Herkunft, Wesen und Namen
Faramir gehörte zu den Menschen, näher bestimmt zu den Dúnedain Gondors, dem im Süden verbliebenen Zweig der Númenórer, deren Blut sich in den späteren Zeitaltern mit dem der einheimischen Völker Mittelerdes mischte. Sein Haus war nicht das der Könige. Es führte sich auf Húrin von Emyn Arnen zurück, einen Mann hoher númenórischer Abkunft, der König Minardil als Verwalter diente; nach ihm hieß die Sippe das Haus Húrins, und ihre älteste Verbindung wies auf die Hügel jenseits des Anduin, denen der Name Emyn Arnen zukam. Das Amt blieb in dieser Familie erblich, und als mit Earnur die Linie Anárions abriss, übernahm Mardil im Jahr 2050 des Dritten Zeitalters die Herrschaft stellvertretend, ohne Krone zu beanspruchen. Denethor II. war der sechsundzwanzigste Herrschende Truchsess dieser Reihe; Faramir wurde also in eine Nachfolge hineingeboren, die Macht ohne Königswürde überlieferte.
Der Name selbst ist sindarinischer Form, wie es in Gondor seit langem Brauch war; die Überlieferung vermerkt, dass mehrere Truchsessen Namen trugen, die schon in den Erzählungen des Ersten Zeitalters begegnen, unter ihnen Denethor, Boromir und Ecthelion. Eine Deutung von „Faramir“ hat Tolkien im veröffentlichten Werk nicht gegeben; auffällig ist allein der Gleichklang mit dem Namen des Bruders in der zweiten Silbe. Nach den Aussprachehinweisen liegt die Betonung auf der ersten Silbe, und das „i“ vor einfachem Schlusskonsonanten ist lang zu lesen, etwa wie in englisch „thief“. Neben dem Eigennamen stehen Amtsbezeichnungen: die Anrede als Hauptmann, die Würde des Truchsessen, deren vollständiger Titel auf den Hohen König bezogen war und in hochelbischer Form den Diener des Königs bezeichnete, und schließlich der Titel eines Fürsten von Ithilien, benannt nach dem „Land des Mondes“, das seinen Namen von Minas Ithil trug.
Die posthum herausgegebenen Wortlisten führen das Element mîr als „Kleinod, Juwel“ auf, das in zahlreichen Namen wiederkehrt; auf dieses Element weist die Endung, die Faramir mit Boromir teilt, während sich für das erste Glied keine gesicherte Bedeutung nachweisen lässt, sodass jede Gesamtdeutung Vermutung bleibt. Von mütterlicher Seite kam ein zweiter Strang hinzu: das Haus der Fürsten von Dol Amroth, dessen Angehörige ebenfalls sindarinische Namen trugen und dem eine Überlieferung nachging, es sei aus der Verbindung eines seiner Ahnen mit Mithrellas hervorgegangen, einer Elbin aus dem Gefolge Nimrodels. Ob man dieser Erzählung folgt oder nicht: Sie erklärt, weshalb man in Gondor dem Haus von Dol Amroth wie dem Haus Húrins ein besonderes Erbe zuschrieb und darin die Züge des alten Westens wiederzuerkennen meinte.
Geschichte
Faramir wurde im Jahr 2983 des Dritten Zeitalters als zweiter Sohn Denethors II. und der Finduilas von Dol Amroth geboren, fünf Jahre nach seinem Bruder Boromir. Die Mutter starb 2988, und der Vater zog sich danach in eine strenge, wortkarge Härte zurück; seine Zuneigung galt sichtbar dem älteren Sohn. Zwischen den Brüdern selbst herrschte gleichwohl Eintracht: Boromir schützte den Jüngeren, und Faramir bewunderte ihn ohne Neid. Als Mithrandir in späteren Jahren wiederholt nach Minas Tirith kam, um in den Archiven der Stadt zu lesen, suchte Faramir seine Gesellschaft und lernte von ihm, was der Vater ungern sah; in der Stadt sprach man von ihm als dem Schüler des Zauberers. Er wuchs so zu einem Mann heran, der die alte Überlieferung Gondors, die Sprachen und die Musik ebenso kannte wie das Kriegshandwerk, dem er sich aus Notwendigkeit, nicht aus Neigung, verschrieb.
