Herkunft und Namen

Théoden entstammt den Rohirrim, jenem Reitervolk, das sich selbst Éorlingas nannte und sein Land schlicht die Mark; der Name Rohan gehört der Sprache Gondors an und meint das Pferdeland, das Eorl der Junge im Jahr 2510 des Dritten Zeitalters aus der Hand Cirions empfing. Als Sohn Thengels steht Théoden am Ende einer ununterbrochenen Linie des Hauses Eorl und ist der siebzehnte, der die Krone der Mark trägt. Geboren wurde er 2948 in Gondor, wo sein Vater lange lebte, ehe der Tod Fengels ihn heimrief; seine Mutter war Morwen aus Lossarnach, eine Frau von númenórischer Abkunft, die den Beinamen „Steelsheen“ trug. Théoden war Thengels einziger Sohn und kam noch als Kind nach Edoras.

Der Name ist kein Eigenname im gewöhnlichen Sinn, sondern ein Amtswort. Tolkien gibt die Sprache der Rohirrim durchweg in altenglischer Gestalt wieder, und dort bedeutet „þēoden“ Herrscher oder Fürst eines Volkes, gebildet zu „þēod“, dem Wort für Volk; wer ihn bei diesem Namen ruft, nennt ihn der Sache nach also König. Dazu treten die Titel Herr der Mark und König des Goldenen Saals, der letztere nach Meduseld, der strohgedeckten Halle auf der Höhe von Edoras, deren altenglischer Name nichts anderes als Methalle besagt. Die Aussprache folgt den Regeln des Anhangs: Das th ist stimmlos wie im englischen „thin“, und das é bildet vor dem folgenden Vokal eine eigene Silbe. In den Königslisten erscheint er überdies als Théoden Ednew, „der Erneuerte“ — ein Beiname, der auf eine spätere Wendung seines Lebens deutet.

In Thengels Haus wurde die Sprache Gondors gebraucht, was nicht jeder in der Mark gutheißen mochte; Théoden wuchs damit zwischen zwei Überlieferungen auf, der ritterlichen des Nordens und der älteren, südlichen seiner Mutter. Seine Gemahlin Elfhild starb bei der Geburt ihres einzigen Kindes, Théodred, so dass er die längste Zeit seines Lebens ohne Königin regierte. Von seinen Schwestern stand ihm Théodwyn, die jüngste, am nächsten; als sie und ihr Mann Éomund dahingegangen waren, nahm er deren Kinder Éomer und Éowyn in seine Halle und zog sie wie eigene auf. So ist der engste Kreis um den König durchweg ein Kreis von Verwandten, und die Halle zu Edoras ist ihm Haushalt und Hof zugleich.

Geschichte

Thengel starb im Jahr 2980 des Dritten Zeitalters, und Théoden trat die Herrschaft an, zweiunddreißig Jahre alt. Die ersten drei Jahrzehnte seiner Regierung sind ohne größere Ereignisse überliefert: Die Mark hielt ihre Grenzen, und der alte Bund mit Gondor bestand fort, wenn auch der Verkehr zwischen beiden Reichen dünner wurde. Im Westen aber wandelte sich Isengart. Saruman, den Rohan lange für einen Freund gehalten hatte, sammelte Orks und schürte die alte Feindschaft der Dunländer gegen die Reiter. In den letzten Jahren vor dem Ringkrieg verfiel der König sichtbar: Er blieb in Meduseld, gebeugt und stimmschwach, und hielt für Alter, was in Wahrheit Werk eines anderen war. Denn Gríma, Sohn Gálmóds, den man Schlangenzunge nannte, saß als Ratgeber zu seinen Füßen und war Sarumans Werkzeug. Wer zum Kampf riet — voran Éomer —, geriet in Verdacht, und Éowyn wachte in einer Halle, die dem Verfall zusah.

