Der Hobbit (Filmtrilogie)
Peter Jacksons Trilogie, 2012–2014
KI-generierte Stimme · wird laufend verbessert · auch verhüllte Schicksale werden mit vorgelesenKI-Stimme · wird laufend verbessert
Die spätere Trilogie dehnt den kürzeren Roman auf drei Filme aus und zieht zusätzliches Material aus den Anhängen des Herrn der Ringe heran.
YouTubeWarner Bros.
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The Hobbit: An Unexpected Journey - Official Trailer 2 [HD]
Der Kinotrailer zum ersten Film, auf dem Kanal des Studios.
Über diese Fassung
Die zweite Trilogie entstand wieder unter Peter Jacksons Regie und wieder in Neuseeland, am Drehbuch war neben Fran Walsh, Philippa Boyens und Jackson auch Guillermo del Toro beteiligt, der das Projekt zunächst selbst inszenieren sollte. Produziert wurde für New Line Cinema, Metro-Goldwyn-Mayer und WingNut Films, verliehen von Warner Bros.; die Teile kamen 2012, 2013 und 2014 ins Kino, ebenfalls je mit einer späteren verlängerten Fassung. Gedreht und vorgeführt wurde in 3D mit 48 Bildern je Sekunde — dem doppelten Kinostandard, was seinerzeit viel diskutiert wurde. Das Einspielergebnis lag bei rund 2,94 Milliarden Dollar.
Wo diese Fassung unsere Einträge berührt
51 Absätze in 44 Einträgen berufen sich auf diese Fassung. Jeder steht hier genauso da wie auf seiner eigenen Seite, mit demselben Kanon-Sigel und derselben Fundstelle.
Beorn
2 Absätze
Als handelnde Figur erscheint Beorn bislang nur in Peter Jacksons Hobbit-Trilogie, wo ihn der schwedische Schauspieler Mikael Persbrandt verkörpert; sein Auftritt verteilt sich auf den zweiten und den dritten Teil. Die Begegnung im Anduin-Tal ist dabei anders angelegt als in der Vorlage: An die Stelle des behutsam eingefädelten Gesprächs, mit dem Gandalf im Buch die wachsende Zahl seiner Gäste durchsetzt, tritt eine Verfolgung — die Gefährten erreichen die Halle auf der Flucht vor dem Bären selbst, und die Aufnahme ergibt sich aus der Bedrängnis, nicht aus einer geprüften Entscheidung des Hausherrn. Vor allem aber füllt der Film die Leerstelle, die Tolkien ausdrücklich offen lässt: Beorn wird als Letzter seiner Art vorgestellt, dessen Volk von den Orks verfolgt und unterworfen wurde. Damit erhält seine Feindschaft eine persönliche Vorgeschichte und ein Motiv, während sie in der Vorlage ohne Begründung bleibt.
Auch sein Eingreifen in die Schlacht ist umgestaltet. Im Buch erscheint er allein und ungeklärt auf dem Feld, trägt den verwundeten Zwergenkönig fort und tötet den Orkführer; im Film wird er von den Adlern zum Kampfplatz gebracht, gemeinsam mit dem Zauberer Radagast, und die beiden Taten, die ihn in der Vorlage zum Wendepunkt machen, fallen anderen Figuren zu — der Anführer der Orks stirbt dort durch einen Elben. Sein Auftritt bleibt entsprechend eine kurze Episode und keine Entscheidung. In den übrigen Fassungen kommt er nicht vor, was bereits im Stoff begründet liegt: Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978, das Hörspiel des BBC von 1981 und Jacksons frühere Trilogie von 2001 bis 2003 folgen dem Ringkrieg, in dem Beorn selbst nicht mehr handelt, sondern allenfalls sein Sohn und sein Volk erwähnt werden.
Dol Guldur
2 Absätze
Sichtbar wird Dol Guldur erst in Peter Jacksons Hobbit-Trilogie, die den Ort aus einer Randbemerkung zu einem eigenen Handlungsstrang ausbaut. Schon im ersten Film sucht Radagast, gespielt von Sylvester McCoy, die Feste auf, in den beiden folgenden Teilen reist Gandalf, dargestellt von Ian McKellen, selbst dorthin. Den Necromancer gibt Benedict Cumberbatch, der mit Stimme und Bewegungserfassung zugleich den Drachen Smaug verkörpert. Die Filme verlegen dabei in die Zeit von Bilbos Fahrt, was im Buch Jahrzehnte auseinanderliegt: Die Begegnung mit dem gefangenen Thráin, in der erweiterten Fassung des zweiten Films von Antony Sher gespielt, fällt dort mit dem Angriff des Rates zusammen, während Tolkien sie rund neunzig Jahre früher ansetzt. Auch die Rolle der Ringgeister ist vorgezogen; nach den Anhängen besetzten drei von ihnen die Feste erst, nachdem Sauron sie verlassen hatte.
Weitere Abweichungen betreffen den Angriff selbst und die Rolle der Feste im Krieg um den Erebor. Der Schlag des Weißen Rates, den das Buch nur in einem nachträglichen Bericht erwähnt, wird im dritten Film als Kampf ausgeführt, an dem Galadriel (Cate Blanchett), Elrond (Hugo Weaving) und Saruman (Christopher Lee) unmittelbar beteiligt sind. Zudem machen die Filme Dol Guldur zum Sammelplatz des Orkheeres, das gegen den Einsamen Berg zieht, und stellen den Ork Azog an dessen Spitze, der nach den Anhängen zu dieser Zeit längst tot war. In Jacksons früherer Herr-der-Ringe-Trilogie spielt die Feste dagegen keine erkennbare Rolle: Weder die Angriffe auf Lórien noch ihre Einnahme und Schleifung nach Saurons Sturz werden dort aufgegriffen, sodass ihr Ende auch im Film am Rand der großen Geschichte bleibt.
Eisenberge
2 Absätze
In den älteren Zeichentrick- und Hörspielfassungen spielen die Eisenberge als eigenständiger Ort keine erkennbare Rolle. Deutlich sichtbar werden sie erst in Peter Jacksons dreiteiliger Verfilmung des „Hobbit“, die für ihre Erweiterungen Stoff aus den Anhängen zum „Herrn der Ringe“ heranzieht. Dáin Eisenfuß, der Herr des Landes, tritt im dritten Teil, „Die Schlacht der Fünf Heere“ (2014), auf und wird von Billy Connolly verkörpert. Schon im ersten Teil ergänzt der Film eine Szene, die das Buch nicht kennt: Thorin berichtet seinen Gefährten, dass die Verwandten aus den Eisenbergen sich dem Zug zum Erebor verweigert haben, weil sie das Unternehmen allein als seine Sache ansehen. Damit wird die spätere Ankunft von Dáins Heer anders gerahmt als bei Tolkien. Dort ist von einer solchen Absage keine Rede, und der Beistand erscheint als selbstverständliche Pflicht unter Vettern.
Die folgenreichste Abweichung betrifft die Schlacht von Azanulbizar, die der erste Teil, „Eine unerwartete Reise“ (2012), als Rückblende erzählt. Nach den Anhängen entscheidet das späte Aufgebot aus den Eisenbergen den Kampf, und der junge Dáin erschlägt Azog. Der Film rückt stattdessen Thorin in den Mittelpunkt: Er tritt dem Ork-Anführer entgegen, verwundet ihn schwer, doch Azog überlebt. So wird der Anführer der Orks, der bei Tolkien längst tot ist, zum durchgehenden Widersacher der ganzen Trilogie. Die Tat, die im Buch den Ruhm der Eisenberge begründet und Dáins späteren Rang vorbereitet, geht damit auf die Hauptlinie über. Auch Thrór stirbt in der Filmfassung erst in dieser Schlacht, während er nach den Anhängen schon zuvor in Moria ermordet wurde und sein Tod den Krieg erst auslöste.
