Name und Herkunft
Der Name, unter dem diese Wesen bekannt sind, stammt nicht von ihnen selbst, sondern aus dem Mund ihrer Gegner. „Balrog“ ist eine sindarinische Bildung aus einem Element für Macht und einem Wort für Dämon; das Silmarillion gibt die Bedeutung als „Dämon der Macht“ wieder. Im Quenya entspricht ihm Valarauko, im Plural Valaraukar, und die Erzähltexte bemerken ausdrücklich, dass die Bezeichnung Balrog erst in Mittelerde aufkam – die Hochelben Amans kannten sie unter der anderen Form. Einen Eigennamen ihrer Art nennen die Quellen nicht; wo einzelne Vertreter hervortreten, tragen sie Namen wie Gothmog, der als Herr der Balrogs geführt wird. Alle geläufigen Benennungen sind also Fremdbenennungen, geprägt von denen, die ihnen begegneten.
Über die Herkunft gibt die Valaquenta die knappste und zugleich weitreichendste Auskunft: Unter den Maiar wandten sich viele Melkor zu, teils angezogen von seinem Glanz in den Tagen seiner Größe, teils später durch Lug und trügerische Gaben gewonnen. Aus ihnen formte er die Valaraukar, Geister des Feuers, die fortan zu den furchtbarsten seiner Diener zählten. Damit gehören die Balrogs ihrem Ursprung nach derselben Ordnung geschaffener Geister an wie ihre späteren Gegner – die Verwandlung liegt nicht in ihrem Wesen, sondern in ihrer Wahl und in Morgoths Zugriff. Als Kriegsvolk erscheinen sie in Beleriand aus Angband hervorbrechend, oft zusammen mit den Heeren der Orks; über ihre Zahl äußern sich die Texte unterschiedlich deutlich, mal von einzelnen Hauptleuten, mal von ganzen Scharen sprechend.
Die zu Tolkiens Lebzeiten gedruckten Bücher wissen von dieser Deutung nichts. Im Herrn der Ringe wird nirgends gesagt, was ein Balrog eigentlich ist; das Wesen unter Moria erscheint als uraltes Übel aus den Tiefen der Welt, und der Anhang beschreibt es lediglich als den schrecklichsten der Diener Morgoths, der seit dem Kommen des Heeres aus dem Westen im Innern der Erde überdauert hatte. Legolas erkennt es auf einen Blick und ruft den Namen aus; Gandalf redet es unter anderem als Flamme von Udûn an – Udûn ist die sindarinische Form von Utumno, Melkors ältester Feste, sodass der Beiname in die Vorzeit zurückweist, ohne die Natur des Angeredeten zu erklären. Den Zwergen wiederum gilt es schlicht als Durins Fluch, benannt nach dem, was es ihnen antat. Wer beide Überlieferungsstränge nebeneinanderlegt, erhält daher keine einheitliche Auskunft: Die Gleichsetzung mit gefallenen Maiar steht allein im posthum edierten Silmarillion, während die veröffentlichte Erzählung die Frage nach dem Ursprung offen und bewusst dunkel lässt.
Gestalt, Wesen und Grenzen ihrer Macht
Eine geschlossene Beschreibung ihrer Gestalt geben die Quellen nicht; greifbar wird sie allein im Augenblick der Begegnung. Auf der Brücke von Khazad-dûm erscheint das Wesen als große Dunkelheit, in deren Mitte eine männlich anmutende Gestalt steht, größer als ein Mann, doch nicht klar zu erkennen. Feuer und Schatten treten dabei nicht als Gegensatz auf, sondern gehören zusammen: Flammen schlagen ihm entgegen und umlodern es, während die Finsternis, die es mit sich führt, sich zu beiden Seiten ausbreitet wie ein Paar riesiger Schwingen und die Halle von Wand zu Wand füllt – ein Bild der Erzählstimme, kein anatomischer Befund. Schon sein Nahen wirkt lähmend: Legolas' Bogenarm erschlafft, der Pfeil fällt ihm aus der Hand, und die Gefährten weichen zurück, ehe ein Schlag gefallen ist.
