Herkunft, Wesen und Namen
Meriadoc Brandybock, im täglichen Gebrauch fast immer nur Merry genannt, war ein Hobbit aus Bockland, dem schmalen Landstrich zwischen dem Brandywein und dem Alten Wald, der zum Auenland gerechnet wurde und doch eigene Gewohnheiten pflegte. Er wurde im Jahr 2982 des Dritten Zeitalters als einziges Kind Saradocs geboren, des späteren Familienoberhaupts, und Esmeraldas aus dem Geschlecht der Tuks. Über beide Linien war er reich verwandt: Frodo Beutlins Mutter Primula stammte aus derselben Sippe, und Esmeraldas Bruderschaft zum Thain machte ihn zum Vetter Peregrin Tuks. In den Stammbäumen des Anhangs erscheint er als Erbe des Hausherrn von Bockland, jenes Amtes, das im Bockland an die Stelle einer eigentlichen Obrigkeit getreten war. Von Wesen war er wach, ortskundig und auf nüchterne Weise planvoll — Eigenschaften, die weniger aus Heldenmut erwuchsen als aus Aufmerksamkeit für das Naheliegende.
Der Familienname war jünger als die Familie. Die Sippe hieß ursprünglich Altbock und saß im Marschland westlich des Flusses; erst Gorhendad Altbock setzte über den Brandywein, legte im Ostufer das Brandyschloss an und nahm den Namen Brandybock an, worauf sich um den Wohnsitz nach und nach die Siedlung Bockland ausbreitete. Die Bocklandhobbits behielten dabei manches von der Art der Starren, jenes Hobbitzweigs, der Wasser nicht scheute: Sie hielten Boote, konnten schwimmen und lebten hinter einer hohen Hecke in Nachbarschaft zu Dingen, die den Hobbits des Auenlands unheimlich waren. Merry wuchs in diesem Grenzland auf, und sein früher Ruf als guter Kenner von Wegen, Fähren und Wäldern erklärt sich aus dieser Herkunft.
Zu den Namen selbst merkt Tolkien in seinen Bemerkungen zur Übersetzung an, dass „Meriadoc“ nicht der wirkliche Name der Figur sei, sondern eine Wiedergabe. Im Westron habe der Hobbit Kalimac Brandagamba geheißen, alltäglich verkürzt zu Kali, und diese Kurzform habe den Beiklang von Fröhlichkeit besessen; um denselben Anklang im Englischen zu erhalten, wählte Tolkien einen Namen, dessen Kurzform Merry lautet. Auch der Familienname folgt diesem Verfahren: Brandagamba wurde sinngemäß übertragen. Dass für Bockland Namen keltischen Zuschnitts erscheinen, ist ebenfalls Absicht, denn die Namensgebung dieses Landstrichs galt im Auenland als fremdartig. Später traten zwei Beinamen hinzu — Holdwine, ein Ehrenname in der Zunge der Rohirrim mit der Bedeutung eines treuen Freundes, und der Zusatz „der Prächtige“, unter dem er in den Aufzeichnungen des Auenlands geführt wird; wie beide zustande kamen, gehört zur Erzählung seines Lebens.
Lebensweg
Merrys Anteil am Ringkrieg begann lange vor seinem Aufbruch, und zwar mit Beobachtung. Schon als Halbwüchsiger hatte er Bilbo den Ring gebrauchen und vor seinen Augen verschwinden sehen; später bekam er Teile von Bilbos Aufzeichnungen zu Gesicht, und über Jahre hin sammelten er, Peregrin, Samweis und Fredegar Bolger zusammen, was sich an Andeutungen aufschnappen ließ. Als Frodo im Jahr 3018 des Dritten Zeitalters Beutelsend verkaufte, war es Merry, der den Umzug nach Krickloch vorbereitete und das Haus einrichtete, und als die Schwarzen Reiter das Auenland durchstreiften, führte er die Gefährten durch den Alten Wald aus der Falle heraus. Dort geriet er mit Pippin in die Gewalt des Alten Weidenmanns und wurde von Tom Bombadil befreit; wenig später wurden alle vier auf den Hügelgräberhöhen von einem Grabunhold verschleppt. Aus dem Hort des aufgebrochenen Hügels nahm Merry eine Klinge von Westernis mit, geschmiedet in den alten Tagen des Nordreichs gegen die Macht von Angmar — eine Waffe, deren eigentliche Bestimmung sich erst Jahre später zeigen sollte. In Bree, im Tänzelnden Pony, streifte ihn auf einem abendlichen Gang bereits der lähmende Atem der Feinde, und man musste ihn bewusstlos ins Haus zurücktragen.