Esgaroth
2 Absätze
Ausführlich erscheint die Seestadt in Peter Jacksons dreiteiliger Verfilmung des „Hobbit“, und zwar im zweiten und dritten Teil, „Smaugs Einöde“ (2013) und „Die Schlacht der Fünf Heere“ (2014). Bard wird dort von Luke Evans gespielt, den Bürgermeister verkörpert Stephen Fry. Ihm stellt der Film mit Alfrid, gespielt von Ryan Gage, einen unterwürfigen Gehilfen zur Seite, den es im Buch nicht gibt. Auch Bards Familie erhält Gewicht: Neben dem Sohn Bain, den Tolkien nur in den Anhängen zum „Herrn der Ringe“ als Bards Nachfolger nennt, treten zwei Töchter auf, die eigens für den Film geschaffen wurden. Die Stadt selbst ist als verarmtes, vom Bürgermeister bedrücktes Gemeinwesen angelegt, in dem Bard als Fürsprecher der einfachen Leute gegen die Obrigkeit steht.
Die Abweichungen vom Roman betreffen vor allem den Ablauf der Ereignisse. Die Zwerge gelangen im Film nicht offen vor den Bürgermeister, sondern werden heimlich eingeschleust, und ein Teil der Gesellschaft bleibt in der Stadt zurück, als die übrigen zum Berg aufbrechen; die Seestadt wird zudem von Orks heimgesucht, von denen das Buch an dieser Stelle nichts weiß. Beim Angriff des Drachen fehlt die Drossel als Überbringerin der entscheidenden Kunde. Stattdessen stützt sich die Tötung Smaugs auf einen schwarzen Pfeil, der als Erbstück aus Bards Familie eingeführt wird, und auf eine Vorgeschichte um eine bereits früher geschlagene Wunde. Auch das Ende des Bürgermeisters ist verlegt: Er kommt nicht Monate später in der Einöde um, sondern stirbt noch in der Nacht des Brandes auf der Flucht mit dem Stadtschatz, als der Drache niederstürzt. Damit rückt der Film die Folgen der Gier, die das Buch erst im Schlusskapitel knapp berichtet, unmittelbar in den Untergang der Stadt.
Gundabad
2 Absätze
Unter den Bearbeitungen gibt nur Peter Jacksons dreiteilige Verfilmung des „Hobbit“ (2012–2014) Gundabad ein eigenes Gewicht, und sie nutzt den Berg deutlich stärker als die Vorlage. Schon im ersten Teil wird Azog ausdrücklich als Ork aus Gundabad eingeführt. Damit verbinden die Filme den Heerführer des Zwergenkriegs mit dem nördlichen Orksitz, eine Verknüpfung, die das Buch nicht herstellt. Gespielt wird Azog von Manu Bennett im Motion-Capture-Verfahren. Bolg, der im Roman allein an der Spitze des Nordheeres steht, verkörpert im zweiten Teil John Tui und im dritten Lawrence Makoare. Weil Azog in den Filmen die Schlacht von Azanulbizar überlebt, verschiebt sich das Verhältnis von Vater und Sohn. Bolg ist dort nicht mehr der Rächer eines Toten, sondern Befehlsempfänger eines lebenden Anführers.
Die größte Abweichung betrifft den Aufmarsch vor dem Einsamen Berg. Im Buch zieht ein einziges Heer aus dem Norden heran. Die Filme teilen es dagegen auf: Azogs Hauptmacht kommt aus Dol Guldur, und erst später trifft ein zweites Heer aus Gundabad unter Bolg ein. Außerdem wird der Berg in den Filmen tatsächlich betreten. Legolas und die für die Filme erfundene Elbin Tauriel erkunden ihn und entdecken dort das sich sammelnde Heer. Gundabad wird so vom bloß genannten Ort jenseits des Blickfelds zu einem gezeigten Schauplatz, und seine Rolle als unsichtbarer Ursprung der Bedrohung geht verloren. Die zwergische Vorgeschichte des Berges, die nur im späten Nachlass überliefert ist, greifen die Filme nicht als Handlungselement auf.
Thal
2 Absätze
Eine eigene Gestalt als Schauplatz erhält Thal erst in Peter Jacksons dreiteiliger Verfilmung des „Hobbit“ (2012–2014). Schon der erste Film beginnt mit einem Rückblick, der die Stadt vor dem Unglück zeigt und den Überfall des Drachen auf Berg und Tal an den Anfang der Handlung rückt. Der Roman überlässt diese Vorgeschichte Thorins Bericht in Beutelsend. Girion tritt dabei als handelnde Figur auf und wird von Luke Evans gespielt, der in den späteren Teilen auch Bard verkörpert. Die doppelte Besetzung macht die Abstammung sichtbar, die das Buch nur benennt. Die Verfilmung ergänzt außerdem eine Episode, die Tolkien nicht kennt: Girion versucht den Drachen mit schweren Pfeilen von einer Wehranlage aus zu erlegen und verletzt ihn dabei. Damit wird der Grund für Smaugs späteren Tod nach Thal verlegt. Im Buch erfährt Bard von der verwundbaren Stelle erst durch die Nachricht der Drossel.
Im abschließenden Teil der Trilogie wird Thal noch stärker zum Mittelpunkt. Die Flüchtlinge aus der zerstörten Seestadt suchen in den Ruinen Zuflucht, und ein großer Teil der Schlacht der Fünf Heere wird in die Straßen der verlassenen Stadt verlegt. Bei Tolkien liegt das Gewicht der Kämpfe dagegen auf den Ausläufern des Berges und im Tal davor. Durch diese Verschiebung wird Thal im Film zum Ort, an dem die Menschen ihre eigene Stadt verteidigen, während es im Roman vor allem Ausgangspunkt und Lagerplatz bleibt. In Jacksons Verfilmung des „Herrn der Ringe“ (2001–2003) spielt Thal dagegen keine sichtbare Rolle. Der Krieg im Norden und die Schlacht vor dem Erebor, die das Buch in Berichten und Anhängen festhält, werden dort nicht dargestellt.
Weißer Rat
2 Absätze
Als handelnde Versammlung erscheint der Rat erst in Peter Jacksons dreiteiliger Verfilmung des „Hobbit“. Die Filme besetzen ihn mit vier Gestalten: Ian McKellen spielt Gandalf, Christopher Lee Saruman, Hugo Weaving Elrond und Cate Blanchett Galadriel. Alle vier übernahmen damit Rollen, die sie schon in Jacksons früherer Trilogie nach dem „Herrn der Ringe“ verkörpert hatten; dort tritt der Rat selbst jedoch nicht als Gremium auf. Círdan und die übrigen Fürsten der Eldar, die die Überlieferung dem Kreis zurechnet, fehlen. So schrumpft die Versammlung auf jene Figuren, die dem Kinopublikum bereits vertraut waren. Zugleich verlegen die Filme eine Zusammenkunft nach Bruchtal, in die Tage, in denen Thorins Gesellschaft dort rastet, und verknüpfen Beratung und Zwergenfahrt damit enger, als es der Roman tut.
