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Der Hobbit (Filmtrilogie)

Peter Jacksons Trilogie, 2012–2014

ca. 1 Min

KI-generierte Stimme · wird laufend verbessert · auch verhüllte Schicksale werden mit vorgelesenKI-Stimme · wird laufend verbessert

Kurz gesagtAntwort-Kapsel

Die spätere Trilogie dehnt den kürzeren Roman auf drei Filme aus und zieht zusätzliches Material aus den Anhängen des Herrn der Ringe heran.

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Der Kinotrailer zum ersten Film, auf dem Kanal des Studios.

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Über diese Fassung

Die zweite Trilogie entstand wieder unter Peter Jacksons Regie und wieder in Neuseeland, am Drehbuch war neben Fran Walsh, Philippa Boyens und Jackson auch Guillermo del Toro beteiligt, der das Projekt zunächst selbst inszenieren sollte. Produziert wurde für New Line Cinema, Metro-Goldwyn-Mayer und WingNut Films, verliehen von Warner Bros.; die Teile kamen 2012, 2013 und 2014 ins Kino, ebenfalls je mit einer späteren verlängerten Fassung. Gedreht und vorgeführt wurde in 3D mit 48 Bildern je Sekunde — dem doppelten Kinostandard, was seinerzeit viel diskutiert wurde. Das Einspielergebnis lag bei rund 2,94 Milliarden Dollar.

Quelle: The Hobbit (film series), Wikipedia

Wo diese Fassung unsere Einträge berührt

31 Absätze in 30 Einträgen berufen sich auf diese Fassung. Jeder steht hier genauso da wie auf seiner eigenen Seite, mit demselben Kanon-Sigel und derselben Fundstelle.

Beorn

2 Absätze

Als handelnde Figur erscheint Beorn bislang nur in Peter Jacksons Hobbit-Trilogie, wo ihn der schwedische Schauspieler Mikael Persbrandt verkörpert; sein Auftritt verteilt sich auf den zweiten und den dritten Teil. Die Begegnung im Anduin-Tal ist dabei anders angelegt als in der Vorlage: An die Stelle des behutsam eingefädelten Gesprächs, mit dem Gandalf im Buch die wachsende Zahl seiner Gäste durchsetzt, tritt eine Verfolgung — die Gefährten erreichen die Halle auf der Flucht vor dem Bären selbst, und die Aufnahme ergibt sich aus der Bedrängnis, nicht aus einer geprüften Entscheidung des Hausherrn. Vor allem aber füllt der Film die Leerstelle, die Tolkien ausdrücklich offen lässt: Beorn wird als Letzter seiner Art vorgestellt, dessen Volk von den Orks verfolgt und unterworfen wurde. Damit erhält seine Feindschaft eine persönliche Vorgeschichte und ein Motiv, während sie in der Vorlage ohne Begründung bleibt.

Auch sein Eingreifen in die Schlacht ist umgestaltet. Im Buch erscheint er allein und ungeklärt auf dem Feld, trägt den verwundeten Zwergenkönig fort und tötet den Orkführer; im Film wird er von den Adlern zum Kampfplatz gebracht, gemeinsam mit dem Zauberer Radagast, und die beiden Taten, die ihn in der Vorlage zum Wendepunkt machen, fallen anderen Figuren zu — der Anführer der Orks stirbt dort durch einen Elben. Sein Auftritt bleibt entsprechend eine kurze Episode und keine Entscheidung. In den übrigen Fassungen kommt er nicht vor, was bereits im Stoff begründet liegt: Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978, das Hörspiel des BBC von 1981 und Jacksons frühere Trilogie von 2001 bis 2003 folgen dem Ringkrieg, in dem Beorn selbst nicht mehr handelt, sondern allenfalls sein Sohn und sein Volk erwähnt werden.

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Aragorn

1 Absatz

Jacksons Fassung verändert die Anlage der Figur an mehreren Stellen: Der Film-Aragorn zweifelt lange an seinem Erbe und schreckt vor dem Anspruch auf den Thron zurück, während er im Buch von Beginn an bewusst auf das Königtum zugeht. Narsil bleibt in Bruchtal zurück und wird nicht vor dem Aufbruch der Gemeinschaft neu geschmiedet; stattdessen überbringt Elrond das Schwert Andúril erst im dritten Film vor dem Gang auf die Pfade der Toten, wodurch die Graue Schar der nördlichen Dúnedain samt Halbarad entfällt. Neu hinzuerfunden ist eine Episode im zweiten Film, in der Aragorn nach einem Warg-Angriff einen Abhang hinabstürzt und für tot gehalten wird; die erweiterte Fassung des dritten Films lässt ihn zudem den Mund Saurons vor dem Schwarzen Tor erschlagen. In Jacksons Hobbit-Verfilmung tritt Aragorn nicht auf, wird aber am Ende des dritten Teils erwähnt, als Thranduil seinen Sohn Legolas zu einem jungen Waldläufer namens Streicher schickt — nach der Zeittafel der Anhänge wäre Aragorn zur Handlungszeit allerdings erst zehn Jahre alt.