Als Waffen nennen die älteren Erzähltexte vor allem die Peitsche aus Flammen, daneben Schwert und Axt. Nach dem Raub der Silmaril war es diese Feuerpeitsche, mit der herbeieilende Balrogs Morgoth aus Ungoliants Gespinst schnitten und sie selbst in die Flucht trieben – der einzige Beleg dafür, dass ihre Macht auch gegen ein Wesen außerhalb von Morgoths eigener Ordnung ausreichte. Im Feld erscheinen sie als Hauptleute: Sie brachen aus Angband hervor, umringten Feanor und schlugen ihn nieder, und in der Nirnaeth erschlug Gothmog Fingon mit schwarzer Axt. Dieselben Texte zeigen aber ebenso deutlich die Grenze. Beim Fall Gondolins tötete Ecthelion von der Quelle den Herrn der Balrogs und kam mit ihm um, und Glorfindel stürzte im Zweikampf mit einem Balrog in den Abgrund. Verwundbar und tötbar sind sie also – nur bezahlte in den überlieferten Fällen jeder Sieger mit dem eigenen Leben.
Der Herr der Ringe führt diese Grenzen an einem einzelnen Fall vor. Als Gandalf die Brücke zerbricht, stürzt der Balrog mit ihr hinab; Gewicht und Tiefe wirken auf ihn wie auf einen Leib aus Fleisch. In den Wassern der Tiefe erlosch sein Feuer, und was dort weiterkämpfte, war kalt und schleimig, doch nicht schwächer, und es fand den Weg durch die untersten Gänge wieder nach oben. Erst auf dem Gipfel des Zirakzigil entzündete es sich neu, und der Kampf endete damit, dass es hinabgeworfen wurde und im Sturz die Bergflanke zerschlug. Was ein Balrog darüber hinaus vermochte, sagen die Texte nicht; sie berichten nur, was in diesen wenigen Begegnungen tatsächlich geschah.
Auftreten durch die Zeitalter
Für die Zeit vor der Rückkehr der Noldor schweigen die Quellen fast ganz. Die Erzählung setzt erst wieder ein, als Morgoth mit den geraubten Silmaril nach Norden floh und in Lammoth Ungoliants Zugriff verfiel: Auf seinen Schrei hin kamen die Balrogs, die in den Tiefen Angbands zurückgeblieben waren, in großer Eile über das Land. Sie hatten dort also die Jahre überdauert, in denen ihr Herr in Aman gefangen saß, ohne dass die Valar sie aufgespürt hätten. Ihr erster Auftritt im Krieg um Beleriand folgt unmittelbar auf die Landung der Noldor: Als Feanor die geschlagenen Orkheere zu weit nach Norden verfolgte, brachen sie aus Angband hervor, und ihr Herr streckte ihn nieder. Der Zusammenhang, den die Texte damit herstellen, ist deutlich – die Balrogs erscheinen dort, wo Morgoth eine Entscheidung erzwingen will.
Während der Belagerung Angbands, die nach dem Zeugnis des Silmarillion beinahe vierhundert Sonnenjahre währte, treten sie nicht in Erscheinung. Erst als Morgoth die Umklammerung in der Dagor Bragollach zerbrach, kehrten sie ins Feld zurück: Ströme von Feuer liefen von Thangorodrim herab, Glaurung schritt an der Spitze der Orkheere, und hinter dem Drachen kamen die Balrogs. Wenige Jahrzehnte später, in der Nirnaeth Arnoediad, wird ihr Anführer Gothmog ausdrücklich als Hauptmann Angbands geführt und nicht bloß als Einzelkämpfer beschrieben: Er trieb einen Keil zwischen die Heerhaufen der Elben und Menschen und schnitt sie voneinander ab, ehe er sich gegen die Leibwache des Hochkönigs wandte. In diesen beiden Schlachten zeigen die Texte die Balrogs erstmals als geordnete Kriegsmacht mit eigener Führung.