Die gewichtigste Abweichung betrifft den Wissensstand der Weisen. Im Buch war seit Gandalfs zweiter Erkundung geklärt, wer in Dol Guldur herrschte; die Filme halten diese Frage bis in die Handlung des Jahres 2941 offen und lassen Saruman die Warnzeichen als unbegründet abtun. Hinzuerfunden ist außerdem eine Gefangenschaft Gandalfs in der Festung, die Tolkien für dieses Jahr nicht kennt. Den Angriff auf den Nekromanten, von dem der Roman nur im Rückblick erfährt, gestalten die Filme als offenen Kampf, an dem Galadriel, Elrond und Saruman persönlich beteiligt sind. Dabei treten bereits Ringgeister in Erscheinung, obwohl nach der Zeittafel erst ein Jahrzehnt später drei von ihnen nach Dol Guldur entsandt wurden. Die Verfilmung macht so aus einer im Hintergrund gefassten Entscheidung einen sichtbaren Handlungsstrang neben der Fahrt zum Erebor.
Angmar
1 Absatz
Mehr Raum erhält das Erbe Angmars in Jacksons späterer Trilogie zum „Hobbit“ (2012–2014), die Stoff aus den Anhängen hinzuzieht, ihn dabei aber frei weiterentwickelt. Hier taucht eine Morgulklinge auf, die dem Hexenkönig zugeschrieben wird, und die Filme lassen die Ringgeister nach ihrer Niederlage im Norden in Felsengräbern auf den Hochmooren von Rhudaur bestattet sein. Gandalf sucht diese Gräber auf und findet sie leer. Für diese Grablegung gibt es in Tolkiens Werk keine Entsprechung. Dort wird der Hexenkönig nach der Schlacht vor Fornost nicht bezwungen und beigesetzt, sondern entzieht sich und kehrt später nach Mordor zurück. Die Hobbit-Filme nutzen Angmar so als Hintergrund für die Wiederkehr des Feindes, ohne das Reich selbst zu zeigen oder seine Geschichte zu erzählen.
Aragorn
1 Absatz
Jacksons Fassung verändert die Anlage der Figur an mehreren Stellen: Der Film-Aragorn zweifelt lange an seinem Erbe und schreckt vor dem Anspruch auf den Thron zurück, während er im Buch von Beginn an bewusst auf das Königtum zugeht. Narsil bleibt in Bruchtal zurück und wird nicht vor dem Aufbruch der Gemeinschaft neu geschmiedet; stattdessen überbringt Elrond das Schwert Andúril erst im dritten Film vor dem Gang auf die Pfade der Toten, wodurch die Graue Schar der nördlichen Dúnedain samt Halbarad entfällt. Neu hinzuerfunden ist eine Episode im zweiten Film, in der Aragorn nach einem Warg-Angriff einen Abhang hinabstürzt und für tot gehalten wird; die erweiterte Fassung des dritten Films lässt ihn zudem den Mund Saurons vor dem Schwarzen Tor erschlagen. In Jacksons Hobbit-Verfilmung tritt Aragorn nicht auf, wird aber am Ende des dritten Teils erwähnt, als Thranduil seinen Sohn Legolas zu einem jungen Waldläufer namens Streicher schickt — nach der Zeittafel der Anhänge wäre Aragorn zur Handlungszeit allerdings erst zehn Jahre alt.
Arnor
1 Absatz
Die spätere Hobbit-Trilogie greift das Nordreich über den Hexenkönig auf und geht dabei über Tolkiens Text hinaus. Sie fügt eine Grabstätte der Ringgeister im Bergland von Rhudaur hinzu, die im zweiten Teil, „Smaugs Einöde“, von Gandalf und Radagast aufgesucht wird. Eine solche Bestattung der Neun kennt das Buch nicht. Auch der Zusammenhang, dass die Ringgeister zur Zeit Bilbos an einem Ort des alten Nordreichs verwahrt gewesen seien, ist eine Erfindung der Drehbuchfassung. Für die Geschichte Arnors selbst bringt die Trilogie darüber hinaus nichts Belegbares; das Land dient ihr als Kulisse für die Rückkehr des Feindes, nicht als Reich mit eigener Vergangenheit.
Auenland
1 Absatz
In den drei Filmen Peter Jacksons ist das Auenland vor allem Hobbingen: Für die Aufnahmen wurde auf einer Schaffarm bei Matamata auf der neuseeländischen Nordinsel ein begehbares Dorf mit Höhlenfronten, Gärten und Mühlteich angelegt, das für die spätere Hobbit-Trilogie in dauerhaften Materialien neu errichtet wurde und seither bestehen blieb. Erzählerisch fasst die Verfilmung die Anfangskapitel stark zusammen — zwischen dem Geburtstagsfest und Frodo Beutlins Aufbruch vergeht kaum spürbare Zeit statt siebzehn Jahren, die Verabredung der jüngeren Verwandten entfällt, und Meriadoc und Peregrin geraten eher zufällig in die Reise, nachdem sie einem Bauern das Feld geplündert haben. Der Alte Wald jenseits des Brandywein und die Hügelgräberhöhen fehlen ganz, ebenso Tom Bombadil. Die schwerwiegendste Abweichung liegt am Schluss: Die Rückkehr in ein besetztes, verwüstetes Land findet nicht statt, die Heimkehrer treffen ein unverändertes Auenland an, und Saruman stirbt im Süden. Das Bild der zerstörten Heimat, das Samweis im Spiegel Galadriels gezeigt wird, bleibt dabei erhalten, ohne dass es sich später erfüllt. Ralph Bakshis unvollendeter Zeichentrickfilm setzt ebenfalls beim Fest ein, lässt die Wanderung durch das Land und Bombadil aus und bricht ohnehin lange vor jeder Rückkehr ab.
Balin
1 Absatz
Die einzige Fassung, die Balin als handelnde Figur in vollem Umfang ausgestaltet, ist Peter Jacksons Hobbit-Trilogie von 2012 bis 2014; gespielt wird er dort von dem schottischen Schauspieler Ken Stott. Da die drei Filme den kurzen Roman auf beträchtliche Länge dehnen und dafür Stoff aus den Anhängen des Herrn der Ringe hinzuziehen, wächst ihm eine Rolle zu, die das Buch nicht kennt: Er tritt als ältester und engster Ratgeber Thorins auf und übernimmt die Erzählerstimme für die Vorgeschichte von Thrórs Tod und der Schlacht vor dem Osttor Morias, die im Buch als knapper Anhangsbericht ohne Zeugen steht. Diese Rückblende weicht zugleich am deutlichsten ab, denn der Ork Azog überlebt in der Filmfassung jene Schlacht und wird zum durchgehenden Widersacher der Trilogie, während er in Tolkiens Darstellung dort fällt. Hinzu kommt ein Handlungsfaden, für den es im Roman keine Entsprechung gibt: Balin wird zu demjenigen, der Thorins wachsende Verfallenheit an den Hort früh bemerkt und ihr widerspricht. In Jacksons Verfilmung des Herrn der Ringe von 2001 bis 2003 erscheint er dagegen nur noch als Grabmal in der Kammer von Mazarbul, deren Aufzeichnungen der Film gegenüber der Vorlage stark verkürzt.