Die Verteidigung der Westgrenze lag in diesen Jahren nicht mehr beim König selbst. Théodred führte als Zweiter Marschall die Reiterei der Westfold, während Éomer von Aldburg aus die Ostfold hütete. Am 25. Februar 3019 stieß Sarumans Heer zu den Furten des Isen vor; Théodred fiel dort im Gefecht auf der Insel inmitten des Flusses, und Grimbold behauptete den Leichnam, bis Elfhelm mit Reitern aus Edoras eintraf. Eine zweite Schlacht am 2. März zerbrach die Stellung an den Furten vollends, und die Überlebenden zerstreuten sich in die Täler der Westfold. Die ausführliche Darstellung dieser Kämpfe ist erst aus dem Nachlass bekannt geworden; sie hält auch fest, dass Schlangenzunge dafür sorgte, dass die Nachrichten den König spät und abgemildert erreichten.

Am 2. März kam Gandalf mit Aragorn, Legolas und Gimli nach Edoras. Vor der versammelten Halle brach er Sarumans Einfluss, führte den König hinaus vor die Tür und ließ ihn die Weite seines Landes sehen; Théoden richtete sich auf, und Éowyn brachte ihm auf Éomers Wort hin sein Schwert Herugrim, das Schlangenzunge in Verwahrung genommen hatte. Der König stellte seinen Ratgeber vor die Wahl, mit ihm in den Krieg zu reiten oder zu gehen, und jener wählte den Weg nach Isengart. Auf Hámas Rat wurde Éowyn bestimmt, das Volk in die Bergfeste Dunharg zu führen. Noch am selben Tag ritt Théoden westwärts, und als er von der Niederlage an den Furten erfuhr, wandte er sich nach Helms Klamm. In der Nacht vom 3. auf den 4. März hielt er die Hornburg gegen Sarumans Heer und ritt bei Tagesanbruch mit Aragorn aus dem Tor, während von Osten Erkenbrand kam und die Wälder der Huorns den Fliehenden den Rückweg verschlossen.

Am 5. März stand Théoden vor Isengart, das die Ents inzwischen zerbrochen hatten. Saruman sprach vom Orthanc herab und bot ihm Freundschaft und Frieden an; der König wies das Angebot mit klaren Worten zurück und erinnerte an die verbrannten Gehöfte und die erschlagenen Kinder der Mark, worauf Gandalf den Stab des Zauberers zerbrach. Von dort führte der Weg zurück über Helms Klamm nach Dunharg, wo sich das Heer der Mark sammelte. Dort kniete Meriadok vor ihm nieder und bot ihm sein Schwert an; Théoden nahm ihn als Knappen in seinen Dienst. Ein Bote aus Minas Tirith brachte den Roten Pfeil und die Bitte des Truchsessen um Beistand, und am 10. März, dem Tag, an dem kein Morgen anbrach, brach das Heer auf. Den Hobbit hatte der König in Dunharg zurückgelassen, doch ein Reiter, der sich Dernhelm nannte, nahm ihn heimlich vor sich aufs Pferd.

Der Ritt nach Gondor führte durch vier Tage der Finsternis. Vor dem Drúadan-Wald trat Ghân-buri-Ghân, das Oberhaupt der Wilden Männer, zu Théoden und bot sich als Führer an: Er wies dem Heer einen längst vergessenen Karrenweg durch die Wälder, auf dem es die besetzte Straße umging und ungesehen an den Rand des Pelennor gelangte. In der Frühe des 15. März sahen die Reiter die brennenden Felder vor der Stadt. Théoden ließ die Hörner blasen, so dass ihr Schall die Verzweiflung der Belagerten zerriss, und warf sich mit den vordersten Éoreden gegen die Südländer. Er selbst erschlug ihren Hauptmann und riss deren Banner nieder; der Feind an diesem Flügel wurde in den Fluss und in die Flucht getrieben.

