Herkunft und Namen
Beren gehörte den Edain an, jenen Menschengeschlechtern, die im Ersten Zeitalter über die Blauen Berge nach Beleriand zogen und sich dem Bündnis der Noldor anschlossen. Sein Volk war das Haus Beor, das älteste der drei Häuser der Elbenfreunde und dasjenige, dem elbische Kundschafter im Osten zuerst begegneten. Die Noldor wiesen ihm Wohnsitze in Dorthonion zu, dem waldigen Hochland nördlich von Doriath, und im Nordosten dieses Landes hielt das Geschlecht das Gebiet Ladros. Berens Vater war Barahir, ein Sohn Bregors; dessen älterer Bruder Bregolas führte das Haus vor ihm. Seine Mutter war Emeldir, die den Beinamen „die Mannherzige“ trug. Beren wuchs damit in einem Grenzland auf, das den Fürstentümern der Noldor zugewandt und zugleich den nördlichen Ausläufern von Morgoths Macht ausgesetzt war.
Der Name Beren selbst wird in den überlieferten Texten nicht gedeutet; die Menschen seines Hauses hatten die Sprache der Grauelben früh angenommen, führten daneben aber eigene Namensformen weiter. Ausdrücklich übersetzt sind hingegen die beiden Beinamen, die ihm später anhingen und unter denen er in den Liedern erscheint. Erchamion bedeutet „der Einhändige“ und verbindet die Elemente er- „ein, allein“ mit cam „Hand“; Camlost heißt „der Leerhändige“ und setzt dasselbe cam mit lost „leer“ zusammen. Beide gehören ein und demselben späteren Abschnitt seines Lebens an und erklären sich erst aus dessen Ausgang. In den älteren Teilen der Erzählung heißt er schlicht Beren, Sohn Barahirs, nach der Gewohnheit der Edain, die Herkunft im Namen mitzuführen.
Auch das zu Lebzeiten Tolkiens veröffentlichte Werk hält diese Herkunft fest, wenn auch aus großer zeitlicher Ferne. In den Anhängen des Herrn der Ringe erscheint der Ring, den Barahir trug, als Erbstück, das über viele Geschlechterfolgen bis zu den Häuptlingen der Dúnedain im Norden gelangte; er ist das greifbarste Zeugnis von Berens Vaterhaus, das die späteren Zeitalter überdauerte. Auf der Wetterspitze bezeichnet Aragorn den Beren der alten Lieder ausdrücklich als sterblichen Mann und als Sohn Barahirs und macht damit deutlich, worum es in der Geschichte geht: um die Verbindung eines Menschen mit einer Elbin. Der Name war also im Dritten Zeitalter kein Gelehrtengut, sondern gehörte zum gesungenen Bestand jener, die sich auf die Ältesten Tage beriefen.
Geschichte
Der erste große Einschnitt in Berens Leben war die Dagor Bragollach, die Schlacht des Jähen Feuers, in der Morgoth die Belagerung Angbands sprengte und Feuerströme über die nördlichen Länder sandte. Dorthonion ging verloren, Bregolas fiel mit dem größeren Teil der Krieger des Hauses, und Barahir hielt sich nur noch mit einer kleinen Schar in der Wildnis; Emeldir führte unterdessen die Frauen und Kinder über die Berge nach Süden. In den Kämpfen an den Sümpfen von Serech rettete Barahir Finrod Felagund das Leben, der ihm und seinem Geschlecht dafür Freundschaft und Beistand schwor. Die Geächteten, zuletzt zwölf Männer, hausten am Bergsee Tarn Aeluin, bis einer von ihnen, Gorlim, Sauron in die Hände fiel: Man hatte ihm ein Trugbild seiner verschollenen Frau vorgespiegelt, und für das Versprechen, wieder mit ihr vereint zu werden, nannte er das Versteck; getötet wurde er dennoch. Beren, der auf einem Kundschaftergang fern war, fand die Erschlagenen, verfolgte die Orks bis zu den Quellen des Rivil, erschlug ihren Hauptmann und nahm die abgetrennte Hand seines Vaters mit dem Ring an sich.