Der letzte große Einsatz ihrer Art fällt auf den Untergang Gondolins. Morgoth ließ die Balrogs gemeinsam mit Orken und Wölfen gegen die verborgene Stadt los, und mit ihnen zogen Drachen aus Glaurungs Brut; im Kampf um die Straßen und Plätze fielen mit Ecthelion und Glorfindel zwei ihrer Gegner, die selbst nicht überlebten. Das Ende ihrer Herrschaft kam erst mit dem Zorn des Westens: Im Krieg, der Beleriand zerschlug, wurden die Balrogs vernichtet – bis auf einige wenige, die entkamen und sich in unzugängliche Höhlen in den Wurzeln der Erde verkrochen. Diese Formulierung ist der Angelpunkt der gesamten späteren Überlieferung, denn sie erklärt, weshalb in zwei folgenden Zeitaltern kein einziger von ihnen mehr genannt wird und dennoch einer übrig sein konnte.
Der nächste datierte Beleg liegt Jahrtausende später. Im Jahr 1980 des Dritten Zeitalters gruben die Zwerge von Khazad-dûm auf der Suche nach Mithril zu tief unter dem Caradhras und weckten, was dort seit dem Ende des Ersten Zeitalters geschlafen hatte; Durin VI. fiel noch im selben Jahr, sein Sohn Náin I. ein Jahr darauf. 1981 verließen die Überlebenden Moria, und die Zwerge gaben dem Wesen den Namen, unter dem es ihnen fortan galt. Dieselbe Jahresangabe verzeichnet die Flucht vieler Waldelben Lóriens nach Süden, bei der Amroth und Nimrodel verlorengingen – die Wirkung reichte also über die Zwergenhallen hinaus. Moria blieb danach gemieden; als Balin 2989 doch eine Siedlung wagte, war sie binnen fünf Jahren vernichtet, wobei die Berichte über die Rolle des Dämons dabei nichts sagen.
Die letzte Begegnung ist auf den Tag genau überliefert. Am 15. Januar 3019 traf die Gemeinschaft des Ringes auf ihrem Weg durch Moria am Ostufer der zweiten Halle auf das Wesen; die Brücke von Khazad-dûm brach, und Gandalf galt den Übrigen als verloren. Was dann folgte, wurde erst nachträglich bekannt, als er es im Fangornwald berichtete – und selbst dort weigerte er sich zunächst, den Gegner beim Namen zu nennen. Der Kampf zog sich acht Tage über den Endlosen Stiegen bis auf den Gipfel des Zirakzigil und endete am 25. Januar. Damit verschwindet die letzte bezeugte Spur ihrer Art aus der Geschichte Mittelerdes; kein Text nennt danach noch einen weiteren.
Namentlich genannte Einzelwesen
Von der ganzen Art trägt in den Erzählwerken nur ein einziger Vertreter einen Eigennamen: Gothmog. Das Silmarillion führt ihn doppelt – als Herr der Balrogs und als Hohen Hauptmann Angbands – und weist ihm damit eine Stellung zu, die über seinesgleichen hinausreicht und ihn in die Befehlskette der Feste selbst einordnet. Kein anderer Diener Morgoths außer dem Drachen Glaurung erhält in diesen Texten eine vergleichbar förmliche Amtsbezeichnung. Wo Gothmog auftritt, geht es entsprechend selten um einen einzelnen Zweikampf, sondern um die Führung eines Heeres in dem Augenblick, in dem eine Schlacht kippt. Die übrigen Balrogs bleiben durchweg namenlose Mehrzahl.
