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Die Rückkehr des Königs (Film 1980)

Zeichentrick-Fernsehfilm von Rankin/Bass

ca. 1 Min

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Als Gegenstück zum Hobbit desselben Studios nimmt dieser Fernsehfilm den letzten Teil der Handlung auf; er steht neben Bakshis unvollendetem Film, statt ihn fortzusetzen.

Über diese Fassung

ABC sendete den 98 Minuten langen Fernsehfilm am 11. Mai 1980. Er stammt von denselben Produzenten und demselben Animationsstudio wie der Hobbit-Fernsehfilm von 1977 und war als dessen Fortsetzung angelegt — nicht als Fortsetzung von Bakshis Film, der ein Jahr zuvor mitten in der Handlung abgebrochen war. Dass die drei später gemeinsam vermarktet wurden, hat diesen Eindruck erst entstehen lassen.

Quelle: The Return of the King (1980 film), Wikipedia

Wo diese Fassung unsere Einträge berührt

29 Absätze in 29 Einträgen berufen sich auf diese Fassung. Jeder steht hier genauso da wie auf seiner eigenen Seite, mit demselben Kanon-Sigel und derselben Fundstelle.

Andúril

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen decken das Schwert nur teilweise ab. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm (1978) reicht bis zur Schlacht um Helms Klamm und bricht dort ab; der zweite, nie gedrehte Teil hätte erst jene Abschnitte enthalten, in denen die Klinge in Rohan und Gondor Gewicht bekommt. Der Rankin/Bass-Fernsehfilm von 1980 setzt umgekehrt so spät ein, dass die Neuschmiedung längst hinter der erzählten Zeit liegt und nur noch der bereits gerüstete Aragorn erscheint. Am nächsten am Buch bleibt die BBC-Hörspielfassung von 1981, die in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen Raum genug hat, die Reihenfolge des Romans beizubehalten: Das Schwert wird in Bruchtal erneuert, ehe die Gefährten aufbrechen, und Aragorn benennt es selbst.

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Aragorn

1 Absatz

In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 lieh John Hurt der Figur seine Stimme; im Fernseh-Zeichentrickfilm der Studios Rankin/Bass über die Rückkehr des Königs (1980) sprach Theodore Bikel den Aragorn, und in der umfangreichen BBC-Hörspielfassung von 1981 übernahm Robert Stephens die Rolle. In Peter Jacksons Realverfilmung (2001–2003) wurde Aragorn von Viggo Mortensen dargestellt, der die Rolle erst nach Drehbeginn übernahm, nachdem der ursprünglich besetzte Stuart Townsend ersetzt worden war. Die Filme nennen ausdrücklich ein Alter von siebenundachtzig Jahren und übernehmen damit die Chronologie der Anhänge.

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Auenland

1 Absatz

Vollständiger verfährt die sechsundzwanzigteilige Hörspielfassung der BBC, die als einzige der älteren Bearbeitungen die Heimkehr in ein unterworfenes Auenland und die Auseinandersetzung mit dem „Chef“ ausführt; auch sie verzichtet allerdings auf den Alten Wald und Bombadil. Die beiden Fernsehfilme des Studios Rankin/Bass zeigen von dem Land jeweils nur seinen Ausgangspunkt: Der Hobbit-Film beginnt und endet an Bilbos Wohnhöhle, während die Rückkehr des Königs den letzten Teil der Handlung aus einer Rahmenerzählung heraus entwickelt und die Ereignisse im Auenland übergeht.

Zum Eintrag Auenland

Balin

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen bleibt die Figur schmal. Der Zeichentrickfilm von Rankin/Bass aus dem Jahr 1977 presst den Roman in gut neunzig Minuten und gibt der Zwergenschar kaum Kontur: Außer Thorin bleiben die Gefährten weitgehend eine Gruppe ohne Einzelzüge, sodass Balins besondere Stellung als Späher, als Vermittler und als derjenige, der Bilbo am Weg zum geheimen Eingang zur Seite steht, im Wesentlichen entfällt. Ralph Bakshis Film von 1978 und die BBC-Hörspielreihe von 1981 setzen erst mit dem Ringkrieg ein und können Balin daher nur als Toten kennen; in beiden bleibt von ihm die Fundstelle in Moria. Die Hörspielfassung, die in sechsundzwanzig Teilen die vollständigste der älteren Bearbeitungen ist, gibt die Nachricht vom Ende der Kolonie am ausführlichsten wieder, während Bakshis Fassung sie zusammenzieht. Der Rankin/Bass-Film von 1980, der nur den Schluss der Erzählung aufgreift, kommt auf Balin nicht mehr zurück.

