Name und Herkunft

Der Name Gondolindrim ist sindarinisch gebildet und bezeichnet schlicht die Bewohner Gondolins: An den Stadtnamen tritt die Endung -rim, mit der das Sindarin eine Gesamtheit, ein Volk oder eine Schar benennt. Die Bezeichnung hebt also weder Abstammung noch Sprache hervor. Sie ordnet die Menschen der Stadt allein ihrem Ort zu. Daneben begegnen in den Erzählungen umschreibende Wendungen wie das Volk Turgons oder die Elben des Verborgenen Königreichs. In ihnen spiegelt sich, dass Außenstehende von dieser Gemeinschaft lange nur wussten, dass es sie irgendwo geben musste.1

Der Stadtname selbst hat eine doppelte Geschichte. Turgon gab dem Ort zunächst einen Namen in der Hochsprache der Noldor, Ondolinde, der sich etwa als Fels der Wassermusik wiedergeben lässt; er spielt auf die Quellen an, die am Hügel inmitten von Tumladen sprangen. Im Sindarin wurde daraus Gondolin, und in dieser Form verstand man das Wort als verborgenen Stein. Das Element gond für Stein kehrt in zahlreichen Namen wieder, dol-, verbunden mit dem Begriff des Verbergens, steckt in der Deutung als versteckter Fels. So verschob die Übertragung in die Landessprache den Sinn von der Schönheit des Ortes zu seiner Heimlichkeit, und damit zu dem Zug, der das Schicksal dieses Volkes über Jahrhunderte bestimmte.2

Ihrer Herkunft nach waren die Gondolindrim kein einheitliches Geschlecht. Den Kern bildeten Noldor aus dem Gefolge Fingolfins, das über das Malmende Eis nach Mittelerde gekommen war; etwa ein Drittel davon folgte dessen Sohn Turgon. Hinzu kam eine noch größere Zahl von Sindar, die in Nevrast gewohnt und Turgon dort als ihren Herrn angenommen hatten. Als der Bau der Stadt nach langen Jahren geheimer Arbeit vollendet war, verließ dieses gemischte Volk Nevrast in aller Stille und zog, in Gruppen und ohne Aufsehen, in das von den Echoriath umschlossene Tal. Aus zwei Elbenvölkern mit eigener Geschichte erwuchs so hinter den Bergen eine gemeinsame Gemeinschaft, die sich fortan über ihre Stadt bestimmte.3

  1. 1Das Silmarillion, Index of Names; Das Silmarillion, Anhang, Elements in Quenya and Sindarin Names
  2. 2Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 15, Of the Noldor in Beleriand; Das Silmarillion, Anhang, Elements in Quenya and Sindarin Names
  3. 3Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 15, Of the Noldor in Beleriand

Geschichte

Nach dem Einzug in das verborgene Tal lebten die Gondolindrim über lange Zeit abgeschlossen von der übrigen Welt. Turgon verfügte, dass niemand, der einmal hereingekommen war, die Stadt wieder verlassen dürfe, und dass kein Fremder den Weg hinein finden solle. Unter diesem Gesetz gediehen Stadt und Tal, während draußen die Belagerung Angbands währte. Die erste Erschütterung kam von innen: Turgons Schwester Aredhel ertrug die Enge nicht, erzwang ihren Aufbruch und geriet im Wald von Nan Elmoth an Eol. Jahre später kehrte sie mit ihrem Sohn Maeglin zurück, Eol folgte ihnen, und der Streit endete mit Aredhels Tod und Eols Hinrichtung. Maeglin blieb und fand, wie oben beschrieben, rasch Ansehen unter dem Volk.1

Als Morgoth in der Dagor Bragollach die Belagerung brach, blieb Gondolin unberührt, denn seine Lage war dem Feind unbekannt. In dieser Zeit fanden erstmals Menschen Einlass: Die jungen Brüder Húrin und Huor aus dem Haus Hador wurden von Adlern in das Tal getragen und von Turgon freundlich aufgenommen. Nach einem Aufenthalt von fast einem Jahr erhielten sie gegen den Willen Maeglins die Erlaubnis zur Rückkehr, nachdem sie geschworen hatten, das Geheimnis zu wahren. Turgon aber ahnte, dass die Abschließung sein Volk nicht auf Dauer schützen würde.2

In der Nirnaeth Arnoediad trat das Volk von Gondolin zum einzigen Mal offen ins Feld. Unerwartet zog Turgon mit einem großen Heer aus dem Süden herauf und stieß zu den Streitkräften seines Bruders Fingon. Als sich die Schlacht zum Unheil wendete, deckten Húrin und Huor mit den Männern aus Dor-lomin den Rückzug bei den Sümpfen von Serech und ermöglichten so, dass Turgon mit dem größten Teil seiner Krieger in die Berge zurückkehren konnte. Nach der Niederlage sandte Turgon wiederholt Schiffe von den Sirionmündungen nach Westen, um die Valar um Hilfe zu bitten; keines erreichte das Ziel, und aus der letzten Fahrt kehrte allein Voronwe zurück.3