Bard
1 Absatz
Ungleich breiter angelegt ist die Figur in Peter Jacksons dreiteiliger Verfilmung, wo Luke Evans sie im zweiten und dritten Teil verkörpert. Da der kurze Roman hier über drei Filme gedehnt wird, erhält Bard eine Vorgeschichte, die das Buch nicht kennt: Er ist Kahnführer und Schmuggler statt Hauptmann der Bogenschützen, lebt mit drei Kindern in ärmlichen Verhältnissen und gerät als erklärter Gegner des Stadtoberhauptes zeitweise in Haft. Aus dem einen Sohn, den die Anhänge nennen, werden dabei drei Kinder mit eigenen Namen. Auch der Drachentod ist umgestaltet: Die sprechende Drossel entfällt, das Wissen um die schadhafte Stelle im Panzer wird aus der Überlieferung über Girions vergeblichen Schuss hergeleitet, und der Schwarze Pfeil ist ein schweres Geschoss, das Bard nicht vom Bogen, sondern von einer behelfsmäßig gerichteten Wurfmaschine auf einem Turm der brennenden Stadt abschießt, wobei sein Sohn ihm zur Hand geht. Das Stadtoberhaupt kommt hier bereits beim Angriff um und nicht erst später als Flüchtling mit dem Gold. Die abschließende Wendung des Buches — Wiederaufbau Thals und Königtum — wird nicht mehr ausgeführt; die Fassung belässt Bard in der Rolle des Sprechers und Führers der Überlebenden, was seinen Anteil an den Verhandlungen vor dem Berg deutlich stärker macht als seinen dynastischen Anspruch.
Bilbo Beutlin
1 Absatz
In Peter Jacksons Realverfilmung des Herrn der Ringe (2001–2003) spielte Ian Holm den gealterten Bilbo — derselbe Schauspieler, der 1981 im BBC-Hörspiel noch Frodo gesprochen hatte. In der anschließenden Hobbit-Trilogie (2012–2014) übernahm Martin Freeman den jungen Bilbo, während Ian Holm in der Rahmenhandlung zurückkehrte. Diese Trilogie dehnte den einen Roman auf drei Filme und ergänzte Stoff aus den Anhängen des Herrn der Ringe; für die Figur selbst ergaben sich dabei einzelne Abweichungen vom Buch: Im Gespräch im Drachenhort gibt der Film Bilbos Unsichtbarkeit auf, sodass Smaug ihm sichtbar gegenübersteht, und in der Schlacht der Fünf Heere bleibt er bei Bewusstsein, kämpft mit und wird zum unmittelbaren Zeugen von Thorins Tod.
Bree
1 Absatz
In der späteren Hobbit-Trilogie kehrt Bree zurück. Der zweite Film setzt mit dem Zusammentreffen von Gandalf und Thorin ein und verlegt es in die Gaststube des Gasthauses, wo der Anhang des Romans nur eine Begegnung in der Nähe des Ortes kennt; dazu tritt eine Bedrohung Thorins, von der Tolkien an dieser Stelle nichts berichtet. Unter den älteren Fassungen führt Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 die Einkehr der Hobbits im Dorf vor, der Wirt wird dort von Alan Tilvern gesprochen. Das Hörspiel der BBC von 1981, das der Romanhandlung insgesamt am engsten folgt, gibt der Episode in Bree breiten Raum; den Wirt spricht James Grout.
Bruchtal
1 Absatz
In Peter Jacksons Trilogie spielt Hugo Weaving den Herrn des Tales. Die auffälligste Abweichung betrifft erneut die Furt: An Glorfindels Stelle tritt Arwen, die den Verwundeten auf ihrem Pferd ins Tal bringt und die Flut selbst heraufruft. Der Rat verliert überdies seinen beratenden Charakter und wird als offener Streit der Völker angelegt, aus dem der Beschluss erst hervorgeht, nachdem der Ringträger sich meldet. Auch das Geborstene Schwert bleibt in den Filmen zunächst ein bloßes Erbstück im Haus; neu geschmiedet und überbracht wird es erst im dritten Teil, während es im Buch noch vor dem Aufbruch der Gemeinschaft im Tal wiederhergestellt wird. Die spätere Hobbit-Trilogie kehrt mit demselben Darsteller dorthin zurück und fügt eine Zusammenkunft des Weißen Rates ein, die im Roman keine Entsprechung hat und aus dem Anhangsmaterial entwickelt ist.
Dáin II. Eisenfuß
1 Absatz
Als Figur mit Sprechrolle tritt Dáin bislang nur in einer einzigen Verfilmung auf: in Peter Jacksons Hobbit-Trilogie, und dort erst im abschließenden dritten Teil, der die Schlacht vor dem Einsamen Berg erzählt. Gespielt wird er von Billy Connolly, dessen Darstellung digital überarbeitet wurde; die Rolle ist als grimmig-polternder Haudegen angelegt, während das Buch ihn vor allem als besonnenen Heerführer und späteren Ordner der Verhältnisse zeigt. Die auffälligste Abweichung betrifft sein Auftreten selbst: Statt der schwer gerüsteten Fußtruppe aus den Eisenbergen führt der Film eine berittene Streitmacht ein, und Dáin selbst erscheint auf einem Eber. Schwerer wiegt eine Verschiebung, die ihn seiner bekanntesten Tat beraubt — da die Trilogie Azog als durchgehenden Gegenspieler Thorins am Leben lässt, entfällt Dáins Sieg über den Ork-Häuptling vor den Toren Morias; in der Rückblende des ersten Films spielt er keine Rolle. Auch der Ausgang bleibt offen: Die Filme enden, ehe die Teilung des Hortes und Dáins Herrschaft über Erebor gezeigt würden.
Der Eine Ring
1 Absatz
Peter Jacksons Trilogie von 2001 bis 2003 ist die Fassung, deren Abweichungen am häufigsten erörtert werden. Die siebzehn Jahre zwischen Bilbos Fest und Frodos Aufbruch schrumpfen dort auf eine kurze Spanne. Faramir, der im Roman erklärt, er würde den Ring nicht einmal aufheben, lässt Frodo im zweiten Film unter Bewachung nach Osgiliath bringen und gibt ihn erst dort frei. Auch der Ausgang in der Feuerkammer ist geändert: Nicht die Ausgelassenheit des Finders bringt Gollum zu Fall, sondern ein Handgemenge am Rand des Abgrunds, aus dem Sam den Gefährten heraufholt. Ian Holm, im Hörspiel noch Frodo, spielt hier Bilbo; Gollum verkörpert Andy Serkis, auch in der Hobbit-Trilogie von 2012 bis 2014, die den kürzeren Roman auf drei Filme dehnt und zusätzlichen Stoff aus den Anhängen zieht, sodass der Fund unter dem Nebelgebirge in den Zusammenhang von Saurons Wiederkehr rückt.
Die Ringe der Macht
1 Absatz
Peter Jacksons Filmreihe von 2001 bis 2003 eröffnet mit einem gesprochenen Vorspann Galadriels, in dem Cate Blanchett die Verteilung der neunzehn Ringe und Saurons heimliches Werk zusammenfasst. Die Täuschung, aus der die Ringe hervorgingen, entfällt dabei: Weder Annatar noch Celebrimbor noch der Bund der Schmiede werden genannt, und wer die neunzehn gefertigt hat, bleibt offen. Von den Drei tritt allein Galadriels Ring erkennbar in Erscheinung; Círdan fehlt, und damit auch die Übergabe Naryas an Gandalf, dessen Ring in der Reihe unerwähnt bleibt. Die zwischen 2012 und 2014 erschienene Hobbit-Reihe greift den Stoff von der anderen Seite auf und trägt Material aus den Anhängen ein, geht darin aber weit über die Vorlage hinaus: Die Neun erscheinen dort als Wesen, die in Grabkammern im Hochland gebannt lagen und erst wieder freikommen — ein Vorgang, für den es bei Tolkien keine Grundlage gibt, da die Ringgeister dort nie bestattet wurden. Auch das Schicksal des letzten Zwergenringes wird szenisch ausgeführt und in der erweiterten Fassung mit Thráins Gefangenschaft in Dol Guldur verbunden, wo der Roman nur eine Zeile der Zeittafel bietet.