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Balrogs

1 Absatz

Keine der bekannten Fassungen führt diese Wesen als Sprechrolle: Da sie in der Vorlage kein Wort äußern, verzeichnet keine Besetzungsliste einen Darsteller oder Sprecher für sie – sie entstehen durchweg aus Animation, Geräusch und den Reaktionen der übrigen Figuren. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 nimmt die Begegnung in Moria in seine Handlung auf; weil der Film nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht und der geplante zweite Teil nie entstand, bleibt dieser eine Auftritt zugleich der einzige der Art in der Fassung. Das Hörspiel der BBC von 1981 verteilt den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen und folgt dem Buch von allen älteren Bearbeitungen am genauesten; die Szene an der Brücke muss dort ohne jedes Bild auskommen und wird allein über Klang und die Rede der Gefährten getragen. In den beiden Filmen von Rankin/Bass kommen die Balrogs überhaupt nicht vor – der Hobbit von 1977 kennt sie nicht, und die Rückkehr des Königs von 1980 setzt erst lange nach Moria ein.

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Barad-dûr

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen zeigen den Turm nur ausschnitthaft. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm bricht nach der Schlacht um Helms Klamm ab, sodass Mordor und die Festung dort nie als Ziel der Handlung erreicht werden; ein geplanter zweiter Teil kam nicht zustande. Den fehlenden Schluss nahm 1980 ein Fernsehfilm der Rankin/Bass-Studios auf, der als Gegenstück zu deren Hobbit-Verfilmung von 1977 entstand und den letzten Teil der Geschichte stark verkürzt erzählt, ohne an Bakshis Fassung anzuschließen. Die Hörspielfassung der BBC ist mit sechsundzwanzig halbstündigen Folgen die vollständigste der älteren Bearbeitungen und gilt als die vorlagentreueste; da sie ohne Bild auskommt, besteht Barad-dûr hier ausschließlich in den Worten der Sprecher.

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Beren

1 Absatz

Gegenüber der Vorlage sind die Abweichungen vor allem Kürzungen. Im Buch nimmt die Stelle breiten Raum ein: Streicher erzählt die Geschichte im Zusammenhang und gibt sie überdies in Versen wieder, wobei Berens Fahrt, der Verlust der Hand, sein Tod und die Rückkehr aus den Hallen Mandos' benannt werden. Der Film beschränkt sich auf drei Repliken, lässt all dies aus und erwähnt auch nicht, dass Aragorn selbst von beiden abstammt; im Kinoschnitt fehlt die Szene ganz. Der Ring Barahirs ist als Requisite vorhanden — Aragorn trägt ihn in allen drei Teilen an der Hand —, wird jedoch an keiner Stelle benannt oder erklärt, während er in den Anhängen als Erbstück ausdrücklich hergeleitet wird. Die älteren Bearbeitungen übergehen die Figur vollständig: Weder in Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 noch in den Fernsehfilmen von Rankin/Bass fällt der Name.

Zum Eintrag Beren

Bilbo Beutlin

1 Absatz

In den frühen Ton- und Filmfassungen wurde Bilbo von wechselnden Sprechern verkörpert: In der BBC-Hörspielfassung des Hobbit von 1968 sprach ihn Paul Daneman, in der umfangreichen BBC-Produktion des Herrn der Ringe von 1981 John Le Mesurier. Der Zeichentrickfilm von Rankin/Bass aus dem Jahr 1977 besetzte die Rolle mit Orson Bean, der sie 1980 in der Fortsetzung The Return of the King erneut übernahm; Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 ließ Bilbo, gesprochen von Norman Bird, nur in den Eingangsszenen und in Bruchtal auftreten. Die Fassung von 1977 straffte die Handlung erheblich und ließ unter anderem die Episode bei Beorn vollständig entfallen.

