Der Name und seine Bedeutung
„Silvanisch“ ist eine Benennung von außen. Das zugrunde liegende englische Wort silvan gehört zu lateinisch silva, „Wald“, und beschreibt damit nicht die Sprache, sondern den Lebensraum derer, die sie sprachen: Benannt ist zuerst das Volk, die Sprache trägt den Namen nur mit. Solche Bezeichnungen erscheinen ohnehin in übersetzter Gestalt — der Anhang über die Übertragung legt offen, dass Namen von Völkern und Sprachen für den Leser in vertraute Formen gebracht sind. Ein lateinisch gebildetes Wort steht also dort, wo in der fingierten Überlieferung eine westrone oder elbische Benennung gestanden hätte. Wie die Sprecher selbst ihre Sprache nannten, ist nicht überliefert.
Neben dem beschreibenden Etikett steht ein zweiter, gelehrter Name: nandorinisch. Er ist im Quenya gebildet und bezieht sich auf die Nandor, jene Schar der Teleri, die den Zug nach Westen aufgab und diesseits des Gebirges blieb. Der Sprachname hält damit keine Landschaft fest, sondern eine Umkehr — er ordnet die Sprache in die Geschichte der Wanderung ein, nicht in eine Geografie. In den Unfinished Tales stehen beide Etiketten nebeneinander und meinen dasselbe: Lórinand, der ältere Name des Landes, das später Lórien hieß, wird dort als nandorinische Form bezeichnet und mit „Tal des Goldes“ wiedergegeben.
Aus der Sicht der Außenstehenden bleibt es beim Volksnamen. Im Hobbit heißen Thranduils Leute schlicht Waldelben, ohne dass ihre Sprache eigens benannt würde; in Lothlórien hört Frodo eine Rede, die er nicht versteht, und Legolas ordnet sie als die Sprache des Waldvolks ein, die nicht die des Westens ist — auch das eine Zuordnung nach Herkunft, nicht nach Sprachform. Im Deutschen wirkt sich das auf die Benennung aus: Da Carroux das Volk Waldelben nennt, steht neben „Silvanisch“ auch „Waldelbisch“. Die eine Form bewahrt die lateinische Wurzel des englischen Ausdrucks, die andere die eingebürgerte deutsche Bezeichnung des Volkes.
Wer sie sprach
Getragen wurde das Silvanische von der Mehrzahl der Elben in den beiden Waldreichen östlich des Nebelgebirges: in Lothlórien und im Reich Thranduils im Norden des Düsterwalds. Es war dort keine Sprache besonderer Anlässe, sondern die Rede des Alltags, die man untereinander gebrauchte — und eben deshalb steht Frodo ihr in Lothlórien gegenüber wie einer fremden Zunge, während die Elben, die die Gefährten geleiten, sich mit ihnen in der Gemeinsamen Sprache verständigen, der eine geläufig, der andere nach eigenem Bekunden nur mühsam. Der Anhang über die Sprachen hält dazu fest, dass in Lórien zu jener Zeit Sindarin gesprochen wurde, doch mit einem Beiklang, den ein Fremder nicht sogleich einzuordnen wusste, weil das Volk seiner Herkunft nach silvanisch war. Reichweite und Geltung fallen damit auseinander: Was die meisten sprachen, war nicht das, worin man sich nach außen verständigte.
Nicht gesprochen wurde sie an der Spitze. Die Herrscherhäuser beider Reiche kamen aus dem Westen: Thranduils Vater führte eine Schar von Sindar aus Doriath über das Gebirge, und auch Celeborn war seiner Herkunft nach ein Sinda. Sie regierten ein Volk, dessen Sprache nicht die ihre war, und im Lauf der Zeit setzte sich nicht die Sprache der Vielen durch, sondern die der Wenigen: Sindarin wurde zur Sprache des Hofes und der Verständigung, das Silvanische blieb, was es war. Dazu kommt ein zweiter Umstand, der über den Stand einer Sprache entscheidet: Die Waldelben brachten keine eigene Schrift hervor, und wer diese Kunst erlernte, wandte sie auf das Sindarin an. Damit war das Silvanische weder Gelehrtensprache noch Geheimnis — es fehlte ihm nicht an Sprechern, sondern an Schreibern.