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Auenland

1 Absatz

In den drei Filmen Peter Jacksons ist das Auenland vor allem Hobbingen: Für die Aufnahmen wurde auf einer Schaffarm bei Matamata auf der neuseeländischen Nordinsel ein begehbares Dorf mit Höhlenfronten, Gärten und Mühlteich angelegt, das für die spätere Hobbit-Trilogie in dauerhaften Materialien neu errichtet wurde und seither bestehen blieb. Erzählerisch fasst die Verfilmung die Anfangskapitel stark zusammen — zwischen dem Geburtstagsfest und Frodo Beutlins Aufbruch vergeht kaum spürbare Zeit statt siebzehn Jahren, die Verabredung der jüngeren Verwandten entfällt, und Meriadoc und Peregrin geraten eher zufällig in die Reise, nachdem sie einem Bauern das Feld geplündert haben. Der Alte Wald jenseits des Brandywein und die Hügelgräberhöhen fehlen ganz, ebenso Tom Bombadil. Die schwerwiegendste Abweichung liegt am Schluss: Die Rückkehr in ein besetztes, verwüstetes Land findet nicht statt, die Heimkehrer treffen ein unverändertes Auenland an, und Saruman stirbt im Süden. Das Bild der zerstörten Heimat, das Samweis im Spiegel Galadriels gezeigt wird, bleibt dabei erhalten, ohne dass es sich später erfüllt. Ralph Bakshis unvollendeter Zeichentrickfilm setzt ebenfalls beim Fest ein, lässt die Wanderung durch das Land und Bombadil aus und bricht ohnehin lange vor jeder Rückkehr ab.

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Balin

1 Absatz

Die einzige Fassung, die Balin als handelnde Figur in vollem Umfang ausgestaltet, ist Peter Jacksons Hobbit-Trilogie von 2012 bis 2014; gespielt wird er dort von dem schottischen Schauspieler Ken Stott. Da die drei Filme den kurzen Roman auf beträchtliche Länge dehnen und dafür Stoff aus den Anhängen des Herrn der Ringe hinzuziehen, wächst ihm eine Rolle zu, die das Buch nicht kennt: Er tritt als ältester und engster Ratgeber Thorins auf und übernimmt die Erzählerstimme für die Vorgeschichte von Thrórs Tod und der Schlacht vor dem Osttor Morias, die im Buch als knapper Anhangsbericht ohne Zeugen steht. Diese Rückblende weicht zugleich am deutlichsten ab, denn der Ork Azog überlebt in der Filmfassung jene Schlacht und wird zum durchgehenden Widersacher der Trilogie, während er in Tolkiens Darstellung dort fällt. Hinzu kommt ein Handlungsfaden, für den es im Roman keine Entsprechung gibt: Balin wird zu demjenigen, der Thorins wachsende Verfallenheit an den Hort früh bemerkt und ihr widerspricht. In Jacksons Verfilmung des Herrn der Ringe von 2001 bis 2003 erscheint er dagegen nur noch als Grabmal in der Kammer von Mazarbul, deren Aufzeichnungen der Film gegenüber der Vorlage stark verkürzt.

Zum Eintrag Balin

Bard

1 Absatz

Ungleich breiter angelegt ist die Figur in Peter Jacksons dreiteiliger Verfilmung, wo Luke Evans sie im zweiten und dritten Teil verkörpert. Da der kurze Roman hier über drei Filme gedehnt wird, erhält Bard eine Vorgeschichte, die das Buch nicht kennt: Er ist Kahnführer und Schmuggler statt Hauptmann der Bogenschützen, lebt mit drei Kindern in ärmlichen Verhältnissen und gerät als erklärter Gegner des Stadtoberhauptes zeitweise in Haft. Aus dem einen Sohn, den die Anhänge nennen, werden dabei drei Kinder mit eigenen Namen. Auch der Drachentod ist umgestaltet: Die sprechende Drossel entfällt, das Wissen um die schadhafte Stelle im Panzer wird aus der Überlieferung über Girions vergeblichen Schuss hergeleitet, und der Schwarze Pfeil ist ein schweres Geschoss, das Bard nicht vom Bogen, sondern von einer behelfsmäßig gerichteten Wurfmaschine auf einem Turm der brennenden Stadt abschießt, wobei sein Sohn ihm zur Hand geht. Das Stadtoberhaupt kommt hier bereits beim Angriff um und nicht erst später als Flüchtling mit dem Gold. Die abschließende Wendung des Buches — Wiederaufbau Thals und Königtum — wird nicht mehr ausgeführt; die Fassung belässt Bard in der Rolle des Sprechers und Führers der Überlebenden, was seinen Anteil an den Verhandlungen vor dem Berg deutlich stärker macht als seinen dynastischen Anspruch.