Zum Eintrag Bilbo Beutlin

Bruchtal

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen fällt das Tal regelmäßig dem knappen Umfang zum Opfer. Der Zeichentrickfilm der Produktionsfirma Rankin/Bass presst Bilbos Erzählung in rund neunzig Fernsehminuten und lässt vom Aufenthalt bei Elrond, dem Cyril Ritchard seine Stimme gab, kaum mehr als eine kurze Station übrig. Ralph Bakshis Verfilmung, die nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht, besetzt Elrond mit André Morell und nimmt an der Furt eine folgenreiche Änderung vor: Nicht Glorfindel reitet dem verwundeten Ringträger entgegen, sondern Legolas — eine Umbesetzung, die den Figurenbestand des Buches verkleinert und eine der wenigen Auftrittsstellen dieses Elben tilgt. Der Fernsehfilm derselben Studios über den letzten Teil der Geschichte rahmt seine Handlung mit einer Feier zu Bilbos Geburtstag im Tal ein und macht den Ort damit zum Erzählrahmen statt zur Zwischenstation. Umgekehrt verfährt die Hörspielfassung der BBC: In sechsundzwanzig halbstündigen Teilen bleibt Raum für die Ratsversammlung in fast voller Länge, und Elrond spricht dort Hugh Dickson.

Zum Eintrag Bruchtal

Dáin II. Eisenfuß

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen fehlt er ganz. Der Zeichentrickfilm von Rankin/Bass verdichtet den Roman auf gut anderthalb Stunden und rafft die Schlacht der Fünf Heere so stark, dass für das Aufgebot aus den Eisenbergen und seinen Anführer kein Raum bleibt; Thorins Nachfolge wird dort nicht verhandelt. In den Verfilmungen des Herrn der Ringe ist Dáin ohnehin keine handelnde Figur, da er in der Vorlage fern der erzählten Wege stirbt. Ralph Bakshis Fassung bricht bei der Hornburg ab und lässt den Krieg im Norden gänzlich unerwähnt, ebenso der Rankin/Bass-Film zum letzten Teil der Geschichte. Am ehesten bewahrt die sechsundzwanzigteilige Hörspielfassung der BBC den nördlichen Handlungsstrang, weil sie den Rat in Bruchtal vergleichsweise vollständig ausspielt; Dáin bleibt aber auch dort ein genannter Name ohne eigene Stimme.

Zum Eintrag Dáin II. Eisenfuß

Der Eine Ring

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen gehen mit dem Ring sehr verschieden um. Der Zeichentrickfilm der Rankin/Bass-Produktion von 1977 rafft den „Hobbit“ auf rund neunzig Minuten und stützt sich stark auf Lieder; Bilbos Fund folgt dort bereits der überarbeiteten Kapitelfassung, in der Gollum den Reif nicht als Preis des Rätselwettstreits aussetzt. Ralph Bakshis Verfilmung von 1978 stellt der Handlung einen erzählten Rückblick auf Herstellung und Verlust voran, bricht aber nach dem Kampf um Helms Klamm ab; der geplante zweite Teil kam nicht zustande, sodass das Ende des Ringes ungezeigt bleibt. Tom Bombadil, an dem der Reif wirkungslos bleibt, entfällt dort wie in fast allen Bearbeitungen. Ein weiterer Zeichentrickfilm derselben Produktion nahm 1980 den Schlussteil auf, ohne an Bakshis Fragment anzuknüpfen. Am vollständigsten bleibt die BBC-Hörspielfassung von 1981 in sechsundzwanzig halbstündigen Teilen, die auch die Bombadil-Episode behält; das Medium erzwingt dabei eine eigene Lösung, denn was der Ring am Träger bewirkt, lässt sich nicht zeigen, sondern nur über Erzählerstimme und veränderten Klang vermitteln. Gollum sprach in beiden Fassungen Peter Woodthorpe, Frodo im Hörspiel Ian Holm.