Nach Bruchtal kam er im Oktober 3018 mit Streichers Gruppe. Beim Rat Elronds wurde erwogen, die jüngeren Hobbits heimzuschicken; dass sie dennoch zur Gemeinschaft gehörten, verdankten sie nicht zuletzt Gandalfs Fürsprache, der Freundschaft höher veranschlagte als Kampfkraft. Am 25. Dezember 3018 brach die Gemeinschaft von Bruchtal auf. Merry teilte den Weg über den Caradhras, durch Moria und nach Lothlórien, ohne dass die Erzählung ihm dabei eine hervorgehobene Rolle zuwiese. Das änderte sich am 26. Februar 3019 bei Parth Galen: Als Orks aus Isengart die zersprengte Gemeinschaft überfielen, verteidigte Boromir die beiden jungen Hobbits bis zu seinem Tod; Merry und Pippin wurden gefesselt fortgeschleppt.
Der Marsch quer durch Rohan brachte ihn an den Rand seiner Kräfte; eine Kopfwunde und ein widerwärtiger Trank der Orks hielten ihn tagelang halb bei Bewusstsein. In der Nacht auf den 30. Februar 3019 stellten Éomers Reiter die Schar am Saum des Fangorn und rieben sie auf, und in der Verwirrung des Gefechts kamen die beiden Gefangenen frei und flohen in den Wald. Dort trafen sie am folgenden Tag auf Baumbart. Was als Neugier zweier erschöpfter Hobbits begann, wurde zum Anstoß für das Entthing, das sich am 2. und 3. März beriet und in den Zug der Ents gegen Isengart mündete; Merry und Pippin sahen den Untergang von Sarumans Werk aus der Nähe. Am 5. März fanden Gandalf, Théoden und Aragorn die beiden im Trümmerfeld wieder. Kurz darauf trennten sich ihre Wege: Pippin wurde nach Minas Tirith gebracht, Merry blieb bei den Rohirrim.
In Rohan bot Merry dem König sein Schwert an und wurde als Waffenknecht in Dienst genommen; Théoden gab ihm das Pony Stybba, und zwischen dem alten König und dem Hobbit entstand eine Zuneigung, die beide Seiten überraschte. Beim Aufgebot in Dunharg jedoch befahl Théoden, ihn zurückzulassen, weil kein Pferd Schritt halten könne — worauf ein Reiter, der sich Dernhelm nannte, ihn heimlich vor sich in den Sattel nahm. So kam er am 15. März 3019 auf das Pelennor. Als Théoden unter seinem Pferd zu Tode kam und der Herr der Nazgûl über ihm stand, hielt allein Dernhelm — Éowyn — stand. Merry kroch von hinten heran und stieß die Klinge aus dem Hügelgrab durch das Knie des Feindes; die Waffe zerfiel, doch der Zauber, der den Hexenkönig unversehrt hielt, war gebrochen, und Éowyns Streich vollendete den Fall. Merrys Schwertarm erkaltete und blieb tot, bis Aragorn ihn in den Häusern der Heilung wiederherstellte.
Zum Zug vor das Schwarze Tor war er noch zu geschwächt und blieb in Minas Tirith zurück; erst nach dem Sturz Saurons am 25. März wurde er zum Feld von Cormallen geholt und war bei der Krönung Elessars zugegen. Im Sommer 3019 ritt er im Trauerzug, der Théoden heimbrachte, und war bei dessen Bestattung in Edoras am 10. August. Beim anschließenden Fest verlieh ihm Éomer den Ehrennamen Holdwine der Mark, und aus dem alten Hort, den Éowyn ihm übergab, erhielt er ein Horn aus dem Drachenschatz Scathas. Beides erwies sich als brauchbar: Als die Heimkehrer im Herbst ein besetztes und ausgeplündertes Auenland vorfanden, war es Merry, der mit dem Horn Rohans die Landbevölkerung zusammenrief. Am 3. November 3019 führte er die Auenländer in der Schlacht bei Wasserau und erschlug den Anführer der Strolche.