Seine drei Auftritte – am Ende Feanors, am Ende Fingons und beim Sturm auf die verborgene Stadt – hat der vorige Abschnitt bereits im Zusammenhang der Feldzüge genannt. Für die Frage nach der Person ist entscheidend, dass sein Ende ausdrücklich erzählt wird: In den Straßen Gondolins traf er auf Ecthelion, und beide kamen im Wasser des Königsbrunnens um. Gothmog ist damit der einzige Balrog, dessen Tod die Überlieferung mit Namen verzeichnet; Glorfindels Gegner am Cirith Thoronath bleibt ebenso ungenannt wie alle, die im Zorn des Westens untergingen. Auch über sein Verhältnis zu den anderen sagen die Texte nichts weiter, als dass er sie anführte.
Die zu Tolkiens Lebzeiten gedruckten Bücher kennen keinen einzigen Balrog beim Namen; das Wesen unter Moria wird stets nach seiner Herkunft oder nach seinen Taten bezeichnet. Sein erstes Wirken bleibt sogar ungesehen: An der Tür der Kammer von Mazarbul stieß Gandalfs Schließzauber auf einen Gegenspruch, der ihn beinahe erschöpfte und Tür wie Wand zerbrach – wer dort widerstand, sagt der Bericht an dieser Stelle nicht. Erst auf der Brücke tritt der Gegner hervor, und selbst die verfolgenden Orks verstummen bei seinem Nahen. Bemerkenswert ist schließlich, dass der Name Gothmog im Herrn der Ringe ein zweites Mal begegnet: So heißt der Heerführer von Minas Morgul, der die Schlacht auf dem Pelennor nach dem Fall des Hexenkönigs weiterführt. Die Texte stellen keinerlei Verbindung zwischen beiden Trägern her, und was für ein Wesen der spätere war, bleibt offen.
Erzählerische Rolle und Bedeutung
Im Herrn der Ringe ist der Balrog die einzige Macht, vor der die Gemeinschaft ohne Gegenwehr davonläuft. Die Erzählung bereitet ihn lange nur mittelbar vor: Trommelschläge aus der Tiefe, das Verstummen der Verfolger, ein wachsender roter Schein hinter dem Rücken der Fliehenden – benannt wird er erst, als ein Elb ihn erkennt. Diese Reihenfolge ist Absicht, denn das Kapitel handelt weniger von einem Ungeheuer als vom Untergang eines Reiches: Gandalf erklärt den Gefährten unterwegs, dass die Zwerge auf der Suche nach dem Mithril zu tief und zu begierig gegraben hätten, und das Wesen in der Tiefe ist die Rechnung für dieses Graben. Moria steht so für einen Reichtum, der seinen Besitzer verzehrt, und der Balrog ist die Gestalt gewordene Antwort auf das, was man besser nicht geweckt hätte.
Auffällig ist, was den Balrogs im gesamten Werk fehlt: eine Stimme. Weder in Beleriand noch unter den Nebelbergen spricht einer von ihnen ein Wort, kein Handel, keine Drohung, keine Verführung. Darin unterscheiden sie sich grundlegend von den anderen großen Dienern Morgoths – Glaurung wirkt vor allem durch Rede und Blick und richtet Túrin und dessen Haus mit Worten zugrunde. Die Balrogs bleiben stumm und wirken allein durch Anwesenheit; ihre Gefährlichkeit misst die Erzählung nicht an dem, was sie sagen, sondern an dem, was ihre Gegner zu zahlen bereit sind. Wer einen von ihnen bezwingt, kommt mit ihm um – ein erzählerisches Gleichgewicht, das ihnen den Rang eines Preises gibt, nicht den einer bloßen Kriegsmaschine.
Für den Fortgang der Haupterzählung ist die Begegnung in Moria ein Scharnier. Sie nimmt der Gemeinschaft ihren Führer und zwingt Aragorn in eine Rolle, die er bis dahin nicht ausfüllen musste; ohne diesen Verlust bliebe der spätere Zerfall des Bundes am Anduin folgenlos. Zugleich verändert der Kampf nicht den Besiegten, sondern den Sieger: Gandalf kehrt aus ihm anders zurück, und erst dieser Wechsel macht ihn zu der Figur, die Rohan und Gondor sammelt. Der Balrog ist damit weniger ein Gegner der Handlung als ihr Wendepunkt – ein Rest der ersten Weltalter, der einmal in die Gegenwart durchschlägt und den ganzen Verlauf des Ringkrieges umlenkt.