Zum Eintrag Der Eine Ring

Die Ringe der Macht

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen gehen mit der Ringkunde sehr unterschiedlich um. Der Zeichentrickfilm der Rankin/Bass-Produktion von 1977 erzählt allein den Hobbit und lässt den Ring darum das, was er dort zunächst ist: ein Fundstück, das unsichtbar macht; von einer Reihe geschmiedeter Ringe, von Eregion oder vom Dunklen Herrscher als Urheber ist keine Rede. Ralph Bakshis unvollendeter Film von 1978 stellt der Handlung dagegen eine knappe Vorgeschichte voran, die das Schmieden und die Verteilung auf Elben, Zwerge und Menschen zusammenfasst, ehe die Erzählung im Auenland einsetzt; da der Film nach der Schlacht in Helms Klamm abbricht, bleibt alles Weitere ungesagt. Der Fernsehfilm derselben Produktionsfirma von 1980 nimmt den letzten Teil der Geschichte auf, schließt aber nicht an Bakshi an und holt die Vorgeschichte nur in knapper Rückschau nach. Am vollständigsten verfährt die Hörfassung des BBC von 1981: Ihre sechsundzwanzig Teile behalten Gandalfs Bericht an Frodo und den Rat zu Bruchtal in solcher Länge bei, dass die Unterscheidung der Drei, der Sieben und der Neun und die Bindung an den Einen im Wesentlichen so ausgesprochen werden wie im Roman.

Zum Eintrag Die Ringe der Macht

Frodo Beutlin

1 Absatz

Frühere Adaptionen besetzten die Rolle unterschiedlich: In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978, der die Handlung nur bis zur Schlacht um Helms Klamm führt, sprach Christopher Guard den Frodo; im Fernseh-Zeichentrickfilm der Studios Rankin/Bass zu den Ereignissen des dritten Bandes (1980) übernahm Orson Bean die Rolle. In der umfangreichen BBC-Hörspielfassung von 1981 sprach Ian Holm den Frodo — derselbe Schauspieler, der zwei Jahrzehnte später in Jacksons Filmen den alten Bilbo darstellte. Auch im deutschen Sprachraum entstand Anfang der 1990er Jahre eine mehrteilige Hörspielbearbeitung des Romans mit Frodo als Erzähl- und Hauptfigur.

Zum Eintrag Frodo Beutlin

Gandalf

1 Absatz

In den Verfilmungen wurde Gandalf von mehreren Darstellern verkörpert. Im Zeichentrickfilm von Rankin/Bass (1977, Der Hobbit) sprach John Huston die Figur, in Ralph Bakshis Animationsfilm (1978) William Squire. In Peter Jacksons Realverfilmungen des Herrn der Ringe (2001–2003) und des Hobbits (2012–2014) spielte Ian McKellen den Zauberer; für seine Darstellung in Die Gefährten wurde er für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. In der deutschen Synchronfassung lieh Joachim Höppner Gandalf in der Ringe-Trilogie die Stimme, nach Höppners Tod übernahm Eckart Dux die Rolle in den Hobbit-Filmen. Im Hörspielbereich sprach Michael Hordern die Figur in der BBC-Produktion von 1981, in der deutschen WDR-Fassung von 1992 Manfred Steffen.

Zum Eintrag Gandalf

Gimli

1 Absatz

In Ralph Bakshis Zeichentrickfassung von 1978 wurde Gimli von David Buck gesprochen. Da der Film die Handlung nur bis zur Schlacht bei Helms Klamm führt und der geplante zweite Teil nie zustande kam, bleibt die Figur dort auf die erste Hälfte ihres Weges beschränkt: Die Pfade der Toten, die Glitzernden Höhlen und alles, was im Vierten Zeitalter folgt, kommen nicht mehr vor. Auch die Zeichentrickfassung des letzten Erzählteils, die das Studio Rankin/Bass 1980 fürs Fernsehen herstellte und die neben Bakshis Fragment steht, ohne es fortzusetzen, rückt die Hobbits so entschieden in den Mittelpunkt, dass für den Zwerg kaum Raum bleibt. Am vollständigsten ist er in der Hörspielbearbeitung von BBC Radio 4 vertreten, die 1981 in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen gesendet wurde und als die buchnächste der älteren Fassungen gilt; dort lieh ihm Douglas Livingstone die Stimme, und auch die Nebenzüge — der Streit an der Grenze Lothlóriens, das Übereinkommen mit Legolas — bleiben in Grundzügen erhalten.