Schicksal verhüllt — enthüllenSchicksal enthüllt — wieder verhüllenDieser Abschnitt verrät, wie es ausgeht.
Schicksal
Die langen Jahre danach verliefen ruhig. Merry heiratete Estella Bolger, die Schwester seines alten Mitverschwörers, und wandte sich der Gelehrsamkeit zu: Ihm werden eine Abhandlung über das Kraut des Auenlands, eine Untersuchung der Zeitrechnung und eine Schrift über alte Wörter und Namen zugeschrieben, für die er auch das Sprachgut Rohans und Brees heranzog. Im Jahr 1432 der Auenlandzeitrechnung — dem elften Jahr des Vierten Zeitalters — folgte er seinem Vater als Herr von Bockland; von da an führen ihn die Aufzeichnungen als Meriadoc den Prächtigen, und Éomer sandte ihm reiche Gaben. Zusammen mit Pippin gehörte er zu den Ratgebern, die König Elessar für das Nordreich bestellte. Im Jahr 1484 der Auenlandzeitrechnung kam eine Botschaft aus Rohan: Éomer wünschte seinen Holdwine noch einmal zu sehen. Der zweiundhundertjährige Merry verließ Bockland und ritt mit Pippin nach Edoras, wo Éomer im Herbst starb; danach zogen die beiden weiter nach Gondor und verbrachten dort ihre letzten Jahre. Man bettete sie unter den Großen der Stadt, und als Elessar dahingegangen war, legte man sie an seine Seite.
Rolle, Fähigkeiten und Grenzen
Im Gefüge des Ringkriegs gehört Merry keiner der Mächte an, die den Ausgang bestimmen: Er trägt kein Erbe aus älteren Zeitaltern, verfügt über keine Kunst und über kein Amt, das über Bockland hinausreichte. Seine Bedeutung liegt darin, dass er Verbindungen stiftet, wo die Großen einander nicht erreichen. Er ist der einzige Hobbit, der einem fremden König den Treueid leistet, und über ihn tritt das Auenland mit der Mark in ein dauerhaftes Verhältnis; ebenso hängt der Aufbruch der Ents daran, dass zwei entlaufene Gefangene überhaupt in den Fangorn gerieten und dort Fragen stellten. Die Erzählung weist ihm damit die Rolle eines Scharniers zu — folgenreich weniger durch Kraft als durch Anwesenheit am richtigen Ort.
Seine Fähigkeiten sind durchweg gewöhnliche, nur gut geschulte: Ortskenntnis, ein Gedächtnis für Einzelheiten, ruhige Voraussicht in praktischen Dingen und später die Neigung zu Sprachen und alten Aufzeichnungen. Kriegerisch blieb er ein Anfänger; Théoden ließ ihn in Dunharg mit Helm, Schild und Schwert der Mark ausrüsten, doch für Übung war kaum Zeit. Dass sein Stoß auf dem Pelennor Wirkung tat, verdankt sich nicht der Hand, die führte, sondern der Klinge aus dem Hügelgrab, die in den alten Kriegen gegen Angmar geschmiedet worden war, und dem Umstand, dass niemand mit ihm rechnete. Auch dem Horn aus Scathas Hort, dessen Ruf den Feinden Furcht und den Freunden Mut einflößen sollte, wohnte eine Wirkung inne, die ihm geschenkt und nicht eigen war.