Vier Jahre lang blieb Beren danach allein im Hochland, das unter dem wachsenden Schatten zu Taur-nu-Fuin wurde; er lebte im Bund mit Vögeln und Tieren, und Morgoth setzte auf seinen Kopf einen Preis, der dem für einen Hochkönig der Noldor nicht nachstand. Als das Land ihm keinen Halt mehr bot, wandte er sich nach Süden, überstieg die Ered Gorgoroth und durchquerte das Tal Nan Dungortheb, aus dem sonst niemand zurückkehrte. Ergraut und erschöpft trat er durch den Gürtel Melians, den kein Fremder ohne Fügung überschreiten konnte, und kam in die Wälder von Doriath. Dort sah er Lúthien im Wald Neldoreth tanzen; er verlor die Sprache, suchte sie einen Winter lang vergeblich und fand sie im Frühjahr wieder, als er sie beim Namen Tinúviel rief. Der Sänger Daeron verriet die Begegnung an Thingol, der Beren vor seinen Thron in Menegroth bringen ließ. Auf Berens Werbung antwortete der König mit einem Brautpreis, der einem Todesurteil gleichkam: einem Silmaril aus der Eisernen Krone; Melian aber warnte ihn, dass er mit diesem Verlangen das Schicksal seines Reiches an die Juwelen binde.
Beren zog nach Nargothrond und legte Finrod den Ring Barahirs vor, worauf der König sich an seinen Eid gebunden sah. Celegorm und Curufin, die dort als Gäste lebten, riefen den Schwur der Söhne Feanors an und wandten das Volk gegen das Unternehmen; Finrod legte darauf die Krone nieder, übergab die Herrschaft Orodreth und brach mit zehn Getreuen und Beren auf. Sie überfielen eine Ork-Schar im Tal des Sirion und zogen, durch Finrods Trugzauber in deren Gestalt verwandelt, nach Norden. Auf der Insel Tol-in-Gaurhoth, dem einst elbischen Wachturm, hielt Sauron sie an; im Wettstreit der Lieder unterlag Finrod, die Verkleidung zerfiel, und die Gefangenen wurden in die Verliese geworfen. Dort holte ein Werwolf einen nach dem anderen; als die Reihe an Beren kam, zersprengte Finrod seine Fesseln, erschlug das Untier mit bloßen Händen und starb an den Wunden.
Lúthien entkam aus Doriath und gelangte mit dem Wolfshund Huan zur Insel, wo ihr Gesang die Mauern erschütterte und Huan Sauron im Kampf bezwang, sodass dieser den Turm preisgab und in Fledermausgestalt entfloh. Die Gefangenen wurden befreit, die Insel gereinigt und Finrod auf ihrer Höhe bestattet. Auf dem Rückweg stellten Celegorm und Curufin die beiden; Beren warf Curufin vom Pferd und nahm ihm das Messer Angrist ab, doch Curufin schoss im Weiterreiten zweimal nach Lúthien, und Beren fing den zweiten Pfeil mit dem eigenen Leib, sodass Huan ihm ein Heilkraut holen musste. Danach wollte er allein weiterziehen; Lúthien und Huan holten ihn ein und brachten die Bälge des Werwolfs Draugluin und der Fledermausgestalt Thuringwethil, in denen sie sich vor Angband tarnten. Am Tor bannte Lúthien den Wolf Carcharoth in Schlaf, und vor Morgoths Thron gab sie sich zu erkennen, sang den ganzen Hof und zuletzt den Dunklen Herrscher selbst in Schlummer. Beren schnitt mit Angrist einen Silmaril aus der Krone; als er nach den übrigen griff, zerbrach die Klinge, ein Splitter traf Morgoth, und die beiden flohen.
Schicksal verhüllt — enthüllenSchicksal enthüllt — wieder verhüllenDieser Abschnitt verrät, wie es ausgeht.