Zum Eintrag Gimli

Gollum

1 Absatz

In den frühen Verfilmungen wurde Gollum zunächst als reine Sprechrolle gestaltet. Im Zeichentrickfilm des Hobbit von Rankin/Bass (1977) lieh ihm Brother Theodore die Stimme; die Zeichner gaben der Kreatur dort ein froschartiges, deutlich vom Buch abweichendes Äußeres. In Ralph Bakshis teilanimiertem Herr der Ringe (1978) sprach Peter Woodthorpe die Figur, und derselbe Sprecher übernahm sie erneut in der BBC-Hörspielfassung von 1981, die Gollums doppelstimmige Selbstgespräche allein über den Stimmwechsel hörbar macht. Auch die deutsche Hörspielbearbeitung des WDR aus den frühen 1990er Jahren stützt sich ganz auf diese stimmliche Zeichnung der gespaltenen Kreatur.

Zum Eintrag Gollum

Gondor

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen kommen dem Südreich in sehr verschiedenem Maß nahe. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 bricht nach dem Kampf um Helms Klamm ab, sodass Gondor als Schauplatz gar nicht erreicht wird; vertreten ist es allein durch Boromir, dem Michael Graham Cox die Stimme lieh, während John Hurt Streicher sprach. Weil der angekündigte zweite Teil nie entstand, fehlen Minas Tirith, der Truchsess und der ganze Krieg im Süden in dieser Fassung. Der Fernsehfilm der Rankin/Bass-Studios von 1980 setzt umgekehrt erst beim letzten Abschnitt der Handlung ein und zeigt die Stadt, zieht die Ereignisse vor ihren Mauern jedoch auf wenige Bilder zusammen: Aragorns Weg über die Pfade der Toten und die Fahrt auf den erbeuteten Schiffen entfallen, und der Verlauf der Schlacht wird eher berichtet und besungen als ausgespielt. Am vollständigsten bleibt die Hörspielfassung von BBC Radio 4 aus dem Jahr 1981, die in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen auch die gondorischen Nebenstränge bis hin zu den Häusern der Heilung bewahrt; Peter Vaughan sprach dort Denethor, Michael Graham Cox war erneut Boromir.

Zum Eintrag Gondor

Hobbits

1 Absatz

Die ältesten Umsetzungen stammen aus dem Zeichentrick. Der Fernsehfilm der Rankin/Bass-Studios von 1977 rafft die Erzählung vom Hobbit auf rund neunzig Minuten und lässt Bilbo Beutlin von Orson Bean sprechen; derselbe Sprecher übernahm in der drei Jahre später entstandenen Fortsetzung die Rolle Frodos, während Samweis Gamdschie an Roddy McDowall fiel — eine Doppelbesetzung, die die Nähe der beiden Ringträger stärker hervorhebt, als es die Vorlage tut. Ralph Bakshis Film von 1978 zeichnete einen großen Teil der Bewegungen von gefilmten Darstellern ab, sodass die Hobbits hier weniger karikiert wirken als bei Rankin/Bass; Frodo sprach Christopher Guard, Samweis Michael Scholes. Da die Handlung nach dem Kampf um Helms Klamm abbricht und ein zweiter Teil nie zustande kam, bleibt ihr Weg in dieser Fassung ohne Abschluss. Am ausführlichsten verfährt das BBC-Hörspiel von 1981, das den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen verteilt und dem Buch am genauesten folgt; Frodo sprach dort Ian Holm, Samweis Bill Nighy.

Zum Eintrag Hobbits

Meriadoc Brandybock

1 Absatz

In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 sprach Simon Chandler die Rolle. Da diese Fassung nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht und der geplante zweite Teil nie entstand, fehlen Merrys Dienst bei Théoden und sein Anteil an der Schlacht auf dem Pelennor vollständig; ebenso entfallen der Alte Wald, Tom Bombadil und die Hügelgräberhöhen, womit auch die Herkunft seiner Klinge aus dem Grabschatz ohne Grundlage bleibt. Die Hörspielfassung der BBC von 1981, in der Richard O'Callaghan die Rolle übernahm, gilt in ihren sechsundzwanzig halbstündigen Teilen als die buchnächste der älteren Bearbeitungen: Sie streicht zwar die Begegnung mit Bombadil, bewahrt aber den Treueid, das Pelennor und die Rückkehr in ein besetztes Auenland. Der Fernsehfilm von Rankin/Bass aus dem Jahr 1980, der allein den Schlussteil der Erzählung aufgreift, besetzte Merry mit Casey Kasem; die starke Raffung und die Anlage als Rückblick lassen die Figur dort nur am Rand erscheinen.

