortwechsel um Herkunft und Namen des Eindringlings kaum Raum behält. Auch der Bogenschütze, der den Drachen fällt, tritt beinahe ohne Vorbereitung auf: Seine Abstammung und die Vorgeschichte der zerstörten Stadt bleiben unerzählt, sodass der Schuss weniger als Abschluss einer langen Rechnung wirkt denn als glücklicher Zufall.

Zum Eintrag Smaug

Thorin Eichenschild

1 Absatz

In der Zeichentrickfassung des Hobbit, die Rankin/Bass 1977 für das amerikanische Fernsehen herstellte, spricht Hans Conried die Rolle. Die Fassung presst den Roman in etwa neunzig Minuten und ersetzt längere Erzählstrecken durch gesungene Passagen; entsprechend fallen ganze Stationen der Reise fort — Beorn etwa kommt nicht vor, und der Weg durch den Düsterwald ist stark gerafft. Thorins Zug bleibt in den Grundlinien erhalten: die Werbung um den Hobbit, die Gefangenschaft bei den Waldelben, der Streit um den Arkenstein und die Versöhnung vor dem Tod. Verkürzt ist vor allem die Vorgeschichte seines Hauses, die hier auf wenige Sätze zusammenschrumpft, so dass der Anspruch auf den Berg weniger als Erbfall denn als persönliches Vorhaben erscheint. In den älteren Bearbeitungen des Herrn der Ringe — Ralph Bakshis unvollendetem Film von 1978 wie auch der Hörspielfassung der BBC von 1981 — hat die Figur dagegen keinen Platz, da deren Handlung Jahrzehnte nach Thorins Tod einsetzt.

Zum Eintrag Thorin Eichenschild

Thranduil

1 Absatz

In den älteren Adaptionen kommt die Gestalt nur ein einziges Mal vor. Der Zeichentrick-Fernsehfilm der Produktionsfirma Rankin/Bass von 1977 rafft den Hobbit auf rund anderthalb Stunden und behält den Elbenkönig als Herrn des Düsterwalds bei: Gefangennahme der Zwerge und Flucht in den Fässern bleiben erhalten, das Verhör und der spätere Streit um den Hort sind dagegen stark zusammengezogen. Gesprochen wird die Rolle von Otto Preminger; wie im Roman bleibt der König auch hier ohne Namen und wird allein über seinen Titel geführt. Ralph Bakshis Verfilmung von 1978 bricht nach der Schlacht um Helms Klamm ab und berührt das Waldlandreich nicht, und auch der Rankin/Bass-Fernsehfilm von 1980, der den letzten Teil der Handlung aufnimmt, kennt die Figur nicht. In Peter Jacksons Verfilmung des Herrn der Ringe (2001–2003) tritt sie ebenfalls nicht auf.

Zum Eintrag Thranduil

Zwerge

1 Absatz

Im Zeichentrickfilm von Rankin/Bass erhält von Thorins Schar allein der Anführer ein ausgeprägtes Profil — gesprochen von Hans Conried —, während die übrigen Zwerge zu einer kaum unterschiedenen Gruppe zusammengezogen werden, die den stark gekürzten Handlungsgang begleitet. In Ralph Bakshis Fassung vertritt Gimli, gesprochen von David Buck, das Volk in der Gemeinschaft; da der Film nach der Helms Klamm abbricht, fehlt alles, was der Roman den Zwergen an späteren Auftritten zuweist, und die Annäherung an Legolas bleibt unentfaltet. Die Rankin/Bass-Bearbeitung des letzten Teils knüpft daran nicht an, sondern erzählt aus einer Rahmenhandlung heraus und räumt Gimli kaum Raum ein. Am vollständigsten bleibt die Hörspielfassung der BBC in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen, in der Douglas Livingstone den Gimli spricht; weil diese Bearbeitung der Vorlage enger folgt als die älteren Filme, bleiben auch jene Stationen erhalten, an denen die Zwerge im Buch als eigenes Volk hervortreten.

Zum Eintrag Zwerge

Quellen

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Legendarium (2026): „Der kleine Hobbit (Film 1977)“. Stand 1. September 2026. https://www.legendarium.page/de/adaptionen/kleine-hobbit-film-1977/

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Legendarium. (2026). Der kleine Hobbit (Film 1977). Stand 1. September 2026. https://www.legendarium.page/de/adaptionen/kleine-hobbit-film-1977/
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„Der kleine Hobbit (Film 1977)“. Legendarium, 2026, https://www.legendarium.page/de/adaptionen/kleine-hobbit-film-1977/. Stand 1. September 2026.
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