Drúedain
1 Absatz
Ralph Bakshis Zeichentrickfilm bricht nach der Schlacht um Helms Klamm ab und endet damit vor dem Teil des Romans, in dem die Wosen auftreten. Da die geplante Fortsetzung nie gedreht wurde, blieb das Volk in dieser Fassung ohne Darstellung. Auch die ältere Geschichte der Drúedain, ihr Leben unter den Haladin und ihre Aufnahme unter die Atani, hat in den Verfilmungen keinen Platz. Diese Filme stützen sich auf die Romane und deren Anhänge, und selbst Jacksons Hobbit-Trilogie, die über die Vorlage hinaus Stoff aus den Anhängen heranzieht, greift nicht auf die postum veröffentlichten Schriften zurück, in denen allein diese Überlieferung steht.
Düsterwald
1 Absatz
Weit mehr Raum nimmt der Wald in Peter Jacksons dreiteiliger Hobbit-Verfilmung ein, die den kurzen Roman auf drei Filme dehnt und dafür Stoff aus den Anhängen des Ringkriegs heranzieht. Der Elbenkönig erhält hier den aus den späteren Schriften stammenden Namen Thranduil und wird von Lee Pace gespielt; sein Sohn Legolas (Orlando Bloom), der in der Vorlage nicht vorkommt, wird ebenso in die Handlung eingefügt wie die eigens für die Filme erfundene Waldelbin Tauriel (Evangeline Lilly). Ein zweiter Handlungsstrang führt in den Süden des Waldes und macht aus dem, was das Buch nur als Randnotiz kennt, gezeigte Handlung: Gandalf wird in Dol Guldur gefangen gesetzt und vom Weißen Rat befreit, während die Vorlage beides außerhalb der erzählten Ereignisse belässt. Umgeformt ist auch die Flucht aus den Hallen des Königs, die von einer stillen Fahrt in verschlossenen Fässern zu einer Verfolgungsjagd auf dem Fluss wird. In Jacksons Ringkrieg-Trilogie hingegen wird der Wald nicht betreten; er bleibt allein als Herkunft Legolas' gegenwärtig.
Elben
1 Absatz
Peter Jacksons Filmreihe von 2001 bis 2003 hat das heutige Bild dieses Volkes stärker geprägt als jede andere Fassung: Hugo Weaving als Elrond, Cate Blanchett als Galadriel, Orlando Bloom als Legolas und Liv Tyler als Arwen. Zwei Eingriffe werden regelmäßig genannt: Arwen übernimmt die Rettung Frodos an der Furt, die im Buch Glorfindel zufällt, der in den Filmen ganz entfällt; und vor Helms Klamm erscheint eine Streitmacht aus Lothlórien unter Haldir, für die es in der Vorlage keine Grundlage gibt. Die Hobbit-Trilogie von 2012 bis 2014 verstärkt diesen Zug, indem sie Legolas in eine Erzählung einfügt, in der er nicht vorkommt, und mit Tauriel eine Waldelbin erfindet, die es bei Tolkien nicht gibt; Thranduil erhält als Lee Pace einen Namen und ein Gewicht, die der Roman ihm nicht gibt.
Elrond
1 Absatz
Die Hobbit-Filme (2012–2014) besetzen die Rolle erneut mit Hugo Weaving. Die Mondrunen auf Thrórs Karte liest Elrond dort wie in der Vorlage, doch steht er dem Unternehmen gegen den Erebor ablehnend gegenüber und wird in Handlungsstränge eingebunden, die das Buch nicht kennt: die Beratungen des Weißen Rates in Bruchtal und einen Kampf gegen die Ringgeister bei der Räumung von Dol Guldur. Die Zeitrechnung ist dabei durchgehend gerafft, sodass Ereignisse, die in den Anhängen Jahrhunderte auseinanderliegen, in wenige Jahre zusammenfallen.
Erebor
1 Absatz
Erst Jacksons Hobbit-Trilogie von 2012 bis 2014 macht den Berg zum durchgehenden Mittelpunkt und weitet ihn dabei erheblich aus. Was der Roman nur rückblickend erzählt — der Reichtum unter Thrór und der Überfall des Drachen —, wird als eigene Vorgeschichte ausgespielt, und die Anhänge des „Herrn der Ringe“ liefern zusätzliches Material. Die auffälligsten Abweichungen betreffen den Aufenthalt im Berg selbst: Die verborgene Tür öffnet sich in der Verfilmung erst spät und unter anderen Umständen als im Buch, die Zwerge nehmen im Inneren den Kampf gegen Smaug auf und versuchen ihn in geschmolzenem Gold zu ersticken — ein Vorgang, den die Vorlage nicht kennt, da dort niemand außer Bilbo dem Drachen begegnet. Auch der Zeitpunkt von Smaugs Ausflug nach Esgaroth ist verschoben, so dass sein Tod erst den dritten Film eröffnet. Für den Schluss verlegt die Trilogie einen Teil der Schlacht vom Talkessel vor dem Tor auf den Rabenberg, wo Thorin, Fíli und Kíli in getrennten Zweikämpfen fallen, während sie im Buch im allgemeinen Kampf umkommen; Thorins Verfallenheit an den Hort ist zu einem breit ausgeführten Handlungsstrang erweitert.
Fangorn
1 Absatz
Peter Jacksons Trilogie von 2001 bis 2003 zeigt Fangorn ausführlich; die Aufnahmen entstanden wie der gesamte Film in Neuseeland, Baumbart spricht John Rhys-Davies, der zugleich Gimli verkörpert. Die auffälligste Abweichung betrifft den Entschluss zum Krieg: Während die Ent bei Tolkien nach langer Beratung selbst zum Aufbruch finden, endet die Versammlung im Film mit der Weigerung, sich einzumischen; erst als Pippin Baumbart dazu bringt, den Weg an den Südrand des Waldes zu nehmen, wo dieser die Kahlschläge sieht, kommt der Zug gegen Isengart zustande. Erhalten bleibt dagegen die Begegnung mit dem wiedergekehrten Gandalf im Wald sowie das Auftauchen der Huorns vor Helms Klamm, das der Film ohne Erklärung stehen lässt.
Galadriel
1 Absatz
In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 tritt Galadriel nur kurz auf, gesprochen von Annette Crosbie; das BBC-Hörspiel von 1981 besetzte die Rolle mit Marian Diamond. Weit prägender wurde Peter Jacksons Filmtrilogie (2001–2003), in der Cate Blanchett die Herrin des Goldenen Waldes verkörpert. Die Filme erweitern ihre Rolle gegenüber dem Buch: Galadriel spricht den einleitenden Prolog über die Geschichte der Ringe der Macht, wendet sich mehrfach in Gedankenrede an Frodo Beutlin und erscheint in der Versuchungsszene am Spiegel in einer überhöhten, visuell verfremdeten Gestalt, die das Buch so nicht schildert. In Jacksons Hobbit-Trilogie (2012–2014) tritt sie ebenfalls auf, obwohl sie im Buch nicht vorkommt: Sie nimmt an der dort ins Bild gesetzten Beratung des Weißen Rates in Bruchtal teil und betritt im dritten Teil selbst Dol Guldur, wo sie den geschwächten Gandalf birgt und den Nekromanten vertreibt — eine Ausgestaltung von Vorgängen, die die Vorlage nur andeutet.