Zum Eintrag Meriadoc Brandybock

Minas Tirith

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen kommt die Stadt nur am Rand oder gar nicht vor. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 erzählt lediglich etwa die erste Hälfte des Romans und bricht nach dem Kampf um Helms Klamm ab; der ganze südliche Handlungsstrang bleibt damit ungespielt, und die angekündigte Fortsetzung wurde nie hergestellt. Der Fernsehfilm des Studios Rankin/Bass von 1980 setzt zwar beim letzten Teil der Geschichte ein, verdichtet ihn aber auf die Länge eines einzelnen Films, sodass von Belagerung und Feldschlacht wenig mehr als ein Umriss übrig bleibt und die Stadt eher als Zielpunkt genannt denn als Schauplatz ausgeführt wird. Am ausführlichsten unter den frühen Fassungen bleibt das Hörspiel des BBC von 1981, das den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen verteilt und dem Buch von allen älteren Bearbeitungen am genauesten folgt; hier besteht die Stadt allein im gesprochenen Wort, ihre Ebenen, Ämter und Gebräuche werden über Erzählerpartien vermittelt. Den Truchsessen Denethor sprach dort Peter Vaughan.

Zum Eintrag Minas Tirith

Mordor

1 Absatz

Das Schwarze Land ist in den älteren Bearbeitungen vor allem ein Ziel, das nicht erreicht wird. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 behandelt die Entstehung des Ringes nur in einem knappen Vorspann und bricht nach der Schlacht um Helms Klamm ab; ein zweiter Teil kam nie zustande, sodass Frodo und Sam die Grenzen des Landes gar nicht erst überschreiten. Der Fernsehfilm des Studios Rankin/Bass von 1980 nimmt den Schlussteil der Geschichte auf, ohne Bakshis Film fortzusetzen, und ist damit die erste Fassung, die den Marsch über die Aschenebene und den Gang zum Schicksalsberg überhaupt zeigt — stark gerafft und durch gesungene Einlagen zusammengehalten. Die Hörspielfassung der BBC von 1981 umfasst sechsundzwanzig halbstündige Folgen und gilt als die buchnächste der älteren Bearbeitungen; sie ordnet die beiden Handlungsstränge allerdings nach der Zeitfolge und schiebt die Wanderung durch Mordor zwischen die Ereignisse in Gondor, während der Roman sie in getrennten Büchern nacheinander erzählt. Als Ort ohne Bild entsteht das Land hier allein aus Sprecherstimme und Geräusch.

Zum Eintrag Mordor

Narya

1 Absatz

In keiner der Verfilmungen ist Narya mehr als eine Randerscheinung, und in mehreren kommt er überhaupt nicht vor. Ralph Bakshis Zeichentrickfassung bricht nach der Schlacht am Hornburg-Wall ab und erreicht die Grauen Anfurten gar nicht erst; Gandalf, dort von William Squire gesprochen, trägt keinen benannten Ring. Der Fernsehfilm von Rankin/Bass zum letzten Teil der Geschichte, mit John Huston als Stimme Gandalfs, führt die Abfahrt über das Meer zwar vor, verzichtet aber auf jede Erwähnung des Roten Ringes und damit auf den Umstand, dass der Graue Pilger selbst einer der Ringträger ist. Die BBC-Hörspielfassung in sechsundzwanzig Halbstundenfolgen mit Michael Hordern als Gandalf gilt als die werkgetreueste der älteren Bearbeitungen; für einen Gegenstand, der im Buch ohnehin fast nur im Gespräch vorkommt, ist das Radio das Medium mit dem geringsten Nachteil. Peter Jacksons Trilogie schließlich nennt Narya an keiner Stelle: Die Vorgeschichte fasst die Ringe der Elben nur summarisch, Círdans Übergabe hat im Film keinen Platz, und Ian McKellens Gandalf bleibt bis zum Schluss ein Ratgeber ohne eigenen Ring.