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Schicksal

Dann kam der Herr der Nazgûl auf geflügeltem Tier über das Feld. Schneemähne stürzte, von einem schwarzen Geschoss getroffen, und begrub den König unter sich; die Reiter um ihn wurden von Schrecken erfasst und zersprengt. Was folgte, entzog dem Sieg des Hexenkönigs seine Endgültigkeit: Éowyn stellte sich vor ihren Herrn, und mit Meriadoks Stich aus dem Hügelgrab-Schwert wurde der Feind vernichtet. Théoden lebte noch lange genug, um dem Hobbit Lebewohl zu sagen, Éomer zum König auszurufen und zu bekennen, dass er nun ohne Scham vor seine Väter treten könne. Sein Leichnam wurde in die Stadt gebracht und dort in einer Kammer bei den Toten Gondors gebettet, bis im Sommer desselben Jahres ein Geleitzug ihn heimführte. In Edoras legte man ihn in ein neues Hügelgrab in der Reihe der Könige, und der Sänger des Hofes trug ein Lied auf die Herren der Mark vor, das mit ihm schloss. Erst danach setzte sich in den Listen der Beiname durch, unter dem er als Erneuerter gezählt wird.

Rolle und Macht

Théodens Stellung im Legendarium ist die eines durchaus sterblichen Herrschers ohne jede übernatürliche Gabe: Was er vermag, vermag er kraft seines Amtes. Als Herr der Mark verfügt er über das Aufgebot eines Volkes, dessen Stärke ganz in der Reiterei liegt und das in Bezirke gegliedert ist, deren Marschälle in seinem Namen befehligen, während dem König selbst die Reiter von Edoras und das Recht des allgemeinen Aufrufs zustehen. Diese Ordnung tritt erst in den nachgelassenen Aufzeichnungen klar hervor; die zu Lebzeiten veröffentlichten Bücher zeigen sie nur in ihren Wirkungen. Über die eigenen Grenzen hinaus bindet ihn der Eid, den Eorl einst Cirion leistete: Ruft Gondor um Hilfe, so ist die Mark zum Beistand verpflichtet, und dieser Anspruch, nicht bloße Freundschaft, steht hinter dem Zeichen, mit dem der Truchsess ihn im Frühjahr 3019 mahnt.

Die Mittel dieser Macht sind gewöhnlich und begrenzt. Sein Schwert Herugrim ist ein Erbstück des Hauses, dem nirgends eine besondere Kraft zugeschrieben wird; von Zauber, Weissagung oder langem Leben númenórischer Art ist bei ihm keine Rede, obwohl seine Mutter aus dem Süden stammte. Was er tatsächlich bewirkt, beruht auf Gefolgschaft: auf dem Wort im Rat, auf der Stimme vor der Schlachtreihe und auf dem Vertrauen, dass die Reiter ihm dorthin folgen, wohin er voranreitet — mit einundsiebzig Jahren stand er noch in der vordersten Reihe. Eben darin liegt aber auch die Angreifbarkeit einer solchen Herrschaft: Sie hängt am Zugang zum König. Wer diesen beherrscht, beherrscht das Reich, ohne je selbst befehlen zu müssen; Nachrichten ließen sich zurückhalten und abmildern, Widerspruch ließ sich als Anmaßung deuten, und selbst Éomer geriet dadurch in Gewahrsam.

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Schicksal

Die härteste Grenze liegt jenseits des Menschlichen. Gegen den Schrecken, der von den Ringgeistern ausgeht, hilft weder Rang noch Tapferkeit: Vor dem Herrn der Nazgûl zerstoben die Reiter, die kurz zuvor eine ganze Heeresabteilung geworfen hatten, und der König wurde nicht im Zweikampf bezwungen, sondern von seinem stürzenden Pferd begraben. Ebenso wenig hätte die Mark aus eigener Kraft bestehen können. Isengart zerbrach nicht durch ihre Speere, sondern durch die Ents; die Belagerung von Minas Tirith wendete sich erst im Zusammentreffen mehrerer Heere, und der Ausgang des Ringkriegs entschied sich fern von jedem Schlachtfeld. Théodens Gewicht in der Erzählung liegt darum nicht in Macht, sondern in der Frage, was ein Mensch ohne besondere Gaben angesichts einer Übermacht noch tun kann — und darin, dass an ihm vorgeführt wird, wie ein Gebrochener wieder aufgerichtet wird.