Schicksal
Am Tor war Carcharoth erwacht. Beren hielt ihm das Juwel entgegen, doch der Wolf biss ihm die Hand mitsamt dem Silmaril ab; das heilige Licht brannte in ihm, und rasend brach er nach Süden aus. Vergiftet und dem Tode nahe wurde Beren von Thorondor und seinen Adlern über die Berge nach Doriath getragen, wo Lúthien ihn heilte, den Verlust der Hand aber nicht rückgängig machen konnte; von da an trug er den Beinamen Erchamion. Vor Thingol trat er zurück mit dem Bericht, seine Hand halte den Silmaril noch immer, und hob den Stumpf des rechten Armes; danach nannte er sich Camlost. Um den umherstreifenden Wolf zu stellen, zogen Thingol, Beren, Beleg, Mablung und Huan zur Jagd aus. Huan tötete Carcharoth und starb an seinen Wunden; Beren, vom Wolf zerfleischt, überlebte nur so lange, dass Mablung das Juwel aus dem Leib des Untiers schneiden und er es dem König in die Hand legen konnte.
Beren starb in Menegroth, und sein Geist verweilte in den Hallen Mandos', wie es Lúthien ihm zugesagt hatte. Sie selbst verging vor Kummer, trat vor Mandos und trug ihm ein Lied vor, in dem sich das Leid der Elben und der Menschen mischte; als Antwort erhielt sie die Wahl, ohne Beren in Valimar zu leben oder mit ihm sterblich nach Mittelerde zurückzukehren, und entschied sich für das zweite. Die Zurückgekehrten wohnten fortan zurückgezogen auf der Insel Tol Galen im Fluss Adurant in Ossiriand, das man das Land der Toten, die leben, nannte; dort wurde ihr Sohn Dior geboren. Ein letztes Mal trat Beren aus dieser Abgeschiedenheit hervor, als die Zwerge von Nogrod nach der Plünderung Menegroths mit ihrer Beute heimzogen: An der Furt Sarn Athrad überfiel er sie mit den Grünelben, erschlug ihren Herrn und nahm ihnen den Halsschmuck Nauglamír mit dem eingesetzten Silmaril ab, den danach Lúthien trug. Ihr zweiter, endgültiger Tod ist in den Überlieferungen nicht beschrieben; man erfuhr davon nur, weil das Kleinod nach Doriath zu Dior kam und mit ihm die Nachricht, dass Lúthien nicht mehr sei.
Rolle und Fähigkeiten
Berens Stellung im Legendarium beruht weniger auf dem, was er vermochte, als auf der Stelle, an der er steht. Er ist der erste Sterbliche, in dessen Hand ein Silmaril gelangt, und der erste Mensch, der sich mit den Erstgeborenen verbindet; an ihm verschränken sich die Geschicke der beiden Geschlechter, die bis dahin nur als Bundesgenossen nebeneinander standen. Der Quenta Silmarillion behandelt seine Fahrt darum nicht als Einzeltat eines Kriegers, sondern als den Vorgang, durch den die geraubten Juwelen wieder in die Geschichte der Völker Beleriands eintreten und die Erzählung von Doriath an ihr Ende geführt wird. In der inneren Ordnung des Werkes zählt seine Geschichte zu den wenigen Erzählungen, die als eigenständige, in sich geschlossene „große Geschichten“ gelten und deren Stoff auch in gesungener Form überliefert war.
An Fähigkeiten schreiben die Texte ihm nichts Übernatürliches zu. Er ist ein Mensch ohne Zauberkunst: Was ihn auszeichnet, sind Waldkunde, Ausdauer und die Härte eines Mannes, der Jahre allein in Feindesland überstand, dazu Waffengeschick genug, um einen Ork-Hauptmann und später einen berittenen Elbenfürsten zu bestehen. Alles, was auf der Fahrt über menschliches Maß hinausging, geschah durch andere: Finrods Trugzauber, Lúthiens Gesang und Heilkunst, Huans Kraft und die Adler Thorondors. Die Grenzen werden im Text nicht verschwiegen, sondern zum Gegenstand der Erzählung gemacht — Beren unterliegt Sauron als Gefangener, ist auf Rettung angewiesen, verliert die rechte Hand und muss erfahren, dass Angrist zerbricht, als er nach mehr als dem einen Juwel greift. Auch seine Rückkehr aus dem Tod ist keine eigene Leistung, sondern eine Ausnahme, die auf Lúthiens Fürsprache hin gewährt wurde.