Im Juni 3018 warf Sauron seine Macht gegen Osgiliath; die Ostufer-Hälfte der alten Hauptstadt ging verloren, und die Brüder gehörten zu den wenigen, die den Rückzug über die letzte Brücke deckten, ehe sie brach. In derselben Zeit suchte Faramir mehrfach ein Traum heim, der ihm in dunklen Versen von einem zerbrochenen Schwert, von Isildurs Fluch und von einem Halbling sprach und ihn nach Imladris wies; Boromir empfing ihn nur ein einziges Mal. Die Brüder legten den Traum ihrem Vater vor, und obwohl das Zeichen zuerst dem Jüngeren gegolten hatte, beanspruchte Boromir die weite und gefährliche Reise für sich, und Denethor gab sie ihm. Faramir blieb zurück und übernahm die Führung der Waldläufer von Ithilien, die von Henneth Annûn aus, einem hinter einem Wasserfall verborgenen Zufluchtsort, gegen Mordors Vorstöße operierten.
Am 7. März 3019 legte Faramir mit seiner Schar einen Hinterhalt an der Straße, auf der ein Heerhaufen aus Harad nach Norden zog, um sich Mordors Aufgebot anzuschließen. Bei dem Gefecht wurden Frodo Beutlin und Samweis Gamdschie aufgegriffen, die sich in der Nähe verborgen hielten, und nach Henneth Annûn gebracht. Faramir befragte sie eingehend, denn er hatte kurz zuvor am Anduin ein Boot treiben sehen, in dem sein toter Bruder lag, und die gespaltenen Hälften von dessen Horn waren ihm zugekommen; von Frodo erfuhr er nun Genaueres über den Zug der Gemeinschaft und den Bruch bei Parth Galen. Aus dem, was gesagt und was verschwiegen wurde, erschloss er, welche Last der Halbling trug. Er hatte zuvor geschworen, ein solches Ding weder zu nehmen noch zu behalten, und er hielt sein Wort: Er entließ die beiden mit Wegzehrung und Rat, warnte sie vor dem Pass, den Gollum ihnen als Weg anpries, und gab ihnen Geleit bis zur Grenze seines Machtbereichs. Zuvor hatte er Gollum am verbotenen Teich vor dem Tod bewahrt, weil Frodo für ihn eintrat.
Schicksal verhüllt — enthüllenSchicksal enthüllt — wieder verhüllenDieser Abschnitt verrät, wie es ausgeht.
Schicksal
Wenige Tage darauf erreichte Faramir Minas Tirith, verfolgt von einem geflügelten Reiter, vor dem ihn Gandalf auf freiem Feld bewahrte. Sein Bericht brachte ihm den Vorwurf des Vaters ein, er habe aus Hochmut fahren lassen, was Gondor hätte retten können; unter diesem Druck nahm er den Auftrag an, die vorgeschobenen Werke jenseits des Pelennor zu halten. Als die Übermacht die Dammfestungen überrannte, deckte er den Rückzug seiner Männer und wurde dabei am 13. März von einem Geschoss der Südländer getroffen, während der Schatten der Nazgûl über das Feld ging. Fürst Imrahil brachte ihn bewusstlos in die Stadt zurück. Denethor hielt ihn für verloren, gab das Regiment auf und ließ Vater und Sohn gemeinsam auf einem Holzstoß in Rath Dínen betten; nur weil Peregrin Tuk Hilfe holte und Beregond die Tür der Grabstätte hielt, konnte Gandalf den Bewusstlosen aus den Flammen tragen, in denen der Truchsess zwei Tage später starb.