Zum Eintrag Narya

Nazgûl

1 Absatz

Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 führt die Schwarzen Reiter in den bekannten Stationen vor — Auenland, Bree, Wetterspitze, Furt —, doch da die Handlung nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht und ein zweiter Teil nie zustande kam, fehlt die gesamte spätere Laufbahn ihres Anführers: der Zug gegen Minas Tirith ebenso wie sein Ende auf dem Pelennor. Glorfindel kommt in dieser Fassung nicht vor, die Szene an der Furt kommt ohne ihn aus. Die Bewegungen der Reiter entstanden, wie große Teile des Films, durch Abzeichnen von Realaufnahmen. Der Rankin/Bass-Fernsehfilm von 1980 setzt umgekehrt erst beim letzten Abschnitt der Erzählung ein und behält vom Wirken der Neun im Wesentlichen nur die Begegnung Éowyns mit dem Hexenkönig; die Vorgeschichte der Jagd nach dem Ring entfällt, ebenso die übrigen acht als handelnde Gestalten. Am vollständigsten bleibt die BBC-Hörspielfassung von 1981 in sechsundzwanzig Teilen: Sie bewahrt als einzige der älteren Bearbeitungen die Episode in den Hügelgräberhöhen und damit die Herkunft jener Klinge, die dem Fürsten später beikommt.

Zum Eintrag Nazgûl

Orks

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen gehen anders vor. Ralph Bakshis Zeichentrickfassung stellt die Orkheere über abgefilmte und nachgezeichnete Realaufnahmen dar, wodurch sie sich in Bewegung und Erscheinung merklich von den übrigen Figuren des Films abheben. Die Fernsehfassung von Rankin/Bass legt den Orks ein eigenes Marschlied in den Mund, das in Tolkiens Text keine Entsprechung hat und dort die Antreiberei unter Saurons Aufsehern zusammenfasst. Die BBC-Hörspielfassung in sechsundzwanzig Teilen kann dagegen wegen ihres Umfangs gerade jene Szenen bewahren, die kürzere Bearbeitungen streichen, darunter die Wortwechsel der Wachen und die Streitigkeiten der Orkhauptleute.

Zum Eintrag Orks

Rohirrim

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen behandeln das Reitervolk sehr ungleich. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm nimmt Rohan auf und lässt Philip Stone dem König Théoden die Stimme leihen, bricht aber nach der Schlacht an Helms Klamm ab, sodass der Ritt zu den Pelennor-Feldern nie erzählt wird; Éowyn fehlt in dieser Fassung ganz, und mit ihr das gesamte Geschehen um den Hexenkönig. Der Zeichentrickfilm der Rankin/Bass-Studios zum letzten Teil der Erzählung verdichtet den Stoff so stark auf Frodo und Sam, dass die Rohirrim nur noch am Rand vorkommen. Ausführlicher verfährt die Hörspielfassung der BBC, die den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen verteilt und deshalb Handlungsstränge bewahren kann, die den Filmen zum Opfer fielen; Théoden wird dort von Jack May gesprochen.

Zum Eintrag Rohirrim

Samweis Gamdschie

1 Absatz

Die bekannteste Verkörperung stammt aus der Kinotrilogie Peter Jacksons (2001–2003), in der Sean Astin die Rolle übernahm. Ältere Bearbeitungen kennen Sam allein als Sprechrolle: Im Zeichentrickfilm Ralph Bakshis von 1978 lieh ihm Michael Scholes die Stimme, im Fernseh-Zeichentrickfilm „Die Rückkehr des Königs“ von Rankin/Bass (1980) sprach ihn Roddy McDowall. In der sechsundzwanzigteiligen Hörspielfassung der BBC von 1981 gab Bill Nighy den Gärtner. Wie viel vom Weg der Figur überhaupt erzählt wird, fällt dabei sehr unterschiedlich aus: Bakshis Film bricht nach der Schlacht um Helms Klamm ab und lässt Sams Gang durch Mordor gänzlich aus, während der Rankin/Bass-Film umgekehrt im Wesentlichen erst nach Cirith Ungol einsetzt und die Vorgeschichte einer Rahmenerzählung überlässt.