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Bilbo Beutlin

1 Absatz

In Peter Jacksons Realverfilmung des Herrn der Ringe (2001–2003) spielte Ian Holm den gealterten Bilbo — derselbe Schauspieler, der 1981 im BBC-Hörspiel noch Frodo gesprochen hatte. In der anschließenden Hobbit-Trilogie (2012–2014) übernahm Martin Freeman den jungen Bilbo, während Ian Holm in der Rahmenhandlung zurückkehrte. Diese Trilogie dehnte den einen Roman auf drei Filme und ergänzte Stoff aus den Anhängen des Herrn der Ringe; für die Figur selbst ergaben sich dabei einzelne Abweichungen vom Buch: Im Gespräch im Drachenhort gibt der Film Bilbos Unsichtbarkeit auf, sodass Smaug ihm sichtbar gegenübersteht, und in der Schlacht der Fünf Heere bleibt er bei Bewusstsein, kämpft mit und wird zum unmittelbaren Zeugen von Thorins Tod.

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Bruchtal

1 Absatz

In Peter Jacksons Trilogie spielt Hugo Weaving den Herrn des Tales. Die auffälligste Abweichung betrifft erneut die Furt: An Glorfindels Stelle tritt Arwen, die den Verwundeten auf ihrem Pferd ins Tal bringt und die Flut selbst heraufruft. Der Rat verliert überdies seinen beratenden Charakter und wird als offener Streit der Völker angelegt, aus dem der Beschluss erst hervorgeht, nachdem der Ringträger sich meldet. Auch das zerbrochene Schwert bleibt in den Filmen zunächst ein bloßes Erbstück im Haus; neu geschmiedet und überbracht wird es erst im dritten Teil, während es im Buch noch vor dem Aufbruch der Gemeinschaft im Tal wiederhergestellt wird. Die spätere Hobbit-Trilogie kehrt mit demselben Darsteller dorthin zurück und fügt eine Zusammenkunft des Weißen Rates ein, die im Roman keine Entsprechung hat und aus dem Anhangsmaterial entwickelt ist.

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Dáin II. Eisenfuß

1 Absatz

Als Figur mit Sprechrolle tritt Dáin bislang nur in einer einzigen Verfilmung auf: in Peter Jacksons Hobbit-Trilogie, und dort erst im abschließenden dritten Teil, der die Schlacht vor dem Einsamen Berg erzählt. Gespielt wird er von Billy Connolly, dessen Darstellung digital überarbeitet wurde; die Rolle ist als grimmig-polternder Haudegen angelegt, während das Buch ihn vor allem als besonnenen Heerführer und späteren Ordner der Verhältnisse zeigt. Die auffälligste Abweichung betrifft sein Auftreten selbst: Statt der schwer gerüsteten Fußtruppe aus den Eisenbergen führt der Film eine berittene Streitmacht ein, und Dáin selbst erscheint auf einem Eber. Schwerer wiegt eine Verschiebung, die ihn seiner bekanntesten Tat beraubt — da die Trilogie Azog als durchgehenden Gegenspieler Thorins am Leben lässt, entfällt Dáins Sieg über den Ork-Häuptling vor den Toren Morias; in der Rückblende des ersten Films spielt er keine Rolle. Auch der Ausgang bleibt offen: Die Filme enden, ehe die Teilung des Hortes und Dáins Herrschaft über Erebor gezeigt würden.

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Der Eine Ring

1 Absatz

Peter Jacksons Trilogie von 2001 bis 2003 ist die Fassung, deren Abweichungen am häufigsten erörtert werden. Die siebzehn Jahre zwischen Bilbos Fest und Frodos Aufbruch schrumpfen dort auf eine kurze Spanne. Faramir, der im Roman erklärt, er würde den Ring nicht einmal aufheben, lässt Frodo im zweiten Film unter Bewachung nach Osgiliath bringen und gibt ihn erst dort frei. Auch der Ausgang in der Feuerkammer ist geändert: Nicht die Ausgelassenheit des Finders bringt Gollum zu Fall, sondern ein Handgemenge am Rand des Abgrunds, aus dem Sam den Gefährten heraufholt. Ian Holm, im Hörspiel noch Frodo, spielt hier Bilbo; Gollum verkörpert Andy Serkis, auch in der Hobbit-Trilogie von 2012 bis 2014, die den kürzeren Roman auf drei Filme dehnt und zusätzlichen Stoff aus den Anhängen zieht, sodass der Fund unter dem Nebelgebirge in den Zusammenhang von Saurons Wiederkehr rückt.

Zum Eintrag Der Eine Ring

Die Ringe der Macht

1 Absatz

Peter Jacksons Filmreihe von 2001 bis 2003 eröffnet mit einem gesprochenen Vorspann Galadriels, in dem Cate Blanchett die Verteilung der neunzehn Ringe und Saurons heimliches Werk zusammenfasst. Die Täuschung, aus der die Ringe hervorgingen, entfällt dabei: Weder Annatar noch Celebrimbor noch der Bund der Schmiede werden genannt, und wer die neunzehn gefertigt hat, bleibt offen. Von den Drei tritt allein Galadriels Ring erkennbar in Erscheinung; Círdan fehlt, und damit auch die Übergabe Naryas an Gandalf, dessen Ring in der Reihe unerwähnt bleibt. Die zwischen 2012 und 2014 erschienene Hobbit-Reihe greift den Stoff von der anderen Seite auf und trägt Material aus den Anhängen ein, geht darin aber weit über die Vorlage hinaus: Die Neun erscheinen dort als Wesen, die in Grabkammern im Hochland gebannt lagen und erst wieder freikommen — ein Vorgang, für den es bei Tolkien keine Grundlage gibt, da die Ringgeister dort nie bestattet wurden. Auch das Schicksal des letzten Zwergenringes wird szenisch ausgeführt und in der erweiterten Fassung mit Thráins Gefangenschaft in Dol Guldur verbunden, wo der Roman nur eine Zeile der Zeittafel bietet.