In den Häusern der Heilung lag Faramir im Fieber des Schwarzen Odems, bis Aragorn ihn in der Nacht nach der Schlacht auf dem Pelennor mit Athelas zurückrief; er erwachte, erkannte den König und bot ihm sogleich seinen Dienst an. Zur Genesung verurteilt, während das Heer zum Morannon zog, begegnete er dort Éowyn von Rohan; als Statthalter der Stadt gestattete er ihr, die Mauern zu betreten, und aus den gemeinsamen Tagen des Wartens erwuchs eine Zuneigung, die sie beide am 25. März, im Augenblick des Sturzes von Barad-dûr, aussprachen. Bei der Krönung Elessars am 1. Mai 3019 legte Faramir das Amt in die Hände des Königs, der es ihm und seinem Haus sogleich zurückgab. Aragorn erhob ihn zugleich zum Fürsten von Ithilien und übertrug ihm die Aufgabe, das verwüstete Land wieder zu bestellen. Faramir und Éowyn vermählten sich und nahmen ihren Sitz auf den Hügeln von Emyn Arnen, in Sichtweite der Stadt, deren Truchsessen er blieb.
Rolle und Fähigkeiten
Im Gefüge Gondors bekleidete Faramir ein doppeltes Amt: Er war Hauptmann der Weißen Turmwache und zugleich Führer der Waldläufer von Ithilien, eines kleinen, verdeckt arbeitenden Verbandes jenseits des Anduin. Die Kriegführung, die ihm oblag, war nicht die der offenen Feldschlacht, sondern die des Hinterhalts und des raschen Rückzugs; Ithilien liess sich nicht mehr besetzen, sondern nur beunruhigen, und Henneth Annûn diente als Stützpunkt, dessen Lage so streng gehütet wurde, dass Fremde nur mit verbundenen Augen dorthin gelangten. Innerhalb dieses Bereichs war seine Vollmacht beträchtlich: Er konnte über Aufgegriffene entscheiden, das alte Gesetz über den verbotenen Teich anwenden oder aussetzen und Reisenden für Jahr und Tag freies Geleit in den überlieferten Grenzen des Reiches zusichern. Abgeleitet aber blieb sie stets vom Truchsess in Minas Tirith und endete dort, wo dessen Wille anders entschied.
Übernatürliche Kräfte besass Faramir nicht, und zu den Beratungen der Weisen wurde er nie hinzugezogen; seine Kenntnis der alten Überlieferung war die eines Gelehrten, nicht die eines Eingeweihten. Was ihn hervorhob, war ein ungewöhnliches Urteilsvermögen: Er prüfte Aussagen an dem, was ungesagt blieb, und schloss aus Zögern und Auslassung auf den Kern einer Sache, ohne den Befragten zu bedrängen. Dazu trat ein Erbe, das in Gondor selten geworden war und das die Betrachter im Gesicht der Männer von Westernis wiederzuerkennen meinten. Ein Zeichen davon war der Traum, der ihn immer wieder heimsuchte: eine dunkle Woge, die über grünes Land und über die Türme einer Stadt hereinbricht, und die er selbst auf den Untergang Númenors bezog. Dieselbe Empfänglichkeit machte ihn den Schrecken der Nazgûl gegenüber wach, aber nicht unempfindlich.
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Schicksal
Die Grenzen seiner Macht traten im Frühjahr 3019 deutlich hervor. Seine Schar war zu klein, um die Übergänge zu halten, und sein eigenes Urteil über die Aussichtslosigkeit des vorgeschobenen Postens musste dem Befehl des Vaters weichen; gegen den Schwarzen Odem half ihm weder Überlieferung noch Willenskraft, sondern allein fremde Heilkunst. Auch das Amt selbst war seiner Natur nach begrenzt: Die Truchsessen führten seit Mardil die Herrschaft nur stellvertretend und beanspruchten weder Krone noch Thron, und mit der Rückkehr des Königs wurde die Würde vollends zu einem erblichen Ehrenamt neben dem Thron. Als Fürst von Ithilien erhielt Faramir dafür ein Grenzlehen mit einer klar umrissenen Aufgabe – der Wiederbesiedlung eines verwüsteten Landstrichs – und eine eigene Leibschar, die Weisse Schar, deren erster Hauptmann Beregond wurde.