Die Nachwirkung seiner Tat reicht weit über sein Leben hinaus und ist der eigentliche Grund für sein Gewicht in der Überlieferung. Der Silmaril, den er aus der Krone schnitt, gelangte über Dior an Elwing und mit ihr auf das Schiff Earendils; erst dieses Licht ermöglichte die Fahrt in den Westen und damit das Eingreifen der Mächte, das Morgoths Herrschaft beendete. Aus derselben Linie stammen die Halbelben und über Elros die Könige von Númenor, sodass die späteren Dúnedain ihre Abkunft ausdrücklich auf Beren und Lúthien zurückführten. In den Anhängen des Herrn der Ringe dient diese Verwandtschaft als Maßstab, an dem Aragorn und Arwen ihre eigene Verbindung gemessen sehen. Beren erscheint dort nicht als Machtfigur, sondern als Vorbild und Ahnherr.
Beziehungen
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Schicksal
Berens Verwandtschaft ist enger mit den übrigen großen Erzählungen des Ersten Zeitalters verflochten, als seine eigene Geschichte erkennen lässt. Baragund und Belegund, die Söhne des Bregolas, waren seine Vettern und gehörten zu jener Schar, die mit Barahir in der Wildnis aushielt; ihre Töchter Morwen und Rían wurden die Mütter Túrins und Tuors. Beren war also naher Verwandter der beiden anderen Menschen, deren Schicksale das Silmarillion ausführlich verfolgt, und das Haus Beor bündelt in wenigen Geschlechtern, was sonst getrennt erzählt wird. Sein eigenes Vaterrecht blieb dagegen schmal: Dior war sein einziges Kind, wuchs abseits in Ossiriand auf und trat erst nach dem Tod der Eltern in die Angelegenheiten Beleriands ein.
Die Bindung an Lúthien ist im Text weniger als Werbung eines Ungleichen dargestellt denn als wechselseitige Abhängigkeit, in der die Elbin durchweg die Handelnde bleibt; Beren versucht mehrfach, sie zurückzulassen, und muss jedes Mal einsehen, dass die Aufgabe ohne sie nicht zu tragen ist. Aus dieser Verbindung erwuchs ihm ein Verhältnis zu Thingol, das mit einer Feindseligkeit begann und in Anerkennung endete: Der König, der ihn zunächst als Eindringling behandelte und mit einer unerfüllbaren Forderung abzufinden suchte, nahm ihn nach der Rückkehr als Angehörigen seines Hauses an. Melian dagegen durchschaute die Lage von Anfang an und warnte ihren Gemahl vergeblich. Auch Daeron gehört in dieses Geflecht: Er liebte Lúthien selbst und wandte sich gegen Beren, ohne dass ihm daraus Gewinn erwachsen wäre.
Auffällig ist, dass Berens wichtigste Bündnisse nicht auf Zuneigung, sondern auf Verpflichtung beruhen. Finrod stand nicht ihm, sondern seinem Vater im Wort, und der Wolfshund Huan folgte einem Schicksal, das ihm längst zugesprochen war; dass Huan seine dritte und letzte Rede an Beren richtete, ist die knappste Form, in der die Texte eine Freundschaft zwischen beiden bezeugen. Seine Gegner wiederum sind fast ausnahmslos unpersönlich: Morgoth kannte ihn als Namen auf einer Kopfgeldliste, Sauron behandelte ihn als einen Gefangenen unter anderen, und Carcharoth handelte ohne Absicht. Nur zu Curufin bestand ein wirklicher Zwist, und selbst dort schonte Beren auf Lúthiens Bitte hin dessen Leben — eine Zurückhaltung, die den späteren Anspruch der Söhne Feanors auf das Juwel nicht milderte.