Die Grenzen sind entsprechend deutlich und werden nirgends übergangen. Merrys Körper entscheidet mehrfach gegen ihn: Er wird verschleppt, weil er sich nicht wehren kann; der Atem der Nazgûl wirft ihn in Bree nieder und ein zweites Mal nach dem Streich vor Minas Tirith, und die Heilung lag dann nicht bei ihm. Vom Aufgebot wollte man ihn ausschließen, weil kein Reittier seinen Schritt hielt, und zum Marsch vor das Schwarze Tor reichten seine Kräfte nicht mehr. Den Ring hat er nie getragen; eine Prüfung dieser Art bleibt ihm erspart, und die Erzählung stellt ihn auch nicht vor sie. Was er an Rang gewinnt, ist jedes Mal verliehen — der Dienst durch Eid, der Beiname durch Éomer, das Amt in Bockland durch Erbfolge —, und nichts davon hebt ihn über das Maß seines Volkes hinaus.
Beziehungen
Unter den vier Hobbits der Gemeinschaft steht Merry in einem eigentümlichen Verhältnis zu Frodo: Er ist der Jüngere von beiden und doch derjenige, der handelt, wo der Ältere verstummt. Sein Umgang mit dem Vetter ist von einer Fürsorge geprägt, die nie um Erlaubnis fragt und die Frodo mehr als einmal in Verlegenheit bringt, weil sie ihm die Möglichkeit nimmt, allein fortzugehen. Gegenüber Samweis, den Standesunterschied und Dienstverhältnis von den beiden Vettern trennen, bleibt der Ton kameradschaftlich, aber nüchtern; die eigentliche Nähe im Auenland gilt Peregrin. Die beiden erscheinen fast durchweg als Paar, und dabei fällt Merry regelmäßig die ältere, prüfende Rolle zu — er dämpft, ordnet und rechnet nach, wo Pippin vorschnell ist, und empfindet die Trennung in Rohan als Verlust einer Selbstverständlichkeit.
In Rohan tritt an die Stelle der Verwandtschaft eine Bindung anderer Art. Théoden begegnet ihm nicht als Herrscher einem Fremdling, sondern beinahe wie ein alter Mann einem spät gewonnenen Sohn: Er lässt ihn neben sich sitzen, hört ihm zu und verspricht ihm Erzählungen für friedlichere Tage, die nie kommen. Merry seinerseits empfindet den Eid nicht als Formsache, und sein Schmerz beim Tod des Königs ist der eines Angehörigen. Mit Éowyn verbindet ihn dagegen etwas Nüchterneres: Beide werden vom Aufgebot ausgeschlossen, beide finden sich in der Rolle des Übriggebliebenen wieder, und aus dieser geteilten Zurücksetzung entsteht ein stillschweigendes Bündnis, das keiner Erklärung bedarf. Éomer wiederum begegnet ihm später als Gebender, und die Freundschaft zwischen Mark und Bockland überdauert Jahrzehnte.
Auffällig ist, wie leicht Merry Zugang zu Wesen findet, die anderen verschlossen bleiben. Baumbart nimmt die beiden Hobbits nicht als Bittsteller auf, sondern als Neuigkeit, und was zwischen ihnen entsteht, hat den Charakter eines Austauschs unter Neugierigen. Einen Gegenspieler im eigentlichen Sinn hat Merry nicht: Der Herr der Nazgûl kennt ihn nicht und beachtet ihn nicht, und gerade darin liegt die Bedingung seines Erfolgs — er wird zum Feind erst in dem Augenblick, in dem alles schon entschieden ist. Für die Jahre danach nennen die Aufzeichnungen die Ehe mit Estella Bolger, deren Bruder zu den Mitwissern der ersten Stunde gehört hatte; auch diese Verbindung führt also in den engen Kreis zurück, aus dem er aufgebrochen war.
Entwürfe und Varianten
Die Gestalt gehört zu den ältesten Bestandteilen der Arbeit am neuen Hobbit-Buch, trug aber über Jahre hinweg einen anderen Namen. In den frühen Niederschriften, die Christopher Tolkien im Band The Return of the Shadow vorlegte, heißt der Hobbit aus Bockland Marmaduke Brandybock. Auch das übrige Personal sah anders aus: Der Träger des Ringes hieß über viele Kapitel hinweg Bingo Bolger-Beutlin, und die Namen der Begleiter — Odo, Folco, Frodo Tuk — wanderten zwischen den Figuren hin und her, während der Verfasser ihre Zahl bald verringerte, bald wieder aufstockte. Marmadukes erzählerische Aufgabe blieb bei allem Wechsel bemerkenswert beständig: Er ist der Ortskundige jenseits des Flusses, der das Haus im Osten herrichtet, die Fähre kennt und den heimlichen Aufbruch ins Werk setzt. Erst spät, nachdem aus Bingo endgültig Frodo geworden war, trat an die Stelle von Marmaduke der Name Meriadoc.