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Düsterwald

1 Absatz

Weit mehr Raum nimmt der Wald in Peter Jacksons dreiteiliger Hobbit-Verfilmung ein, die den kurzen Roman auf drei Filme dehnt und dafür Stoff aus den Anhängen des Ringkriegs heranzieht. Der Elbenkönig erhält hier den aus den späteren Schriften stammenden Namen Thranduil und wird von Lee Pace gespielt; sein Sohn Legolas (Orlando Bloom), der in der Vorlage nicht vorkommt, wird ebenso in die Handlung eingefügt wie die eigens für die Filme erfundene Waldelbin Tauriel (Evangeline Lilly). Ein zweiter Handlungsstrang führt in den Süden des Waldes und macht aus dem, was das Buch nur als Randnotiz kennt, gezeigte Handlung: Gandalf wird in Dol Guldur gefangen gesetzt und vom Weißen Rat befreit, während die Vorlage beides außerhalb der erzählten Ereignisse belässt. Umgeformt ist auch die Flucht aus den Hallen des Königs, die von einer stillen Fahrt in verschlossenen Fässern zu einer Verfolgungsjagd auf dem Fluss wird. In Jacksons Ringkrieg-Trilogie hingegen wird der Wald nicht betreten; er bleibt allein als Herkunft Legolas' gegenwärtig.

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Elben

1 Absatz

Peter Jacksons Filmreihe von 2001 bis 2003 hat das heutige Bild dieses Volkes stärker geprägt als jede andere Fassung: Hugo Weaving als Elrond, Cate Blanchett als Galadriel, Orlando Bloom als Legolas und Liv Tyler als Arwen. Zwei Eingriffe werden regelmäßig genannt: Arwen übernimmt die Rettung Frodos an der Furt, die im Buch Glorfindel zufällt, der in den Filmen ganz entfällt; und vor Helms Klamm erscheint eine Streitmacht aus Lothlórien unter Haldir, für die es in der Vorlage keine Grundlage gibt. Die Hobbit-Trilogie von 2012 bis 2014 verstärkt diesen Zug, indem sie Legolas in eine Erzählung einfügt, in der er nicht vorkommt, und mit Tauriel eine Waldelbin erfindet, die es bei Tolkien nicht gibt; Thranduil erhält als Lee Pace einen Namen und ein Gewicht, die der Roman ihm nicht gibt.

Zum Eintrag Elben

Elrond

1 Absatz

Die Hobbit-Filme (2012–2014) besetzen die Rolle erneut mit Hugo Weaving. Die Mondrunen auf Thrórs Karte liest Elrond dort wie in der Vorlage, doch steht er dem Unternehmen gegen den Erebor ablehnend gegenüber und wird in Handlungsstränge eingebunden, die das Buch nicht kennt: die Beratungen des Weißen Rates in Bruchtal und einen Kampf gegen die Ringgeister bei der Räumung von Dol Guldur. Die Zeitrechnung ist dabei durchgehend gerafft, sodass Ereignisse, die in den Anhängen Jahrhunderte auseinanderliegen, in wenige Jahre zusammenfallen.

Zum Eintrag Elrond

Erebor

1 Absatz

Erst Jacksons Hobbit-Trilogie von 2012 bis 2014 macht den Berg zum durchgehenden Mittelpunkt und weitet ihn dabei erheblich aus. Was der Roman nur rückblickend erzählt — der Reichtum unter Thrór und der Überfall des Drachen —, wird als eigene Vorgeschichte ausgespielt, und die Anhänge des „Herrn der Ringe“ liefern zusätzliches Material. Die auffälligsten Abweichungen betreffen den Aufenthalt im Berg selbst: Die verborgene Tür öffnet sich in der Verfilmung erst spät und unter anderen Umständen als im Buch, die Zwerge nehmen im Inneren den Kampf gegen Smaug auf und versuchen ihn in geschmolzenem Gold zu ersticken — ein Vorgang, den die Vorlage nicht kennt, da dort niemand außer Bilbo dem Drachen begegnet. Auch der Zeitpunkt von Smaugs Ausflug nach Esgaroth ist verschoben, so dass sein Tod erst den dritten Film eröffnet. Für den Schluss verlegt die Trilogie einen Teil der Schlacht vom Talkessel vor dem Tor auf den Rabenberg, wo Thorin, Fíli und Kíli in getrennten Zweikämpfen fallen, während sie im Buch im allgemeinen Kampf umkommen; Thorins Verfallenheit an den Hort ist zu einem breit ausgeführten Handlungsstrang erweitert.