Die Gefahr rückte näher, als Húrin nach langer Gefangenschaft freigelassen wurde und am Rand der Echoriath nach Turgon rief; die Späher Morgoths, die ihm folgten, erfuhren dadurch ungefähr, wo das Königreich zu suchen war. Bald darauf erreichte Tuor, Huors Sohn, von Voronwe geführt die Stadt als Bote Ulmos. Er überbrachte die Warnung, Gondolin sei nicht länger zu halten und solle aufgegeben werden. Turgon, gestützt auf den Rat Maeglins und das Vertrauen in die Stärke seiner Mauern, lehnte ab. Tuor blieb, heiratete Idril, die Tochter des Königs, und ihr Sohn Earendil wuchs in der Stadt auf. Idril, von bösen Vorahnungen bedrängt, ließ heimlich einen Fluchtweg unter der Ebene anlegen.4

Den Untergang bereitete schließlich Verrat. Maeglin, der Idril begehrte und Tuor hasste, geriet bei seiner Suche nach Erz außerhalb des Tals in die Hände von Orks und wurde vor Morgoth gebracht. Um Leben und Lohn zu sichern, enthüllte er die Lage der Stadt und riet zum Angriff. Das Heer Morgoths mit Balrogs und Drachen überschritt die Berge in einer Festnacht, als die Wachsamkeit gering war. Die Gondolindrim verteidigten sich lange und erbittert; Ecthelion fiel im Kampf mit Gothmog, dem Herrn der Balrogs, den er mit sich in den Tod riss, und Turgon kam beim Einsturz seines Turms um. Tuor warf Maeglin, der Idril und Earendil in seine Gewalt bringen wollte, von der Mauer.5

Eine kleine Schar entkam unter Führung Tuors und Idrils durch den geheimen Gang und zog über den hohen Pass Cirith Thoronath nach Norden hinaus. Dort geriet sie in einen Hinterhalt; Glorfindel stellte sich einem Balrog entgegen und stürzte mit ihm in die Tiefe, während die Adler die Verfolger abwehrten. Die Überlebenden gelangten über Umwege an die Mündungen des Sirion und vereinten sich dort mit den Flüchtlingen aus Doriath um Elwing. Ein eigenes Reich besaßen die Gondolindrim danach nicht mehr; ihre Geschichte ging in der Siedlung an der Küste auf, aus der Earendil zu seiner Fahrt nach Westen aufbrach.6

  1. 1Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 16, Of Maeglin
  2. 2Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 18, Of the Ruin of Beleriand and the Fall of Fingolfin
  3. 3Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 20, Of the Fifth Battle: Nirnaeth Arnoediad
  4. 4Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 22, Of the Ruin of Doriath; Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 23, Of Tuor and the Fall of Gondolin; Nachrichten aus Mittelerde, Teil 1, I. Of Tuor and his Coming to Gondolin
  5. 5Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 23, Of Tuor and the Fall of Gondolin
  6. 6Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 23, Of Tuor and the Fall of Gondolin; Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 24, Of the Voyage of Eärendil and the War of Wrath

Lebensweise und Werke

Was die Gondolindrim von den übrigen Elben Beleriands unterschied, zeigte sich zuerst an ihrer Stadt. Turgon hatte sie nach dem Bild Tirions auf Túna errichten lassen, der Stadt der Noldor in Aman, und in vielem blieb Gondolin ein Werk der Erinnerung an das verlorene Land im Westen. Die Mauern und Türme waren aus hellem Stein, auf den Plätzen sprangen Brunnen, und im Hof des Königs standen Nachbildungen der Zwei Bäume, die Turgon eigenhändig geschaffen hatte: Glingal mit goldenem, Belthil mit silbernem Glanz. Die Bewohner lebten damit in einer Umgebung, die weniger aus Mittelerde als aus dem Gedächtnis Valinors gestaltet war.1

Ebenso bezeichnend war die Sorgfalt, mit der das Volk seine Abgeschiedenheit sicherte und nutzte. Der Weg ins Tal führte durch eine verborgene Schlucht und über eine Folge bewachter Tore, und auf den Höhen der Echoriath hielten Wachen Ausschau, während die Adler Thorondors dem König Nachricht aus dem Land draußen brachten. Innerhalb der Berge pflegte man das Handwerk in großer Breite. Besonders die Arbeit am Metall gewann an Gewicht, seit Maeglin, der die Kunst des Schmiedens bei seinem Vater und im Umgang mit den Zwergen gelernt hatte, die Gebirge nach Erz absuchen ließ. Die Waffen und Rüstungen, die daraus entstanden, gaben der Stadt eine Wehrhaftigkeit, auf die sich Turgon später stützte.2