Zum Eintrag Samweis Gamdschie

Smaug

1 Absatz

Smaug gehört ausschließlich zum Stoff des „Hobbit“; die Adaptionen des „Herrn der Ringe“ — Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978, die Rankin/Bass-Fassung des letzten Teils von 1980 — kommen ohne ihn aus. Seine erste bewegte Gestalt erhielt er in dem Zeichentrickfilm für das amerikanische Fernsehen, den Arthur Rankin jr. und Jules Bass 1977 vorlegten. Gesprochen wurde er dort von Richard Boone. Die Fassung presst den Roman in etwa neunzig Minuten und gibt einen erheblichen Teil ihrer Laufzeit an Lieder ab, weshalb die beiden Unterredungen zwischen Dieb und Drache stark zusammengezogen erscheinen und der Wortwechsel um Herkunft und Namen des Eindringlings kaum Raum behält. Auch der Bogenschütze, der den Drachen fällt, tritt beinahe ohne Vorbereitung auf: Seine Abstammung und die Vorgeschichte der zerstörten Stadt bleiben unerzählt, sodass der Schuss weniger als Abschluss einer langen Rechnung wirkt denn als glücklicher Zufall.

Zum Eintrag Smaug

Thranduil

1 Absatz

In den älteren Adaptionen kommt die Gestalt nur ein einziges Mal vor. Der Zeichentrick-Fernsehfilm der Produktionsfirma Rankin/Bass von 1977 rafft den Hobbit auf rund anderthalb Stunden und behält den Elbenkönig als Herrn des Düsterwalds bei: Gefangennahme der Zwerge und Flucht in den Fässern bleiben erhalten, das Verhör und der spätere Streit um den Hort sind dagegen stark zusammengezogen. Gesprochen wird die Rolle von Otto Preminger; wie im Roman bleibt der König auch hier ohne Namen und wird allein über seinen Titel geführt. Ralph Bakshis Verfilmung von 1978 bricht nach der Schlacht um Helms Klamm ab und berührt das Waldlandreich nicht, und auch der Rankin/Bass-Fernsehfilm von 1980, der den letzten Teil der Handlung aufnimmt, kennt die Figur nicht. In Peter Jacksons Verfilmung des Herrn der Ringe (2001–2003) tritt sie ebenfalls nicht auf.

Zum Eintrag Thranduil

Zwerge

1 Absatz

Im Zeichentrickfilm von Rankin/Bass erhält von Thorins Schar allein der Anführer ein ausgeprägtes Profil — gesprochen von Hans Conried —, während die übrigen Zwerge zu einer kaum unterschiedenen Gruppe zusammengezogen werden, die den stark gekürzten Handlungsgang begleitet. In Ralph Bakshis Fassung vertritt Gimli, gesprochen von David Buck, das Volk in der Gemeinschaft; da der Film nach der Helms Klamm abbricht, fehlt alles, was der Roman den Zwergen an späteren Auftritten zuweist, und die Annäherung an Legolas bleibt unentfaltet. Die Rankin/Bass-Bearbeitung des letzten Teils knüpft daran nicht an, sondern erzählt aus einer Rahmenhandlung heraus und räumt Gimli kaum Raum ein. Am vollständigsten bleibt die Hörspielfassung der BBC in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen, in der Douglas Livingstone den Gimli spricht; weil diese Bearbeitung der Vorlage enger folgt als die älteren Filme, bleiben auch jene Stationen erhalten, an denen die Zwerge im Buch als eigenes Volk hervortreten.

Zum Eintrag Zwerge

Quellen

Diese Seite zitieren

Legendarium (2026): „Die Rückkehr des Königs (Film 1980)“. Stand 19. August 2026. https://www.legendarium.page/de/adaptionen/rueckkehr-des-koenigs-film-1980/

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Legendarium. (2026). Die Rückkehr des Königs (Film 1980). Stand 19. August 2026. https://www.legendarium.page/de/adaptionen/rueckkehr-des-koenigs-film-1980/
MLA
„Die Rückkehr des Königs (Film 1980)“. Legendarium, 2026, https://www.legendarium.page/de/adaptionen/rueckkehr-des-koenigs-film-1980/. Stand 19. August 2026.
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