Am Ende des Dritten Zeitalters war der Kreis derer, die sie noch gebrauchten, in beiden Reichen zusammengeschmolzen. Überliefert ist eine Ausnahme, die den Vorgang schärfer zeichnet als jede Zahl: Nimrodel hielt an der Sprache des Waldvolks fest und wollte keine andere sprechen, als um sie her längst das Sindarin galt — eine Treue, die als eigensinnig auffiel, weil sie einer bereits weichenden Gewohnheit galt. Dass ausgerechnet dieser Fall vermerkt wird, zeigt, wie weit die Verdrängung fortgeschritten war. Geblieben ist die Sprache nicht als Rede, sondern in Spuren: in der Färbung des Lóriener Sindarin und in einzelnen Namen, die älter sind als das Reich, das sie trägt.
Geschichte der Sprache
Am Anfang steht keine Gründung, sondern eine Trennung. Auf dem großen Zug der Elben nach Westen gab eine Schar der Teleri unter Lenwe die Wanderung auf, als das Nebelgebirge vor ihnen lag, wandte sich nach Süden und folgte dem Lauf des Anduin. Diese Nandor kamen nie nach Beleriand, und in der langen Absonderung entfernte sich ihre Rede von der Sprache derer, die weitergezogen waren. Überliefert ist dafür keine Jahreszahl, nur der Vorgang selbst: Aus einem Teil der Teleri wurde ein Volk für sich, das in den Wäldern des Anduintals und an den Gewässern weiter im Süden lebte. Silvanisch ist damit keine Neuschöpfung, sondern telerisches Erbe unter anderen Bedingungen — ohne Berührung mit den Noldor und ohne die Sprachpflege, die im Westen betrieben wurde.
Ein Zweig dieses Volkes kam später doch nach Westen: Denethor, Lenwes Sohn, führte im Ersten Zeitalter einen Teil der Nandor über das Blaue Gebirge nach Ossiriand, wo sie als Grünelben unter dem Schutz Thingols siedelten. Sie brachten ihre Sprache mit, blieben aber ein abgesondertes Volk, und mit Denethors Fall in der ersten Schlacht von Beleriand verloren sie ihren Fürsten und nahmen keinen anderen an. Was mit dieser westlichen Spielart der nandorinischen Rede geschah, ist im Einzelnen nicht festgehalten; sicher ist, dass Beleriand am Ende des Zeitalters im Meer versank und die Überlebenden sich unter andere Völker mischten. Die Masse der Sprecher hatte das Gebirge ohnehin nie überschritten — dort, östlich davon, lag der eigentliche Fortbestand der Sprache.
Im Zweiten Zeitalter kehrte sich die Bewegung um: Sindar aus dem zerstörten Beleriand zogen nach Osten und traten unter den Waldelben als Herren hervor. Anders als man erwarten könnte, setzte sich zunächst nicht ihre Sprache durch. Oropher kam mit nur wenigen Gefährten in den Großen Grünwald, und diese Sindar gingen so weit in ihrem neuen Volk auf, dass sie dessen Sprache annahmen und Namen silvanischer Bildung trugen; im Süden verfuhr Amdír in Lórinand ähnlich, und der Name seines Sohnes Amroth ist selbst von dieser Art. Das Silvanische stand in dieser Zeit also nicht unter Druck, sondern zog die Zugewanderten an sich. Am Ende des Zeitalters fielen beide Fürsten im Krieg des Letzten Bündnisses: Die Schlacht auf der Dagorlad wird auf das Jahr 3434 datiert, und Oropher kam dort mit einem großen Teil seines Heeres um.