In der Sprache folgten die Gondolindrim dem Brauch der Verbannten in Beleriand, die das Sindarin zur Rede des Alltags gemacht hatten; die Namen der Stadt verraten zugleich, dass die Hochsprache der Noldor im Hause Turgons nicht vergessen war. Zu ihren Sitten gehörten große Feste im Jahreslauf, darunter jenes, bei dem man den Sonnenaufgang zu Sommerbeginn mit Gesängen erwartete. Ihr Verhältnis zur Zeit war von einem Widerspruch geprägt. Als unsterbliches Volk hatten sie sich eine Stadt geschaffen, die das Vergangene bewahren sollte, und je länger sie verborgen blieb, desto fester vertrauten sie auf ihre Dauer. Ulmo aber hatte Turgon schon in Vinyamar geraten, sein Herz nicht zu sehr an das Werk seiner Hände zu hängen, weil die Hoffnung der Noldor im Westen liege und nicht in ihren Bauwerken; gerade diese Mahnung wog das Volk Gondolins am wenigsten.3

  1. 1Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 15, Of the Noldor in Beleriand
  2. 2Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 16, Of Maeglin; Nachrichten aus Mittelerde, Teil 1, Kap. 1, Of Tuor and his Coming to Gondolin
  3. 3Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 15, Of the Noldor in Beleriand; Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 23, Of Tuor and the Fall of Gondolin

Stämme, Häuser und Gefolgschaften

Innerhalb der Gondolindrim unterscheiden die Quellen zunächst nach Herkunft, kaum aber nach Stämmen im engeren Sinn. Noldor und Sindar zogen, wie eingangs dargelegt, gemeinsam in das Tal, doch getrennte Fürsten, eigene Viertel oder gesonderte Rechte der beiden Gruppen sind für die Stadt nicht bezeugt. Maßgeblich war die Bindung an den König. Die Herrschaft lag beim Haus Fingolfins, verkörpert durch Turgon, seine Tochter Idril und seinen Neffen Maeglin, den Sohn Aredhels. Über Maeglins Vater Eol reichte ein Zweig der Elben aus Nan Elmoth in die königliche Familie hinein, über Tuor ein Mensch aus dem Haus Hador; in ihrem Sohn Earendil trafen die Linien der Noldor und der Edain zusammen.1

Unterhalb des Königshauses nennt der Text einzelne Herren, die an der Spitze eigener Gefolgschaften standen. Glorfindel wird als Oberhaupt des Hauses der Goldenen Blume bezeichnet, einer der wenigen Hausnamen, die in der späten Überlieferung ausdrücklich erscheinen. Ecthelion trägt einen Beinamen, der ihn mit der Quelle verbindet; über Größe und Gestalt seines Gefolges macht der veröffentlichte Text keine näheren Angaben. In der Erzählung von Tuors Ankunft tritt er als Hüter des letzten und größten Tores auf, an dem der verborgene Weg in die Ebene endete. Beide gehörten zu den Heerführern, die sich beim letzten Angriff auf die Stadt hervortaten.2

Eine vollständige Ordnung der Häuser mit Zahl, Abzeichen und Anführern bietet das Silmarillion nicht; es belässt es bei den genannten Andeutungen. Die ausführlichen Aufzählungen stammen aus frühen Entwürfen und gehören in die Betrachtung der Varianten. Wie sich der Einzelne einordnete, zeigt Voronwe, der sich Tuor gegenüber mit Vater und Haus vorstellt und sich dabei dem Geschlecht Fingolfins zurechnet. Für die späte Gestalt der Überlieferung ergibt sich daraus ein schlichtes Bild: Die Häuser Gondolins waren Gefolgschaften innerhalb eines Volkes, das sich über seinen König und seine Stadt bestimmte, nicht voneinander geschiedene Stämme.3

  1. 1Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 16, Of Maeglin; Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 23, Of Tuor and the Fall of Gondolin
  2. 2Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 23, Of Tuor and the Fall of Gondolin; Nachrichten aus Mittelerde, Teil 1, Kap. 1, Of Tuor and his Coming to Gondolin
  3. 3Nachrichten aus Mittelerde, Teil 1, Kap. 1, Of Tuor and his Coming to Gondolin; Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 23, Of Tuor and the Fall of Gondolin