Gandalf
1 Absatz
In den Verfilmungen wurde Gandalf von mehreren Darstellern verkörpert. Im Zeichentrickfilm von Rankin/Bass (1977, Der Hobbit) sprach John Huston die Figur, in Ralph Bakshis Animationsfilm (1978) William Squire. In Peter Jacksons Realverfilmungen des Herrn der Ringe (2001–2003) und des Hobbits (2012–2014) spielte Ian McKellen den Zauberer; für seine Darstellung in Die Gefährten wurde er für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. In der deutschen Synchronfassung lieh Joachim Höppner Gandalf in der Ringe-Trilogie die Stimme, nach Höppners Tod übernahm Eckart Dux die Rolle in den Hobbit-Filmen. Im Hörspielbereich sprach Michael Hordern die Figur in der BBC-Produktion von 1981, in der deutschen WDR-Fassung von 1992 Manfred Steffen.
Gimli
1 Absatz
In Peter Jacksons Dreiteiler von 2001 bis 2003 spielte John Rhys-Davies die Rolle; derselbe Darsteller sprach in der zweiten und dritten Folge auch Baumbart. Da Rhys-Davies deutlich hochgewachsen ist, wurde die Zwergengestalt durch Größendoubles, verschobene Kameraperspektiven und umfangreiche Maske hergestellt — ein Verfahren, das der Darsteller wegen der Verträglichkeit der Gesichtsteile später als beschwerlich schilderte. Inhaltlich verschiebt sich die Figur am stärksten in ihrer Funktion: Wo das Buch den Zwerg als ernsten, urteilsfähigen Steinkenner führt, übernimmt er in den Filmen weitgehend die Rolle der komischen Entlastung, samt eigens erfundener Späße wie dem Trinkwettstreit in Edoras der erweiterten Fassung. Sein Blick auf Aglarond und der Plan, dort später eine Siedlung zu gründen, entfallen ebenso wie der gesamte Ausklang des Vierten Zeitalters, sodass die Filme über sein weiteres Schicksal nichts mitteilen. In Jacksons Hobbit-Dreiteiler von 2012 bis 2014 tritt Gimli nicht auf; er wird dort lediglich als Sohn Glóins erwähnt, während sein Vater zu den Begleitern Thorins zählt.
Gollum
1 Absatz
Prägend für das heutige Bild der Figur wurde Peter Jacksons Filmtrilogie (2001–2003), in der Andy Serkis Gollum mittels Motion-Capture-Verfahren verkörperte; in der deutschen Fassung sprach ihn Andreas Fröhlich. Die Rückblende zu Beginn des dritten Films zeigt Serkis zudem leibhaftig als noch unverwandelten Sméagol beim Mord an Déagol, den das Buch nur in Gandalfs Bericht referiert. Die Filme fügen außerdem eine im Roman fehlende Intrige hinzu: Gollum wirft das Elbenbrot fort und lastet den Diebstahl Sam an, worauf Frodo den Gefährten fortschickt. Auch das Ende am Schicksalsberg verläuft verändert — statt im Triumphtaumel selbst den Halt zu verlieren, stürzt Gollum im Ringen mit dem erneut angreifenden Frodo in die Feuerklüfte. Für Jacksons Hobbit-Verfilmung (2012) kehrte Serkis in der Rätselszene ein weiteres Mal in die Rolle zurück.
Hobbits
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Das verbreitete Bild des Volkes prägte Peter Jacksons Trilogie von 2001 bis 2003, in der Elijah Wood, Sean Astin, Dominic Monaghan und Billy Boyd die vier Reisenden spielten und Ian Holm den alten Bilbo. Der Größenunterschied entstand ohne gezeichnete Figuren, durch perspektivische Anordnung der Darsteller, überdimensionierte Bauten und Requisiten sowie eigens eingesetzte Doppel. Von der Vorlage weicht die Fassung mehrfach ab: Die siebzehn Jahre zwischen Bilbos Fest und Frodos Aufbruch entfallen, Meriadoc und Peregrin geraten eher zufällig in die Reise, statt sie planvoll vorzubereiten, Frodo schickt Samweis auf dem Weg nach Cirith Ungol fort, und die Befreiung des besetzten Auenlands fehlt ganz, sodass die Heimkehrer ein unversehrtes Land vorfinden. Die spätere Hobbit-Trilogie von 2012 bis 2014 besetzte den jungen Bilbo mit Martin Freeman, behielt Holm für die Rahmenhandlung bei und rückt ihn deutlich tatkräftiger in den Vordergrund, als das kürzere Buch es vorsieht.
Legolas
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Am bekanntesten ist die Darstellung durch Orlando Bloom in Peter Jacksons Filmtrilogie von 2001 bis 2003. Sie erweitert die Figur erheblich: Wo das Buch ihre Fähigkeiten nüchtern hält, zeigen die Filme akrobatische Kunststücke, für die es in der Vorlage keine Entsprechung gibt — das Besteigen eines laufenden Pferdes im Sprung, die Fahrt auf einem Schild die Treppe hinab in Helms Klamm, die Erlegung eines Olifanten samt Besatzung im Alleingang auf den Pelennor-Feldern. Auch der Wettstreit mit Gimli fällt anders aus, denn die Filme heben die Zahlen an und lassen den Zwerg mit dreiundvierzig gegen zweiundvierzig gewinnen. Verändert ist ferner der Süden des Feldzugs: Aragorn, Legolas und Gimli ziehen allein mit dem Heer der Toten nach Pelargir, und die Toten greifen anschließend in die Schlacht vor Minas Tirith ein, während sie im Roman nach der Einnahme der Flotte entlassen werden. Ganz ohne Grundlage ist der Auftritt in der Hobbit-Trilogie von 2012 bis 2014, in der Bloom die Rolle erneut übernimmt: In Tolkiens früherem Roman kommt Legolas nicht vor, hier aber wird er zur durchgehenden Nebenfigur am Hof seines Vaters und in eine erfundene Dreiecksgeschichte um die eigens für den Film geschaffene Elbin Tauriel eingebunden.
Mordor
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Peter Jacksons Filmreihe von 2001 bis 2003, in Neuseeland gedreht, prägt die verbreitete Vorstellung des Landes am stärksten, und entsprechend oft werden ihre Abweichungen erörtert. Auf der Treppe zum hohen Pass schickt Frodo dort Sam fort, wovon das Buch nichts weiß; der Mund Saurons tritt nur in der erweiterten Fassung auf und wird vor dem Schwarzen Tor erschlagen, statt davonzureiten; und die Vernichtung des Ringes wird zum Handgemenge, bei dem Frodo und Gollum gemeinsam über den Rand stürzen, während im Buch allein Gollum fällt. Auch das Ende ist ausgeweitet: Der Boden reißt auf und verschlingt die Heere, die im Buch lediglich Halt und Willen verlieren. Die Hobbit-Filme von 2012 bis 2014 führen überdies vor, wie Sauron nach seiner Vertreibung aus dem Süden nach Osten in sein altes Reich ausweicht — ein Vorgang, den die Anhänge nur berichten.