Entwürfe und Varianten
Die älteste erhaltene Fassung der Erzählung, „The Tale of Tinúviel“ aus den frühen Verlorenen Geschichten, weicht in fast allen Voraussetzungen vom späteren Bild ab. Beren ist dort kein Mensch, sondern selbst ein Elb aus dem Volk der Noldoli, Sohn eines Egnor, und der Gegensatz, der die spätere Geschichte trägt — die Verbindung von Sterblichen und Erstgeborenen —, fehlt vollständig; entsprechend beruht der Widerstand von Tinúviels Vater Tinwelint, dem Vorläufer Thingols, allein auf Standesdünkel. Auch die Königin trägt hier noch den Namen Gwendeling. An der Stelle des Nekromanten steht Tevildo, der Fürst der Katzen, ein Untertan Melkos, in dessen Küchen Beren als Knecht dient, bis Tinúviel und der Hund Huan ihn befreien; Huan erscheint dabei als Feind des Katzengeschlechts, nicht als Wolfshund eines Schicksalsspruchs. Sein Beiname lautet in diesen Texten Ermabwed, „der Einhändige“, und die Heimgekehrten wohnen nicht in Ossiriand, sondern in Hisilómë.
Erst in der knappen Prosaübersicht, die als „Sketch of the Mythology“ überliefert ist, wird Beren zum Menschen und zum Sohn Barahirs, womit die Geschichte ihren bekannten Sinn erhält. Ausgearbeitet wurde diese Stufe vor allem im Stabreim-losen Versepos „The Lay of Leithian“, das seit der Mitte der zwanziger Jahre entstand: Dort treten die Geächtetenschar, der Verrat des Gorlim, Felagund und Nargothrond sowie der Wettstreit der Lieder erstmals hervor, doch heißt der Gegner auf der Wolfsinsel noch Thû, der Nekromant, und tritt an Tevildos Stelle. Tolkien brach die Dichtung an dem Punkt ab, an dem Carcharoth die Flüchtenden am Tor stellt; die späteren Kapitel der veröffentlichten Fassung beruhen daher auf Prosa. Anfang der fünfziger Jahre setzte er mit dem sogenannten „Lay of Leithian Recommenced“ neu an, führte die Überarbeitung aber nur über die ersten Gesänge hinaus. Aus derselben späteren Schicht stammen auch die Sindarin-Formen Erchamion und Camlost, die die alten Namen ablösten.
In Adaptionen
Beren ist bis heute in keiner Verfilmung als handelnde Figur aufgetreten; einen Darsteller gibt es nicht. Der Grund liegt in der Rechtelage: Verfilmt wurden allein „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“, deren Filmrechte Tolkien noch selbst veräußerte, während der Stoff der Ältesten Tage beim Nachlass verblieb und bislang nicht lizenziert wurde. In der Kinotrilogie Peter Jacksons fällt Berens Name deshalb nur ein einziges Mal, und zwar in einer Szene, die erst die erweiterte Fassung von „Die Gefährten“ enthält. Auf der Wetterspitze singt Streicher vor der Rast ein Lied in elbischer Sprache; auf Frodos Frage, von wem er da singe, antwortet er, es sei das Lied von Lúthien, einer Elbin, die einem sterblichen Mann namens Beren ihre Liebe geschenkt habe, und auf die weitere Nachfrage nach ihrem Ergehen nur, dass sie gestorben sei.
Schicksal verhüllt — enthüllenSchicksal enthüllt — wieder verhüllenDieser Abschnitt verrät, wie es ausgeht.
Schicksal
Gegenüber der Vorlage sind die Abweichungen vor allem Kürzungen. Im Buch nimmt die Stelle breiten Raum ein: Streicher erzählt die Geschichte im Zusammenhang und gibt sie überdies in Versen wieder, wobei Berens Fahrt, der Verlust der Hand, sein Tod und die Rückkehr aus den Hallen Mandos' benannt werden. Der Film beschränkt sich auf drei Repliken, lässt all dies aus und erwähnt auch nicht, dass Aragorn selbst von beiden abstammt; im Kinoschnitt fehlt die Szene ganz. Der Ring Barahirs ist als Requisite vorhanden — Aragorn trägt ihn in allen drei Teilen an der Hand —, wird jedoch an keiner Stelle benannt oder erklärt, während er in den Anhängen als Erbstück ausdrücklich hergeleitet wird. Die älteren Bearbeitungen übergehen die Figur vollständig: Weder in Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 noch in den Fernsehfilmen von Rankin/Bass fällt der Name.