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Fangorn

1 Absatz

Peter Jacksons Trilogie von 2001 bis 2003 zeigt Fangorn ausführlich; die Aufnahmen entstanden wie der gesamte Film in Neuseeland, Baumbart spricht John Rhys-Davies, der zugleich Gimli verkörpert. Die auffälligste Abweichung betrifft den Entschluss zum Krieg: Während die Ent bei Tolkien nach langer Beratung selbst zum Aufbruch finden, endet die Versammlung im Film mit der Weigerung, sich einzumischen; erst als Pippin Baumbart dazu bringt, den Weg an den Südrand des Waldes zu nehmen, wo dieser die Kahlschläge sieht, kommt der Zug gegen Isengart zustande. Erhalten bleibt dagegen die Begegnung mit dem wiedergekehrten Gandalf im Wald sowie das Auftauchen der Huorns vor Helms Klamm, das der Film ohne Erklärung stehen lässt.

Zum Eintrag Fangorn

Galadriel

1 Absatz

In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 tritt Galadriel nur kurz auf, gesprochen von Annette Crosbie; das BBC-Hörspiel von 1981 besetzte die Rolle mit Marian Diamond. Weit prägender wurde Peter Jacksons Filmtrilogie (2001–2003), in der Cate Blanchett die Herrin des Goldenen Waldes verkörpert. Die Filme erweitern ihre Rolle gegenüber dem Buch: Galadriel spricht den einleitenden Prolog über die Geschichte der Ringe der Macht, wendet sich mehrfach in Gedankenrede an Frodo Beutlin und erscheint in der Versuchungsszene am Spiegel in einer überhöhten, visuell verfremdeten Gestalt, die das Buch so nicht schildert. In Jacksons Hobbit-Trilogie (2012–2014) tritt sie ebenfalls auf, obwohl sie im Buch nicht vorkommt: Sie nimmt an der dort ins Bild gesetzten Beratung des Weißen Rates in Bruchtal teil und betritt im dritten Teil selbst Dol Guldur, wo sie den geschwächten Gandalf birgt und den Nekromanten vertreibt — eine Ausgestaltung von Vorgängen, die die Vorlage nur andeutet.

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Gandalf

1 Absatz

In den Verfilmungen wurde Gandalf von mehreren Darstellern verkörpert. Im Zeichentrickfilm von Rankin/Bass (1977, Der Hobbit) sprach John Huston die Figur, in Ralph Bakshis Animationsfilm (1978) William Squire. In Peter Jacksons Realverfilmungen des Herrn der Ringe (2001–2003) und des Hobbits (2012–2014) spielte Ian McKellen den Zauberer; für seine Darstellung in Die Gefährten wurde er für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. In der deutschen Synchronfassung lieh Joachim Höppner Gandalf in der Ringe-Trilogie die Stimme, nach Höppners Tod übernahm Eckart Dux die Rolle in den Hobbit-Filmen. Im Hörspielbereich sprach Michael Hordern die Figur in der BBC-Produktion von 1981, in der deutschen WDR-Fassung von 1992 Manfred Steffen.

Zum Eintrag Gandalf

Gimli

1 Absatz

In Peter Jacksons Dreiteiler von 2001 bis 2003 spielte John Rhys-Davies die Rolle; derselbe Darsteller sprach in der zweiten und dritten Folge auch Baumbart. Da Rhys-Davies deutlich hochgewachsen ist, wurde die Zwergengestalt durch Größendoubles, verschobene Kameraperspektiven und umfangreiche Maske hergestellt — ein Verfahren, das der Darsteller wegen der Verträglichkeit der Gesichtsteile später als beschwerlich schilderte. Inhaltlich verschiebt sich die Figur am stärksten in ihrer Funktion: Wo das Buch den Zwerg als ernsten, urteilsfähigen Steinkenner führt, übernimmt er in den Filmen weitgehend die Rolle der komischen Entlastung, samt eigens erfundener Späße wie dem Trinkwettstreit in Edoras der erweiterten Fassung. Sein Blick auf Aglarond und der Plan, dort später eine Siedlung zu gründen, entfallen ebenso wie der gesamte Ausklang des Vierten Zeitalters, sodass die Filme über sein weiteres Schicksal nichts mitteilen. In Jacksons Hobbit-Dreiteiler von 2012 bis 2014 tritt Gimli nicht auf; er wird dort lediglich als Sohn Glóins erwähnt, während sein Vater zu den Begleitern Thorins zählt.