Im Dritten Zeitalter kehrte sich das Verhältnis erneut, diesmal dauerhaft. Der Vorgang ist nirgends als Ereignis datiert, sondern nur an seinen Folgen ablesbar; ein Einschnitt aber liegt im Jahr 1981, als die Zwerge Moria räumten, Amroth und Nimrodel verlorengingen und viele Elben Lóriens nach Süden abwanderten. Was das Land dabei verlor, waren nicht nur Bewohner, sondern Sprecher. In der Folgezeit stand Lórien unter Galadriel und Celeborn, deren eigene Sprache die des Westens war, und im Norden regierte Thranduil ein Reich, dessen Verkehr nach außen ebenfalls über das Sindarin lief. Auch der Landesname verschob sich: Aus Lórinand wurde Lórien, eine Form, die sich an westliche Überlieferung anlehnt und die ältere silvanische Benennung überdeckte.
Zum Ende des Zeitalters war das Silvanische in beiden Waldreichen außer Gebrauch gekommen, und was von ihm blieb, blieb im Sindarin: Die Rede dieser Gegenden trug Eigenheiten, die das Sindarin des Westens nicht kannte, und ein Ohr aus Bruchtal oder von den Häfen bemerkte sie. Die Jahre nach dem Ringkrieg beschleunigten das Verschwinden. 3021 fuhr Galadriel über das Meer, Celeborn ging später nach Bruchtal, und Lórien blieb leer zurück; Legolas führte einen Teil seines Volkes aus dem Grünwald nach Süden, wo sie sich in Ithilien niederließen. Die Sprecher zerstreuten sich also in dem Augenblick, in dem ihre Sprache ohnehin nur noch als Beiklang fortlebte. Ein Ende mit Datum hat das Silvanische damit nicht — es hört nicht auf, es hört auf, gesprochen zu werden.
Klang und Bau
Über den Klang des Silvanischen sagen die Quellen nichts Beschreibendes; sie halten fest, was die Sprache bei Zuhörern bewirkte. In Lothlórien steht Frodo vor einer Rede, aus der er nichts herauslöst — und er ist dabei kein unbedarftes Ohr, sondern hat elbische Sprache gelernt. Sein Eindruck, dies sei eine andere Zunge als die des Westens, wird im Anhang über die Sprachen allerdings zurechtgerückt: Ein Kommentator aus Gondor vermerkt, dass in Lórien Sindarin gesprochen wurde und Frodos geringe Kenntnis ihn in die Irre führte. So steht das eine Zeugnis neben dem anderen, und beide zusammen ergeben die einzige Auskunft, die zu haben ist. Wie weit das Silvanische vom Sindarin abstand, lässt sich nicht an Lauten messen, sondern nur daran, dass ein Hörer scheiterte und ein Gelehrter ihm widersprach.
Was vom Bau erkennbar ist, hängt an Namen. Am greifbarsten ist Lórinand, den die Anmerkung ausdrücklich als nandorinische — also silvanische — Form kennzeichnet und zugleich deutet. Die Bestandteile dieses Namens sind nicht fremd: Er ist aus elbischem Wortgut gefügt, das Gold und Tal benennt und in anderer Lautung auch in den Sprachen des Westens begegnet. Daneben stellt die Anmerkung eine ältere, längere Form, in der das Volk der Sänger benannt ist und aus der die kürzere hervorgegangen sein soll. Der Befund ist damit nicht der einer unverwandten Sprache, sondern der einer abgesonderten: dieselben Bausteine, eigene Lautgestalt, eigene Zusammensetzung — und ein Bedeutungskern, der sich noch übersetzen ließ, als ihn niemand mehr sprach.