Verwandte, Gefährten und Gegenbilder
Die Beziehungen Faramirs sind fast durchweg von einer Ungleichheit geprägt, die er nicht bestritt, sondern trug. Gegenüber Denethor blieb er der Sohn, dessen Gehorsam nie in Zuneigung umschlug: Er wusste, dass der Vater ihn maß und für zu weich befand, und er widersprach ihm dennoch nur dort, wo es um das Rechte ging, nicht um die eigene Geltung. Auf die bittere Frage, ob er den Platz mit dem Toten hätte tauschen mögen, antwortete er ohne Ausflucht mit Ja – und fügte hinzu, dass Boromir mit dem Fund nicht ebenso umgegangen wäre. Zum Bruder empfand er Bewunderung ohne Rivalität; die Nüchternheit, mit der er dessen Ehrgeiz später beschrieb, war keine späte Abrechnung, sondern dieselbe Genauigkeit, die er auf alles richtete. Vom Haus seiner Mutter her war ihm Imrahil von Dol Amroth verbunden, der ihn vom Feld trug, als sein eigener Vater ihn schon aufgegeben hatte.
Was Denethor ihm versagte, fand er bei Mithrandir, dessen Unterricht ihn den Vater Einfluss und Entfremdung wittern ließ; Gandalf selbst rechnete Faramir zu den wenigen in Gondor, deren Urteil man auch ungeprüft folgen konnte. Sein Verhältnis zu Frodo entstand aus einem Verhör und wurde zu etwas anderem, weil er den Halbling nicht als Beute, sondern als Boten behandelte; Samweis, der ihn zunächst mit dem Misstrauen des Dieners musterte, sprach ihm am Ende eine Eigenschaft zu, die er sonst nur den Alten nachsagte. Auch Gollum begegnete Faramir mit Genauigkeit statt mit Abscheu: Er durchschaute ihn schneller als seine Herren, verschonte ihn um Frodos willen und warnte doch vor dem, was aus dieser Führung folgen musste. Unter seinen eigenen Leuten – Mablung, Damrod und den Übrigen – galt er als Anführer, dem man in eine aussichtslose Stellung folgte, und Beregond setzte für ihn Amt und Leben aufs Spiel.
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Schicksal
In der Genesungszeit kehrten sich die Verhältnisse um. Vor Aragorn stand Faramir nicht als Rivale um ein Erbe, sondern als der Erste, der die Herrschaft anerkannte und sie später vor der versammelten Stadt förmlich zurückgab; zwischen dem heimgekehrten König und dem Statthalter entstand ein Einvernehmen, das dem Reich die Erschütterung eines Thronstreits ersparte. Éowyn wiederum begegnete ihm als jemand, der ihre Verzweiflung nicht mit Trost übertünchte, sondern benannte, was sie suchte und was sie fürchtete; er warb um sie, ohne ihr die Ehre abzusprechen, und erst als sie sich abwandte vom Wunsch, im Kampf zu enden, war die Verbindung möglich, der Éomer seine Zustimmung gab. Sauron blieb ihm ein Gegner, dem er nie persönlich gegenüberstand – seine Feindschaft galt weniger dem Dunklen Herrscher als dem Krieg selbst, den er als Notwendigkeit führte und dessen Waffen er nicht um ihrer selbst willen liebte.