Zum Eintrag Gimli

Gollum

1 Absatz

Prägend für das heutige Bild der Figur wurde Peter Jacksons Filmtrilogie (2001–2003), in der Andy Serkis Gollum mittels Motion-Capture-Verfahren verkörperte; in der deutschen Fassung sprach ihn Andreas Fröhlich. Die Rückblende zu Beginn des dritten Films zeigt Serkis zudem leibhaftig als noch unverwandelten Sméagol beim Mord an Déagol, den das Buch nur in Gandalfs Bericht referiert. Die Filme fügen außerdem eine im Roman fehlende Intrige hinzu: Gollum wirft das Elbenbrot fort und lastet den Diebstahl Sam an, worauf Frodo den Gefährten fortschickt. Auch das Ende am Schicksalsberg verläuft verändert — statt im Triumphtaumel selbst den Halt zu verlieren, stürzt Gollum im Ringen mit dem erneut angreifenden Frodo in die Feuerklüfte. Für Jacksons Hobbit-Verfilmung (2012) kehrte Serkis in der Rätselszene ein weiteres Mal in die Rolle zurück.

Zum Eintrag Gollum

Hobbits

1 Absatz

Das verbreitete Bild des Volkes prägte Peter Jacksons Trilogie von 2001 bis 2003, in der Elijah Wood, Sean Astin, Dominic Monaghan und Billy Boyd die vier Reisenden spielten und Ian Holm den alten Bilbo. Der Größenunterschied entstand ohne gezeichnete Figuren, durch perspektivische Anordnung der Darsteller, überdimensionierte Bauten und Requisiten sowie eigens eingesetzte Doppel. Von der Vorlage weicht die Fassung mehrfach ab: Die siebzehn Jahre zwischen Bilbos Fest und Frodos Aufbruch entfallen, Meriadoc und Peregrin geraten eher zufällig in die Reise, statt sie planvoll vorzubereiten, Frodo schickt Samweis auf dem Weg nach Cirith Ungol fort, und die Befreiung des besetzten Auenlands fehlt ganz, sodass die Heimkehrer ein unversehrtes Land vorfinden. Die spätere Hobbit-Trilogie von 2012 bis 2014 besetzte den jungen Bilbo mit Martin Freeman, behielt Holm für die Rahmenhandlung bei und rückt ihn deutlich tatkräftiger in den Vordergrund, als das kürzere Buch es vorsieht.

Zum Eintrag Hobbits

Legolas

1 Absatz

Am bekanntesten ist die Darstellung durch Orlando Bloom in Peter Jacksons Filmtrilogie von 2001 bis 2003. Sie erweitert die Figur erheblich: Wo das Buch ihre Fähigkeiten nüchtern hält, zeigen die Filme akrobatische Kunststücke, für die es in der Vorlage keine Entsprechung gibt — das Besteigen eines laufenden Pferdes im Sprung, die Fahrt auf einem Schild die Treppe hinab in Helms Klamm, die Erlegung eines Olifanten samt Besatzung im Alleingang auf den Pelennor-Feldern. Auch der Wettstreit mit Gimli fällt anders aus, denn die Filme heben die Zahlen an und lassen den Zwerg mit dreiundvierzig gegen zweiundvierzig gewinnen. Verändert ist ferner der Süden des Feldzugs: Aragorn, Legolas und Gimli ziehen allein mit dem Heer der Toten nach Pelargir, und die Toten greifen anschließend in die Schlacht vor Minas Tirith ein, während sie im Roman nach der Einnahme der Flotte entlassen werden. Ganz ohne Grundlage ist der Auftritt in der Hobbit-Trilogie von 2012 bis 2014, in der Bloom die Rolle erneut übernimmt: In Tolkiens früherem Roman kommt Legolas nicht vor, hier aber wird er zur durchgehenden Nebenfigur am Hof seines Vaters und in eine erfundene Dreiecksgeschichte um die eigens für den Film geschaffene Elbin Tauriel eingebunden.

Zum Eintrag Legolas

Mordor

1 Absatz

Peter Jacksons Filmreihe von 2001 bis 2003, in Neuseeland gedreht, prägt die verbreitete Vorstellung des Landes am stärksten, und entsprechend oft werden ihre Abweichungen erörtert. Auf der Treppe zum hohen Pass schickt Frodo dort Sam fort, wovon das Buch nichts weiß; der Mund Saurons tritt nur in der erweiterten Fassung auf und wird vor dem Schwarzen Tor erschlagen, statt davonzureiten; und die Vernichtung des Ringes wird zum Handgemenge, bei dem Frodo und Gollum gemeinsam über den Rand stürzen, während im Buch allein Gollum fällt. Auch das Ende ist ausgeweitet: Der Boden reißt auf und verschlingt die Heere, die im Buch lediglich Halt und Willen verlieren. Die Hobbit-Filme von 2012 bis 2014 führen überdies vor, wie Sauron nach seiner Vertreibung aus dem Süden nach Osten in sein altes Reich ausweicht — ein Vorgang, den die Anhänge nur berichten.