Entwürfe und Varianten
Die älteste erhaltene Fassung des Stoffes, die Geschichte vom Fall Gondolins in den Verschollenen Geschichten, zeigt diese Wesen in einer deutlich anderen Beschaffenheit. Dort sind sie keine verdorbenen Geister aus der Zeit vor der Welt, sondern Geschöpfe, die Melko selbst hervorbrachte, und sie treten nicht vereinzelt, sondern in Hunderten auf. Ihre Ausstattung ist handfester beschrieben als später: Peitschen aus Feuer und Klauen aus Stahl, und beim Sturm auf die Stadt sitzen sie auf den Rücken der eisernen Ungeheuer, die Melko vor die Mauern führen ließ. Entsprechend geringer ist ihr Gewicht im Kampf – einzelne Krieger Gondolins erschlagen mehrere von ihnen, Ecthelion streckt vor seinem Zweikampf noch andere nieder, und die Leute vom Haus des Hammers des Zorns richten unter ihnen Verheerung an. Auch Gothmog steht anders da: Er gilt hier als Sohn Melkos und Hauptmann seiner Heere.
Erst die späten Arbeiten kehren dieses Verhältnis um. In den Aufzeichnungen, die unter dem Titel Myths Transformed gesammelt sind, ordnet Tolkien sie ausdrücklich den Maiar zu, die sich früh Melkor zuwandten, und zieht daraus eine Folgerung für ihre Zahl: Es dürfe nie mehr als eine Handvoll von ihnen gegeben haben – von dreien ist die Rede, höchstens von sieben. Ein Geist dieses Ranges lässt sich nicht in Scharen aufstellen, ohne dass sein Gewicht verlorengeht. Damit steht der Entwurf im offenen Widerspruch zu den älteren Erzähltexten, aus denen die veröffentlichte Fassung ihre Heerscharen bezieht; ausgeglichen wurde er nie.
In den Adaptionen
Keine der bekannten Fassungen führt diese Wesen als Sprechrolle: Da sie in der Vorlage kein Wort äußern, verzeichnet keine Besetzungsliste einen Darsteller oder Sprecher für sie – sie entstehen durchweg aus Animation, Geräusch und den Reaktionen der übrigen Figuren. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 nimmt die Begegnung in Moria in seine Handlung auf; weil der Film nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht und der geplante zweite Teil nie entstand, bleibt dieser eine Auftritt zugleich der einzige der Art in der Fassung. Das Hörspiel der BBC von 1981 verteilt den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen und folgt dem Buch von allen älteren Bearbeitungen am genauesten; die Szene an der Brücke muss dort ohne jedes Bild auskommen und wird allein über Klang und die Rede der Gefährten getragen. In den beiden Filmen von Rankin/Bass kommen die Balrogs überhaupt nicht vor – der Hobbit von 1977 kennt sie nicht, und die Rückkehr des Königs von 1980 setzt erst lange nach Moria ein.
Peter Jacksons Trilogie von 2001 bis 2003 gestaltet das Wesen als reine Computeranimation und behält seine Wortlosigkeit bei. Die auffälligste Abweichung betrifft nicht die Gestalt, sondern die Erzählordnung: Was das Buch erst nachträglich und aus Gandalfs eigenem Mund berichtet, führt der zweite Film unmittelbar vor, indem er den Sturz und den weitergehenden Kampf an den Anfang stellt, statt ihn der späteren Wiederbegegnung im Wald vorzubehalten. Der Zuschauer weiß damit früher Bescheid als die Gefährten, und die Zurückhaltung, mit der die Vorlage den Ausgang zunächst verschweigt, entfällt.