Für die zweite Hälfte der Erzählung lagen die Dinge noch länger offen. In frühen Handlungsnotizen war Baumbart überhaupt nicht als Verbündeter gedacht, sondern als riesenhafte, feindselige Gestalt, in deren Gewalt Gandalf geriet; andere Skizzen sahen vor, dass der Ringträger selbst dem Waldwesen begegnen sollte. Dass zwei entlaufene Gefangene in den Fangorn geraten und dort ein Volk in Bewegung bringen, ergab sich erst bei der eigentlichen Niederschrift des Kapitels, das im Band The Treason of Isengard abgedruckt ist. Auch die Entwürfe zu den Kämpfen vor Minas Tirith, die The War of the Ring versammelt, zeigen ein mehrfaches Umstellen der Beteiligten, ehe der überlieferte Ablauf feststand. Was in der Fassung letzter Hand als planvolle Fügung erscheint — der Weg des Hobbits von der Fähre über den Wald bis vor die Mauern Gondors —, ist demnach in Stufen gewachsen, und der Name, unter dem die Figur bekannt wurde, gehört zu den jüngeren Schichten dieses Wachstums.
In Verfilmungen und Hörspielen
In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 sprach Simon Chandler die Rolle. Da diese Fassung nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht und der geplante zweite Teil nie entstand, fehlen Merrys Dienst bei Théoden und sein Anteil an der Schlacht auf dem Pelennor vollständig; ebenso entfallen der Alte Wald, Tom Bombadil und die Hügelgräberhöhen, womit auch die Herkunft seiner Klinge aus dem Grabschatz ohne Grundlage bleibt. Die Hörspielfassung der BBC von 1981, in der Richard O'Callaghan die Rolle übernahm, gilt in ihren sechsundzwanzig halbstündigen Teilen als die buchnächste der älteren Bearbeitungen: Sie streicht zwar die Begegnung mit Bombadil, bewahrt aber den Treueid, das Pelennor und die Rückkehr in ein besetztes Auenland. Der Fernsehfilm von Rankin/Bass aus dem Jahr 1980, der allein den Schlussteil der Erzählung aufgreift, besetzte Merry mit Casey Kasem; die starke Raffung und die Anlage als Rückblick lassen die Figur dort nur am Rand erscheinen.
In Peter Jacksons Filmtrilogie von 2001 bis 2003 spielte Dominic Monaghan die Rolle. Die Abweichungen betreffen vor allem Anfang und Schluss. Von der vorbereiteten Verschwörung der jungen Hobbits bleibt nichts: Merry und Pippin stoßen zufällig zu Frodo und Sam, als diese über ein Feld fliehen, und der planvolle Kenner von Fähren und Wegen weicht einem eher unbedarften Mitläufer. Weil auch hier Alter Wald und Hügelgräber fehlen, bleibt die Waffe, mit der er später den Herrn der Nazgûl trifft, ohne Vorgeschichte. Im Fangorn ist die Reihenfolge umgekehrt: Das Entthing beschließt zunächst, sich herauszuhalten, und erst der Weg nach Süden, auf den die Hobbits Baumbart bringen, führt zum Zug gegen Isengart. Am schwersten wiegt der Verzicht auf die Befreiung des Auenlands — Merry führt dort keine Landsleute mehr in ein Gefecht, das Horn aus Rohan bleibt ohne Verwendung, und die Handlung schließt mit der Heimkehr und den Grauen Anfurten. Erhalten bleiben dagegen die Zurücksetzung beim Aufgebot, der heimliche Ritt und der Stoß auf dem Pelennor.