Zum Eintrag Mordor

Nenya

1 Absatz

In Peter Jacksons Verfilmung des Ringkrieges (2001–2003) spielt Cate Blanchett Galadriel, und der Ring an ihrer Hand ist von ihrem ersten Auftritt an ohne Weiteres zu sehen. Damit entfällt der Vorbehalt der Vorlage, dass die Drei nur demjenigen sichtbar werden, der selbst einen Ring der Macht getragen hat; Frodos Wahrnehmung erscheint im Film nicht als eine erworbene Fähigkeit, sondern als gewöhnliches Sehen. Erhalten bleibt dagegen die Prüfung der Trägerin: Das Angebot des Einen und dessen Zurückweisung stehen auch hier an derselben Stelle des Aufenthalts in Lothlórien. Die Vorgeschichte, mit der der erste Teil einsetzt, wird von Galadriel gesprochen und fasst die Verteilung der Ringe an Elben, Zwerge und Menschen zusammen, ohne die Drei einzeln beim Namen zu nennen. In der späteren Hobbit-Trilogie desselben Regisseurs (2012–2014) tritt dieselbe Darstellerin erneut auf und erhält mit dem Weißen Rat und den Vorgängen um Dol Guldur einen Handlungsstrang, den die zugrunde liegende Erzählung nicht kennt.

Zum Eintrag Nenya

Orks

1 Absatz

In Peter Jacksons Filmtrilogie werden die Orks überwiegend durch Masken- und Prothesenarbeit an Darstellern verkörpert und in den großen Schlachtszenen durch digital erzeugte Massen ergänzt. Deutlich sichtbar wird die Bearbeitung an einzelnen Figuren: Der Uruk-Hauptmann Lurtz, gespielt von Lawrence Makoare, ist eine Erfindung des Films und tötet dort Boromir, während das Buch den Anführer des Angriffs nicht benennt. Ebenso erhält Gothmog, im Roman nur beiläufig als Befehlshaber aus Minas Morgul erwähnt, in der Verfilmung eine ausgeführte Rolle als Feldherr auf den Pelennor-Feldern, wiederum von Makoare dargestellt; Uglúk wird von Nathaniel Lees, Grishnákh von Stephen Ure gesprochen und gespielt. Die Entstehung der Uruk-hai zeigen die Filme als Ausgraben aus Schlammgruben unter Isengart – ein Vorgang, den die Vorlage nirgends beschreibt. In der später gedrehten Hobbit-Trilogie wiegt die auffälligste Abweichung noch schwerer: Azog, von Manu Bennett in Bewegungsaufnahme gespielt, überlebt dort die Schlacht von Azanulbizar und verfolgt Thorin durch alle drei Filme, obwohl er nach den Anhängen bereits dort fiel; Bolg übernahm Lawrence Makoare, dem Großen Ork lieh Barry Humphries die Stimme.

Zum Eintrag Orks

Sauron

1 Absatz

In der späteren Hobbit-Trilogie, die zusätzlichen Stoff aus den Anhängen zieht, spricht Benedict Cumberbatch den Nekromanten. Was Tolkien nur als knappe Notiz der Zeittafel überliefert — die Vertreibung aus Dol Guldur durch den Weißen Rat —, wird dort zu einer ausgeführten Auseinandersetzung erweitert, und Gandalfs Gefangenschaft in der Feste ist eine Zutat der Filme ohne Entsprechung im Buch.

Zum Eintrag Sauron

Smaug

1 Absatz

In Peter Jacksons dreiteiliger Verfilmung von 2012 bis 2014 sprach Benedict Cumberbatch die Rolle und lieh ihr zugleich über Bewegungsaufnahme das Spiel; derselbe Darsteller gab auch die Stimme des Nekromanten. Die Verteilung des Stoffes auf drei Filme trennt, was im Buch unmittelbar aufeinander folgt: Smaug erscheint erst im letzten Drittel des zweiten Teils, der nach ihm benannt ist, während sein Angriff auf die Seestadt an den Anfang des dritten rückt. Die auffälligste Abweichung betrifft die Zwerge. Statt vor der Geheimtür zu warten, dringen sie in den Berg ein und liefern dem Drachen eine ausgedehnte Verfolgung durch die Schmieden, an deren Ende der Versuch steht, ihn in geschmolzenem Gold zu ersticken — ein Vorgang, für den die Vorlage keinen Anhalt bietet. Verändert ist auch der Weg zum tödlichen Pfeil: Der Schütze ist hier ein Kahnführer mit Familie, der die Waffe von einer behelfsmäßigen Vorrichtung abschießt, und die vermittelnde Rolle der Drossel, die im Buch Beobachtung und Schuss verbindet, tritt fast völlig zurück.

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Thorin Eichenschild

1 Absatz

Peter Jacksons dreiteilige Verfilmung des Hobbit besetzt die Rolle mit Richard Armitage und rückt Thorin in eine Hauptstellung, die der Roman dem Hobbit vorbehält. Die Figur erscheint jünger, kämpferischer und weniger förmlich als in der Vorlage; die Neigung zu Harfenspiel und ausgreifender Rede tritt hinter das Bild des Heerführers zurück. Die auffälligste Abweichung betrifft den Gegenspieler: Der Ork Azog, der nach Tolkiens Bericht bereits bei Azanulbizar erschlagen wird, überlebt hier und verfolgt Thorin über alle drei Filme hinweg, während Bolg zur Nebenfigur herabgestuft ist. Entsprechend stirbt Thorin nicht wie im Buch, aus dem Getümmel getragen, sondern im Zweikampf mit diesem Feind, den beide nicht überleben. Hinzu kommen erfundene Auftritte — eine Auseinandersetzung mit Smaug in den Hallen von Erebor, ein erheblich erweitertes Geschehen im Reich Thranduils mit neu eingeführten Elbenfiguren — sowie eine breit ausgespielte Darstellung der Drachenkrankheit als länger anhaltende Verstörung mit deutlichen Zeichen des Wahns. Beibehalten sind der Streit um den Arkenstein, der Bruch mit dem Hobbit und die Aussöhnung am Ende.