Nandor
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Unter ihrem eigenen Namen kommen die Nandor in keiner Verfilmung vor. Ihre Zeit in Ossiriand und der Tod Denethors wurden nie adaptiert, und das Volk wird nur über seine Nachfahren im Osten sichtbar, die Waldelben des Dritten Zeitalters. Am ausführlichsten geschieht das in Peter Jacksons Hobbit-Trilogie. Dort spielt Lee Pace den König des Waldlandreichs, Thranduil, den der Roman nur als Elbenkönig ohne Namen kennt. Deutlich weiter vom Buch entfernen sich zwei Ergänzungen. Legolas, gespielt von Orlando Bloom, tritt in einer Geschichte auf, in der Tolkien ihn nicht erwähnt. Hinzu kommt Tauriel, eine Anführerin der Wache, die Evangeline Lilly verkörpert und die ohne jede Vorlage in Tolkiens Werk für die Filme erfunden wurde. Die ältere Zeichentrickfassung von Rankin/Bass hält sich enger an die knappe Rolle des Volkes im Roman. Den Elbenkönig spricht dort Otto Preminger.
Nenya
1 Absatz
In Peter Jacksons Verfilmung des Ringkrieges (2001–2003) spielt Cate Blanchett Galadriel, und der Ring an ihrer Hand ist von ihrem ersten Auftritt an ohne Weiteres zu sehen. Damit entfällt der Vorbehalt der Vorlage, dass die Drei nur demjenigen sichtbar werden, der selbst einen Ring der Macht getragen hat; Frodos Wahrnehmung erscheint im Film nicht als eine erworbene Fähigkeit, sondern als gewöhnliches Sehen. Erhalten bleibt dagegen die Prüfung der Trägerin: Das Angebot des Einen und dessen Zurückweisung stehen auch hier an derselben Stelle des Aufenthalts in Lothlórien. Die Vorgeschichte, mit der der erste Teil einsetzt, wird von Galadriel gesprochen und fasst die Verteilung der Ringe an Elben, Zwerge und Menschen zusammen, ohne die Drei einzeln beim Namen zu nennen. In der späteren Hobbit-Trilogie desselben Regisseurs (2012–2014) tritt dieselbe Darstellerin erneut auf und erhält mit dem Weißen Rat und den Vorgängen um Dol Guldur einen Handlungsstrang, den die zugrunde liegende Erzählung nicht kennt.
Orks
1 Absatz
In Peter Jacksons Filmtrilogie werden die Orks überwiegend durch Masken- und Prothesenarbeit an Darstellern verkörpert und in den großen Schlachtszenen durch digital erzeugte Massen ergänzt. Deutlich sichtbar wird die Bearbeitung an einzelnen Figuren: Der Uruk-Hauptmann Lurtz, gespielt von Lawrence Makoare, ist eine Erfindung des Films und tötet dort Boromir, während das Buch den Anführer des Angriffs nicht benennt. Ebenso erhält Gothmog, im Roman nur beiläufig als Befehlshaber aus Minas Morgul erwähnt, in der Verfilmung eine ausgeführte Rolle als Feldherr auf den Pelennor-Feldern, wiederum von Makoare dargestellt; Uglúk wird von Nathaniel Lees, Grishnákh von Stephen Ure gesprochen und gespielt. Die Entstehung der Uruk-hai zeigen die Filme als Ausgraben aus Schlammgruben unter Isengart – ein Vorgang, den die Vorlage nirgends beschreibt. In der später gedrehten Hobbit-Trilogie wiegt die auffälligste Abweichung noch schwerer: Azog, von Manu Bennett in Bewegungsaufnahme gespielt, überlebt dort die Schlacht von Azanulbizar und verfolgt Thorin durch alle drei Filme, obwohl er nach den Anhängen bereits dort fiel; Bolg übernahm Lawrence Makoare, dem Großen Ork lieh Barry Humphries die Stimme.
Panzerhemd aus Mithril
1 Absatz
Jacksons Hobbit-Trilogie (2012–2014) trägt die früheste Station nach und zeigt, wie Thorin Eichenschild dem Hobbit das Hemd im Berg übergibt. Anders als im Roman geschieht das nicht beim Rüsten der Gemeinschaft und ohne die dort mitgenannten Beigaben aus lederner Kappe und Gürtel, sondern als ein einzelnes Geschenk zwischen den beiden, das die Filme in Thorins Verhältnis zum Schatz einbetten. Die älteren Bearbeitungen erfassen den Gegenstand nur teilweise, schon wegen ihres Zuschnitts: Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 bricht nach dem Kampf um Helms Klamm ab, so dass der Verlust in Cirith Ungol und der Auftritt vor dem Schwarzen Tor außerhalb seines Rahmens bleiben, während der Rankin/Bass-Film von 1980 erst beim letzten Teil der Handlung einsetzt, zu einem Zeitpunkt also, an dem der Träger das Hemd längst nicht mehr besitzt. Die sechsundzwanzigteilige Hörspielreihe der BBC von 1981 gilt als die vollständigste der frühen Fassungen; da ihr das Bild fehlt, kann ein Gegenstand dort nur bestehen, soweit die Figuren von ihm sprechen — was das Buch der Beschreibung überlässt, muss im Hörspiel gesagt werden.
Sauron
1 Absatz
In der späteren Hobbit-Trilogie, die zusätzlichen Stoff aus den Anhängen zieht, spricht Benedict Cumberbatch den Nekromanten. Was Tolkien nur als knappe Notiz der Zeittafel überliefert — die Vertreibung aus Dol Guldur durch den Weißen Rat —, wird dort zu einer ausgeführten Auseinandersetzung erweitert, und Gandalfs Gefangenschaft in der Feste ist eine Zutat der Filme ohne Entsprechung im Buch.
Smaug
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In Peter Jacksons dreiteiliger Verfilmung von 2012 bis 2014 sprach Benedict Cumberbatch die Rolle und lieh ihr zugleich über Bewegungsaufnahme das Spiel; derselbe Darsteller gab auch die Stimme des Nekromanten. Die Verteilung des Stoffes auf drei Filme trennt, was im Buch unmittelbar aufeinander folgt: Smaug erscheint erst im letzten Drittel des zweiten Teils, der nach ihm benannt ist, während sein Angriff auf die Seestadt an den Anfang des dritten rückt. Die auffälligste Abweichung betrifft die Zwerge. Statt vor der Geheimtür zu warten, dringen sie in den Berg ein und liefern dem Drachen eine ausgedehnte Verfolgung durch die Schmieden, an deren Ende der Versuch steht, ihn in geschmolzenem Gold zu ersticken — ein Vorgang, für den die Vorlage keinen Anhalt bietet. Verändert ist auch der Weg zum tödlichen Pfeil: Der Schütze ist hier ein Kahnführer mit Familie, der die Waffe von einer behelfsmäßigen Vorrichtung abschießt, und die vermittelnde Rolle der Drossel, die im Buch Beobachtung und Schuss verbindet, tritt fast völlig zurück.
Thorin & Co.
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Anders verfährt Peter Jacksons Trilogie aus den Jahren 2012 bis 2014, die jedem der dreizehn einen eigenen Darsteller und ein eigenes Profil gibt. Richard Armitage spielt Thorin, Ken Stott Balin, Graham McTavish Dwalin, Dean O’Gorman Fili und Aidan Turner Kili; James Nesbitt übernimmt Bofur, Stephen Hunter Bombur, William Kircher Bifur, Mark Hadlow Dori, Jed Brophy Nori, Adam Brown Ori, John Callen Oin und Peter Hambleton Gloin. Die Filme greifen auf die Anhänge zurück und erweitern die Handlung um eigenen Stoff. Zu den deutlichsten Abweichungen gehört der Ork Azog, der nach den Anhängen längst vor der Fahrt gefallen war, hier aber die Gesellschaft als Widersacher verfolgt und Thorin zuletzt im Zweikampf gegenübersteht. Außerdem trennt sich die Gemeinschaft zeitweise: Kili, Fili, Oin und Bofur bleiben in der Seestadt zurück, als die übrigen zum Berg aufbrechen. Kili erhält zudem eine Zuneigung zur Elbin Tauriel, einer Figur, die das Buch nicht kennt. Schließlich stellen sich die Zwerge dem Drachen im Innern des Berges selbst entgegen, während sie im Buch dem Hort fernbleiben, solange er lebt.