Entwürfe und Varianten
Faramir gehört zu den Gestalten, die nach Tolkiens eigenem Zeugnis ungeplant in die Erzählung traten. Während der Arbeit am vierten Buch im Frühjahr 1944 hielt er in einem Brief an seinen Sohn Christopher fest, dass ihm ein neuer Mann in die Wälder Ithiliens entgegengekommen sei, den er weder erfunden noch gewünscht habe, der ihm aber gefalle. In der ersten Niederschrift führte der Anführer der Waldläufer denn auch einen anderen Namen: Falborn, Sohn des Anborn, ein Mann númenórischer Abkunft aus Gondor ohne jede Verbindung zum Haus der Truchsessen. Erst im Fortgang der Arbeit machte Tolkien ihn zum jüngeren Sohn Denethors, wodurch die Befragung am Henneth Annûn ihre zweite, familiäre Ebene erhielt; der Name Anborn ging an einen seiner Untergebenen über. Der Entwurf des Kapitels trug schlicht den Arbeitstitel „Faramir“, und die ausgedehnten Gespräche über Herkunft und Niedergang Gondors wuchsen ihm erst schrittweise zu.
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Schicksal
Ebenso wenig stand der Ausgang seiner Geschichte von Anfang an fest. In den Handlungsentwürfen zum fünften Buch erwog Tolkien Fassungen, in denen Éowyn den Kampf vor der Stadt nicht überlebte, und ältere Skizzen hatten eine Neigung zwischen ihr und Aragorn vorgesehen; unter beiden Voraussetzungen wäre für die spätere Verbindung kein Raum geblieben. Erst bei der Niederschrift der Kapitel um die Häuser der Heilung entschied sich, dass die beiden Genesenden zueinander finden sollten, und aus dieser späten Wendung erwuchs die gesamte Begegnung auf den Mauern. Die Rettung des Bewusstlosen aus dem Feuer und Denethors Ende waren in den Vorstufen mehrfach umgestellt, ehe der veröffentlichte Ablauf gefunden war. Der Befund zeigt eine Figur, deren Gewicht im Erzählganzen erst nachträglich entstand: aus einem beiläufigen Grenzhauptmann wurde der Bruder Boromirs, aus dem Verwundeten der Fürst von Ithilien.
Adaptionen
In Peter Jacksons Filmtrilogie wird Faramir von David Wenham gespielt; die Figur tritt im zweiten und dritten Teil auf. Hier liegt zugleich die am häufigsten erörterte Abweichung vom Roman: Statt Frodo Beutlin und Samweis nach der Befragung am Henneth Annûn ziehen zu lassen, führt der Film-Faramir die beiden Gefangenen weiter nach Osgiliath, um den Ring seinem Vater zu bringen, und gibt sie erst frei, nachdem Frodo dort einem geflügelten Reiter beinahe erlegen ist. Aus der von vornherein feststehenden Weigerung des Buches wird damit ein später Sinneswandel; die Drehbuchautoren begründeten die Änderung mit der Sorge, ein Held, der der Versuchung ohne Kampf widersteht, biete keinen dramatischen Bogen. In dieselbe Richtung weist die Behandlung Gollums, den die Waldläufer im Film härter zusetzen als in der Vorlage. Die erweiterte Schnittfassung mildert den Eingriff teilweise ab: Sie enthält eine Rückblende auf die Rückeroberung Osgiliaths, in der Denethors Geringschätzung des jüngeren Sohnes und das gute Einvernehmen mit Boromir sichtbar werden, sowie die Begegnung mit Éowyn in den Häusern der Heilung, die in der Kinofassung auf einen stummen Blick zusammenschrumpft.
Älter und in der Anlage werkgetreuer ist die sechsundzwanzigteilige Hörspielfassung des BBC, in der Andrew Seear die Rolle spricht. Das Format erlaubte es, die ausgedehnten Gespräche in Ithilien weitgehend zu bewahren, und die Entscheidung gegen den Ring bleibt dort das, was sie im Buch ist: eine Haltung, die Faramir schon vor dem Zusammentreffen mit den Halblingen einnimmt. In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm kommt die Figur dagegen überhaupt nicht vor, da die Handlung nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht und der geplante zweite Teil nie entstand; alles, was Faramir betrifft, hätte erst dort begonnen.