Alles Weitere fehlt. Kein zusammenhängender Text ist aufgezeichnet, keine Formenlehre beschrieben, kein Satzbau erläutert; was blieb, sind einzelne Wörter sowie Namen von Personen und Orten. Dafür gibt es einen nüchternen Grund: Die Überlieferung läuft durch Schreiber, die in Sindarin schrieben, und was sie festhielten, erscheint in deren Schreibgewohnheit. Selbst die Lautgestalt der wenigen erhaltenen Wörter ist somit nicht unmittelbar greifbar, sondern gefiltert durch eine andere Sprache. Auch das, was in Lórien vom Silvanischen weiterwirkte, betraf kein beschreibbares System, sondern Wortschatz und Wendungen — eine Färbung, kein Regelwerk. Wer nach der Grammatik dieser Sprache fragt, findet in den Quellen keine Antwort, sondern die ausdrückliche Feststellung, dass von ihr wenig bekannt sei.
Schrift
Für die Schriften Mittelerdes gibt der Anhang über das Schreiben zwei Systeme an, die beide westlicher Herkunft sind. Die Tengwar, die Buchstaben der Noldor, waren für Feder und Pinsel gemacht und dienten dem fortlaufenden Schreiben; die Certar dagegen, in Beleriand unter den Sindar erdacht, sind eckig geformt, weil sie zum Ritzen in Holz, Stein und Metall bestimmt waren, und wurden zunächst nur für Namen und kurze Denksprüche gebraucht, ehe Daeron sie zu einer vollständigeren Reihe ausbaute. In ihrer älteren, einfacheren Gestalt wanderten die Certar im Zweiten Zeitalter nach Osten und wurden dort bei Menschen und Zwergen bekannt, ja selbst bei Orks, die sie sich nach eigenem Bedarf zurechtlegten. Keines der beiden Systeme ist demnach östlich des Nebelgebirges entstanden: Das eine kam mit den Verbannten aus dem Westen über das Meer, das andere aus dem versunkenen Beleriand.
Für das Silvanische selbst ist keine Schrift überliefert, und zwar nicht, weil die Aufzeichnungen verlorengingen, sondern weil es nie eine gab: Die Waldelben erfanden keine Schreibweise, und wer die Kunst von den Sindar übernahm, wandte sie auf das Sindarin an, so gut er es vermochte. In dieser Nebenbemerkung steckt der ganze Befund. Geschrieben wurde in den Waldreichen in einer erlernten Sprache, nicht in der geläufigen, und die Fertigkeit selbst kam aus derselben Richtung wie die Herrscherhäuser. Damit ist das Silvanische nirgends unmittelbar bezeugt — keine Inschrift, kein Denkspruch, keine Zeile in Tengwar oder Certar, sondern nur einzelne Wörter, die andere in ihrer Schreibgewohnheit festhielten. Über das Ansehen der Sprache sagt das mehr als jede ausdrückliche Wertung: Was aufgeschrieben zu werden verdiente, wurde in der Sprache des Hofes aufgeschrieben, und was von den Waldreichen an Kunde blieb, ist in einer Sprache erhalten, die dort die wenigsten von Haus aus sprachen.
Im Text
Unmittelbar vorkommt die Sprache nur an einer Stelle, und auch dort wird sie nicht wiedergegeben. Im Grenzland Lóriens treffen die Gefährten auf drei Wächter, die in den Wipfeln auf einem Flet Wache halten; die Elben beraten sich untereinander, und der Text hält allein fest, dass gesprochen wurde — kein Wort davon steht auf der Seite. Von den drei Brüdern führt nur Haldir das Gespräch, weil er die Gemeinsame Sprache beherrscht, während Rúmil darin kaum zurechtkommt. Haldir begründet das mit der Abgeschiedenheit seines Volkes: Man habe seit langem wenig Umgang mit Fremden und lerne deren Sprachen nicht mehr. Die Verständigung hängt damit an einem Einzelnen, und was daneben gesprochen wird, bleibt Geräusch.