Verwandtschaft, Rat und Gefährten

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Schicksal

In allen näheren Bindungen Théodens kehrt dieselbe Rolle wieder: die des Vaters. Sie gilt für Théodred, dessen Fall die eigene Linie beendete, und sie gilt für die Kinder seiner Schwester, doch sie fiel ungleich aus. Éomers Dienst lag im Feld und war zu sehen; Éowyns Dienst bestand darin, in der Halle auszuharren und zuzusehen, wie der Mann, den sie wie einen Vater liebte, unter fremder Einwirkung hinschwand. Dass darin eine Zumutung lag, hat der König nicht bemerkt; ausgesprochen wird es erst später von Gandalf gegenüber Éomer in den Häusern der Heilung. Auch am Ende bleibt diese Blindheit bestehen, denn die Erzählung berichtet nicht, dass Théoden noch erfahren hätte, wer ihn auf dem Pelennor gegen den Herrn der Nazgûl verteidigte.

Die zweite prägende Beziehung ist die zum Ratgeber, und sie erscheint zunächst in ihrer Verkehrung. Gríma nahm den Platz zu Füßen des Königs ein, den die Sitte dem Rat einräumt, und benutzte ihn gegen dessen Träger; nach Gandalfs Vorwurf hatte er sich Éowyn selbst als Lohn ausbedungen, so dass die Verwandtschaft des Königs zur Ware in einem fremden Handel wurde. Dagegen steht Háma, der Türhüter, der auf eigene Verantwortung entschied und dafür einstand, und dessen Tod vor der Hornburg den König sichtbar traf. Gandalf wiederum galt in Edoras lange als unwillkommener Bote schlechter Nachrichten; dass Théoden ihm nach seiner Genesung Schattenfell ohne Vorbehalt zum Geschenk machte, misst die Wandlung genauer als jede Erklärung. Aragorn behandelte er von Anfang an nicht als Gefolgsmann, sondern als Ebenbürtigen.

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Schicksal

Bezeichnend sind schließlich die Bindungen, die weder Blut noch Rang begründen. Mit Meriadok sprach der König über Kräuterkunde und Pfeifenkraut und stellte ihm ein ausführliches Gespräch in Aussicht, zu dem es nie kam; ihm galten auch die letzten Worte auf dem Feld, ehe er Éomer die Herrschaft übertrug. Ghân-buri-Ghân trat ihm als Anführer eines Volkes entgegen, das die Reiter in früheren Zeiten wie Wild verfolgt hatten, und Théoden band sich ihm gegenüber an ein Versprechen dauerhafter Freundschaft, statt bloß eine Wegauskunft entgegenzunehmen. Beides zeigt dieselbe Anlage: Seine Herrschaft wirkte über persönliche Zusage, nicht über Anordnung, und wer mit ihm sprechen konnte, hatte Anteil an ihr — was ihn ansprechbar machte für Verrat wie für Treue.

Entwürfe und Varianten

Rohan und sein Herrscher gehören zu den späteren Zugängen der Erzählung: Als Tolkien die Kapitel um die Reiter niederschrieb, stand die Gestalt des Königs im Goldenen Saal noch nicht fest. In den Entwürfen führt zunächst ein König namens Thengel die Mark; erst im Fortgang der Arbeit tritt Théoden an dessen Stelle, und Thengel rückt eine Generation zurück und wird zum Vater — die veröffentlichte Ahnenreihe bewahrt also einen Namen, der ursprünglich dem regierenden König selbst gehörte. Die altenglische Prägung der Namensschicht war dabei von Beginn an gesetzt und blieb der feste Punkt, während ihre Träger wechselten. Auch die Halle auf der Höhe von Edoras hieß eine Zeit lang anders, nämlich Winseld, ehe sich Meduseld durchsetzte.