Zum Eintrag Thorin Eichenschild

Thranduil

1 Absatz

Erst Jacksons dreiteilige Verfilmung des Hobbits (2012–2014) macht aus der Nebengestalt eine tragende Rolle; gespielt wird sie von Lee Pace. Die Abweichungen sind erheblich und betreffen vor allem die Vorgeschichte: Der König erhält einen Auftritt lange vor der eigentlichen Handlung, zur Zeit des Drachenüberfalls auf den Einsamen Berg, und sein Verhältnis zu den Zwergen wird von dort her als persönliche Schuldgeschichte aufgebaut. Der alte Rechtsstreit um Silber und weiße Edelsteine, den das Buch nur allgemein andeutet, wird auf ein bestimmtes Erbstück seiner Gemahlin zugespitzt — einer Person, die in Tolkiens Texten an keiner Stelle vorkommt. Neu erfunden ist außerdem Tauriel, die Hauptfrau seiner Wache, samt einer Liebeshandlung, die Legolas und den Zwerg Kíli einbezieht. Legolas selbst, der im Roman nicht auftritt, ist durchgehend anwesend, und der Zwist zwischen Vater und Sohn wird offen ausgespielt, während beide in den Büchern niemals gemeinsam in einer Szene stehen. Auch der Schlachtverlauf ist verändert: Der König greift persönlich und sichtbar ein, wo die Vorlage ihn eher als zögernden Heerführer zeichnet, der das Warten dem Angriff vorzieht.

Zum Eintrag Thranduil

Vilya

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen bleibt Vilya ohne eigenes Gewicht. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm bricht nach dem Kampf am Hornburg-Tal ab und erreicht das Ende der Geschichte gar nicht, sodass der einzige Augenblick, in dem der Ring im Buch überhaupt sichtbar wird, entfällt; Elrond, gesprochen von André Morell, tritt nur als Herr des Rates in Bruchtal auf. Die BBC-Hörfassung von 1981 ist mit sechsundzwanzig Teilen die ausführlichste der frühen Bearbeitungen und führt die Handlung bis zum Abschied an den Anfurten; Elrond spricht dort Hugh Dickson. Peter Jacksons Trilogie nennt den Namen Vilya in keiner Szene und räumt dem Ring keinen eigenen Auftritt ein – anders als bei Galadriel, deren Reif in Lothlórien eigens zur Sprache kommt. Hugo Weavings Elrond wird also nicht als Ringträger eingeführt, und Gil-galad erscheint nur in der einleitenden Vorgeschichte (Mark Ferguson), ohne dass die Weitergabe des Ringes berührt würde. Auch in derselben Regie entstandene Hobbit-Trilogie, die Elrond und den Weißen Rat breit ausbaut, greift den Gegenstand nicht auf.

Zum Eintrag Vilya

Zwerge

1 Absatz

In Peter Jacksons Ringverfilmung spielt John Rhys-Davies den Gimli als einzigen Vertreter seines Volkes; die Bearbeitung weist ihm merklich mehr komische Aufgaben zu als die Vorlage, und Galadriels Gabe der Haare erscheint nur in der erweiterten Schnittfassung. Die spätere Hobbit-Trilogie besetzt umgekehrt alle dreizehn Gefährten mit erkennbaren Darstellern, unter ihnen Richard Armitage als Thorin, Ken Stott als Balin, Graham McTavish als Dwalin, James Nesbitt als Bofur, Aidan Turner als Kíli und Billy Connolly als Dáin. Ihre auffälligsten Abweichungen betreffen die Vorgeschichte des Volkes: Der Ork Azog überlebt hier die Schlacht vor dem Osttor und verfolgt die Zwerge durch alle drei Filme, während die Anhänge ihn dort fallen lassen; hinzu treten die für den Film erfundene Elbin Tauriel und ihre Zuneigung zu Kíli sowie die Aufteilung der Schar in Esgaroth, die das Buch nicht kennt.

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Legendarium (2026): „Der Hobbit (Filmtrilogie)“. Stand 19. August 2026. https://www.legendarium.page/de/adaptionen/hobbit-filmtrilogie/

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Legendarium. (2026). Der Hobbit (Filmtrilogie). Stand 19. August 2026. https://www.legendarium.page/de/adaptionen/hobbit-filmtrilogie/
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„Der Hobbit (Filmtrilogie)“. Legendarium, 2026, https://www.legendarium.page/de/adaptionen/hobbit-filmtrilogie/. Stand 19. August 2026.
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