Rolle in der Erzählung

Im Gefüge des Silmarillion bilden die Gondolindrim den Schlussstein einer Reihe verborgener Reiche. Doriath, Nargothrond und Gondolin suchen jeweils Schutz in Abgeschiedenheit, und jedes geht zugrunde, sobald ein Riss von innen oder außen die Verborgenheit aufhebt. Gondolin hält am längsten stand. Daran zeigt der Text, dass Verborgenheit den Untergang nicht abwendet, sondern nur hinauszögert. Das Volk verkörpert so die Hoffnung, sich dem Krieg gegen Morgoth durch Rückzug entziehen zu können, und zugleich deren Grenze. Mit dem Fall der Stadt endet die Zeit der großen Elbenreiche Beleriands.1

Erzählerisch bedeutsam ist, dass das Schicksal dieses Volkes eng mit den Menschen verflochten wird. Gerade die Gemeinschaft, die sich am strengsten abschließt, verdankt ihr Weiterleben Sterblichen. Auf dem Schlachtfeld sagt Huor dem König voraus, aus dessen Haus und seinem eigenen werde ein neues Licht aufgehen. Die Verbindung von Tuor und Idril löst diese Voraussage ein. Der Untergang der Stadt wird damit zum Übergang, denn aus der geretteten Schar geht Earendil hervor, dessen Fahrt nach Westen schließlich die Hilfe der Valar herbeiführt. Tolkien selbst rechnete den Fall Gondolins zu den tragenden Einzelgeschichten seiner Mythologie und stellte ihn mit Earendil in Verbindung.2

Auch in den zu Lebzeiten veröffentlichten Büchern wirkt das Volk Gondolins fort, wenn auch nur mittelbar. Im Hobbit erkennt Elrond an den Runen der Schwerter Glamdring und Orcrist, dass sie einst in Gondolin für die Kriege gegen die Orks geschmiedet wurden. Beiläufig öffnet sich damit für die Leser eine Tiefe der Zeit, die die Geschichte selbst noch nicht erzählt. Elrond ist nach den Anhängen des Herrn der Ringe ein Sohn Earendils und damit ein Nachfahre von Tuor und Idril. In seinem Haus und in der Linie seines Bruders Elros lebt so ein Rest dieses Volkes bis in spätere Zeitalter fort.3

  1. 1Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 23, Of Tuor and the Fall of Gondolin
  2. 2Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 20, Of the Fifth Battle: Nirnaeth Arnoediad; Das Silmarillion, Quenta Silmarillion, Kap. 24, Of the Voyage of Eärendil and the War of Wrath; Briefe, Letter 131
  3. 3Der Hobbit, Kapitel 3, A Short Rest; Der Herr der Ringe, Anhang A, I The Númenórean Kings

Entwürfe und Varianten

Die älteste Fassung der Geschichte ist die frühe Erzählung vom Fall Gondolins aus dem Buch der Verschollenen Geschichten, die Tolkien während des Ersten Weltkriegs niederschrieb. Das Volk der Stadt heißt dort Gondothlim, ein Name, der ebenfalls auf dem Element für Stein beruht, und es gehört zu den Noldoli, wie die Noldor in dieser frühen Schicht noch genannt werden. Anders als die späte Überlieferung gliedert diese Fassung die Bürger ausführlich in Häuser mit eigenen Herren und Abzeichen. Genannt werden unter anderem das Haus des Maulwurfs unter Meglin, die Häuser der Schwalbe, des Himmelsbogens, des Baumes und der Harfe, die Goldene Blume Glorfindels, die Quelle Ecthelions, der Zornhammer und die Leute vom Flügel, die Tuor folgen. Auch sonst weicht vieles ab: Maeglins Mutter trägt den Namen Isfin, Morgoths Heer bricht mit gewaltigen, von Schmieden gefertigten Drachen aus Metall in die Stadt ein, und Glorfindel fällt am Pass Cristhorn, dem Adlerspalt.1

In den folgenden Jahrzehnten schrumpfte der Stoff zu knappen Zusammenfassungen, zuerst im Entwurf der Mythologie und dann in der Quenta der frühen Dreißigerjahre, die den Untergang nur noch in wenigen Absätzen berichten. Erst um 1951 begann Tolkien eine neue, breit angelegte Erzählung von Tuors Weg nach Gondolin. Sie bricht jedoch ab, kurz nachdem Tuor die Stadt erblickt hat, sodass eine späte Darstellung des Lebens und Untergangs der Gondolindrim nie entstand. Der Bericht im veröffentlichten Silmarillion stützt sich deshalb im Wesentlichen auf die älteren Kurzfassungen; die reiche Ausgestaltung der Häuser und des Kampfes blieb auf die frühe Erzählung beschränkt.2

  1. 1Das Buch der verschollenen Geschichten. Teil 2, The Fall of Gondolin; Der Fall von Gondolin, The Original Tale
  2. 2The Shaping of Middle-earth, The Quenta; Der Fall von Gondolin, The Last Version