Thorin Eichenschild
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Peter Jacksons dreiteilige Verfilmung des Hobbit besetzt die Rolle mit Richard Armitage und rückt Thorin in eine Hauptstellung, die der Roman dem Hobbit vorbehält. Die Figur erscheint jünger, kämpferischer und weniger förmlich als in der Vorlage; die Neigung zu Harfenspiel und ausgreifender Rede tritt hinter das Bild des Heerführers zurück. Die auffälligste Abweichung betrifft den Gegenspieler: Der Ork Azog, der nach Tolkiens Bericht bereits bei Azanulbizar erschlagen wird, überlebt hier und verfolgt Thorin über alle drei Filme hinweg, während Bolg zur Nebenfigur herabgestuft ist. Entsprechend stirbt Thorin nicht wie im Buch, aus dem Getümmel getragen, sondern im Zweikampf mit diesem Feind, den beide nicht überleben. Hinzu kommen erfundene Auftritte — eine Auseinandersetzung mit Smaug in den Hallen von Erebor, ein erheblich erweitertes Geschehen im Reich Thranduils mit neu eingeführten Elbenfiguren — sowie eine breit ausgespielte Darstellung der Drachenkrankheit als länger anhaltende Verstörung mit deutlichen Zeichen des Wahns. Beibehalten sind der Streit um den Arkenstein, der Bruch mit dem Hobbit und die Aussöhnung am Ende.
Thranduil
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Erst Jacksons dreiteilige Verfilmung des Hobbits (2012–2014) macht aus der Nebengestalt eine tragende Rolle; gespielt wird sie von Lee Pace. Die Abweichungen sind erheblich und betreffen vor allem die Vorgeschichte: Der König erhält einen Auftritt lange vor der eigentlichen Handlung, zur Zeit des Drachenüberfalls auf den Einsamen Berg, und sein Verhältnis zu den Zwergen wird von dort her als persönliche Schuldgeschichte aufgebaut. Der alte Rechtsstreit um Silber und weiße Edelsteine, den das Buch nur allgemein andeutet, wird auf ein bestimmtes Erbstück seiner Gemahlin zugespitzt — einer Person, die in Tolkiens Texten an keiner Stelle vorkommt. Neu erfunden ist außerdem Tauriel, die Hauptfrau seiner Wache, samt einer Liebeshandlung, die Legolas und den Zwerg Kíli einbezieht. Legolas selbst, der im Roman nicht auftritt, ist durchgehend anwesend, und der Zwist zwischen Vater und Sohn wird offen ausgespielt, während beide in den Büchern niemals gemeinsam in einer Szene stehen. Auch der Schlachtverlauf ist verändert: Der König greift persönlich und sichtbar ein, wo die Vorlage ihn eher als zögernden Heerführer zeichnet, der das Warten dem Angriff vorzieht.
Vilya
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In den älteren Bearbeitungen bleibt Vilya ohne eigenes Gewicht. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm bricht nach dem Kampf am Hornburg-Tal ab und erreicht das Ende der Geschichte gar nicht, sodass der einzige Augenblick, in dem der Ring im Buch überhaupt sichtbar wird, entfällt; Elrond, gesprochen von André Morell, tritt nur als Herr des Rates in Bruchtal auf. Die BBC-Hörfassung von 1981 ist mit sechsundzwanzig Teilen die ausführlichste der frühen Bearbeitungen und führt die Handlung bis zum Abschied an den Anfurten; Elrond spricht dort Hugh Dickson. Peter Jacksons Trilogie nennt den Namen Vilya in keiner Szene und räumt dem Ring keinen eigenen Auftritt ein – anders als bei Galadriel, deren Reif in Lothlórien eigens zur Sprache kommt. Hugo Weavings Elrond wird also nicht als Ringträger eingeführt, und Gil-galad erscheint nur in der einleitenden Vorgeschichte (Mark Ferguson), ohne dass die Weitergabe des Ringes berührt würde. Auch in derselben Regie entstandene Hobbit-Trilogie, die Elrond und den Weißen Rat breit ausbaut, greift den Gegenstand nicht auf.
Waldelben
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Peter Jacksons Trilogie zum „Herrn der Ringe“ besetzt Legolas mit Orlando Bloom und Haldir mit Craig Parker. Die folgenreichste Abweichung betrifft die Galadhrim: Im zweiten Film zieht eine Schar aus Lórien unter Haldir nach Helms Klamm und kämpft dort an der Seite der Rohirrim, und Haldir fällt in dieser Schlacht. Im Buch nehmen an der Verteidigung der Klamm keine Elben teil. Die spätere Hobbit-Trilogie geht noch weiter über die Vorlage hinaus. Lee Pace spielt Thranduil, der hier von Beginn an bei seinem Namen genannt wird, und Bloom kehrt als Legolas zurück, obwohl dieser im Roman gar nicht vorkommt. Hinzu kommt mit Tauriel, gespielt von Evangeline Lilly, eine eigens erfundene Hauptmannin der Wache. Die Filme stellen sie ausdrücklich als silvanische Elbe dem Königshaus gegenüber und bringen damit die Trennung von Volk und Herren auf die Leinwand, die Tolkien erst in den nachgelassenen Schriften ausführt.
Zwerge
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In Peter Jacksons Ringverfilmung spielt John Rhys-Davies den Gimli als einzigen Vertreter seines Volkes; die Bearbeitung weist ihm merklich mehr komische Aufgaben zu als die Vorlage, und Galadriels Gabe der Haare erscheint nur in der erweiterten Schnittfassung. Die spätere Hobbit-Trilogie besetzt umgekehrt alle dreizehn Gefährten mit erkennbaren Darstellern, unter ihnen Richard Armitage als Thorin, Ken Stott als Balin, Graham McTavish als Dwalin, James Nesbitt als Bofur, Aidan Turner als Kíli und Billy Connolly als Dáin. Ihre auffälligsten Abweichungen betreffen die Vorgeschichte des Volkes: Der Ork Azog überlebt hier die Schlacht vor dem Osttor und verfolgt die Zwerge durch alle drei Filme, während die Anhänge ihn dort fallen lassen; hinzu treten die für den Film erfundene Elbin Tauriel und ihre Zuneigung zu Kíli sowie die Aufteilung der Schar in Esgaroth, die das Buch nicht kennt.
Quellen
- Der Hobbit (Filmtrilogie) — 2012–2014
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Legendarium (2026): „Der Hobbit (Filmtrilogie)“. Stand 19. August 2026. https://www.legendarium.page/de/adaptionen/hobbit-filmtrilogie/
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Legendarium. (2026). Der Hobbit (Filmtrilogie). Stand 19. August 2026. https://www.legendarium.page/de/adaptionen/hobbit-filmtrilogie/
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„Der Hobbit (Filmtrilogie)“. Legendarium, 2026, https://www.legendarium.page/de/adaptionen/hobbit-filmtrilogie/. Stand 19. August 2026.
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