Im selben Kapitel steht der einzige Gesang, der an dieses Land gebunden ist — und er erreicht den Leser bereits übersetzt. Legolas singt von Nimrodel und schickt ausdrücklich voraus, dass er die Gemeinsame Sprache gebrauche, in der Fassung, wie man sie in Bruchtal überliefert; die Vorlage bleibt ungehört, und auch die Wiedergabe bricht ab, weil er sie nicht vollständig behalten hat. Ein Kapitel weiter hört Frodo aus der Stadt in den Bäumen die Klage um Gandalf und erkennt darin nur den Namen Mithrandir wieder; Legolas versagt sich die Übertragung, weil ihm der Verlust noch zu nahe ist. In welcher Sprache dort gesungen wird, sagt der Text nicht. Zweimal also steht ein Übersetzer zwischen Rede und Leser, und beide Male gibt er weniger, als er hörte.
Außerhalb des Herrn der Ringe erscheint das Wenige nicht als Rede, sondern als Anmerkung. Der Abschnitt über die Waldelben und ihre Sprache innerhalb der Geschichte Galadriels und Celeborns nennt eine ältere Form des Landesnamens und gibt ihre Bedeutung an — gelehrte Auskunft eines Kommentators, keine Szene, kein Sprecher. Alles Weitere, was aus den beiden Waldreichen an Orts- und Personennamen überliefert ist, begegnet in der Gestalt, die das Sindarin ihm gab. Der Bestand ist damit rasch aufgezählt: eine gedeutete Namensform in einer Fußnote, einige Auftritte, in denen gesprochen und nicht wiedergegeben wird, und ein Sänger, der von vornherein überträgt.
Die Werkstatt
Am Anfang von Tolkiens Erfindung standen nicht Völker, sondern Sprachen; in seinen Briefen hat er das mehrfach festgehalten: Die Spracherfindung sei das Fundament, und die Geschichten seien eher entstanden, um den Sprachen eine Welt zu geben, als umgekehrt. Für die beiden ausgearbeiteten Elbensprachen benannte er auch die klanglichen Vorbilder — das Quenya trägt Züge des Finnischen, das Sindarin ist mit Absicht so angelegt, dass es dem Britisch-Walisischen ähnelt, ohne mit ihm zusammenzufallen. Für das Silvanische fehlt eine vergleichbare Angabe. Kein reales Idiom ist ihm als Muster zugeordnet, und keine Beschreibung hebt seinen Klang von dem der übrigen Elbensprachen ab. Bestimmt ist es nicht durch eine eigene Lautgestalt, sondern durch seinen Platz in einem Stammbaum: hervorgegangen aus dem telerischen Erbe, abgetrennt durch eine Wanderung, gemessen am Abstand zum Sindarin. Was bei Quenya und Sindarin bis in Formenlehre und Lautwandel ausgeführt ist, bleibt hier Umriss.
Der Stoff, aus dem sich über diese Sprache überhaupt etwas sagen lässt, ist nicht erzählend, sondern gelehrt: Der Abschnitt über die Waldelben und ihre Sprache steht als Anhang zu einem Aufsatz, den Christopher Tolkien aus späten, teils unfertigen Aufzeichnungen seines Vaters zusammengefügt hat. Er gehört damit in die letzte Schicht der Arbeit, in der die Sprachkarte Mittelerdes nachträglich geordnet wurde — Bestandsaufnahme also, nicht Ausarbeitung. Eine Verschiebung der Vorstellung lässt sich sogar innerhalb des zu Lebzeiten veröffentlichten Werks beobachten: Der schon erwähnte Einwand des gondorischen Kommentators rückt zurecht, was die Erzählung in Lothlórien nahelegt. Die ältere Stelle wurde dabei nicht geändert; die Berichtigung ist stattdessen in den fingierten Überlieferungsrahmen eingebaut und einem gelehrten Leser der Innenwelt zugeschrieben. Darin zeigt sich ein Verfahren, das für Tolkien kennzeichnend ist: Widersprüche zwischen älterem und jüngerem Stand werden nicht getilgt, sondern als Meinungsverschiedenheit der Zeugen ausgegeben. Die Sprache gewinnt ihre Kontur gerade daraus, dass zwei Berichterstatter sie verschieden einschätzen.