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Schicksal

Ebenso schwankte der Kreis der Angehörigen um den König. Ein Entwurfsstadium gibt ihm neben der Nichte Éowyn eine leibliche Tochter namens Idis, die in der Halle auftritt und in der weiteren Ausarbeitung ersatzlos gestrichen wurde; die endgültige Verteilung der Rollen auf Sohn, Neffen und Nichte stellte sich erst allmählich ein. Für den Ausgang war der Tod des Königs auf dem Pelennor früh vorgesehen, doch die näheren Umstände blieben lange offen — eine Notiz erwägt, dass Éowyn bei dem Versuch, ihn zu rächen, selbst umkommt, eine Lösung, die Tolkien nicht ausführte. Das genealogische Gerüst schließlich, das Théoden als siebzehnten König zählt, ihn in eine lückenlose Reihe stellt und ihm feste Lebensdaten zuweist, gehört zur spät entstandenen Ausarbeitung der Anhänge; die zugehörigen Vorstufen zur Geschichte des Hauses Eorl sind erst aus dem Nachlass bekannt geworden und zeigen, dass Zahlen und Beinamen bis zuletzt in Bewegung waren.

In Verfilmungen und Hörspielen

In den älteren Bearbeitungen erscheint Théoden zuerst in Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978, wo ihm Philip Stone die Stimme lieh. Da diese Fassung nur die erste Hälfte der Erzählung erfasst und nach dem Kampf um Helms Klamm abbricht — eine geplante Fortsetzung kam nie zustande —, fehlt die gesamte spätere Geschichte der Figur: der Zug nach Isengart, der Ritt nach Gondor und der Tod auf dem Pelennor bleiben unerzählt. Auch die Vorgeschichte ist stark gerafft; Schlangenzunge bleibt eine Randgestalt, und die Befreiung des Königs ist auf wenige Augenblicke zusammengezogen. Ungleich vollständiger verfährt die Hörspielfassung der BBC von 1981, die in sechsundzwanzig halbstündigen Teilen als die buchtreueste der frühen Bearbeitungen gilt; dort sprach Jack May den König. Weil das Medium ganz auf Rede beruht, behalten die Ratsszenen in Meduseld ihr Gewicht, und der Handlungsbogen bis zum Abschied auf dem Schlachtfeld bleibt erhalten.

Am bekanntesten ist die Darstellung durch Bernard Hill in Peter Jacksons Filmtrilogie, die in den zweiten und dritten Teil fällt. Die Abweichungen betreffen vor allem die Beweggründe. Was im Buch als zersetzender Rat wirkt, wird im Film als körperliche Besessenheit gezeigt, aus der Gandalf den Greis sichtbar heraustreibt, worauf dieser vor den Augen der Halle seine Jugend zurückgewinnt. Théodred stirbt nicht an den Furten des Isen, sondern wird verwundet nach Edoras gebracht und dort bestattet, so dass die Schlachten am Fluss entfallen und der Vater den Sohn selbst betrauert. Der entschlossene Aufbruch der Vorlage weicht einem zögernden König: Er wählt den Rückzug nach Helms Klamm gegen fremden Rat, und den Beistand für Gondor verweigert er zunächst mit dem Hinweis auf frühere ausgebliebene Hilfe, ehe er sich zum Ritt entschließt. Auch der Bote mit dem Roten Pfeil fehlt; an seine Stelle tritt das Anzünden der Signalfeuer. Schließlich erkennt der Sterbende auf dem Pelennor seine Nichte und nimmt von ihr Abschied — im Buch erfährt er nie, wer ihn verteidigt hat, und seine letzten Worte gelten Meriadok und der Nachfolge Éomers.