Namen und Ursprung der Gemeinschaft
Einen Namen, den die Schar sich selbst gegeben hätte, kennt die Erzählung nicht; ihre Bezeichnungen gehen auf Elrond zurück, der sie zusammenstellte. Im englischen Original heißt sie bei ihm und danach durchgehend im erzählenden Text the Company of the Ring, was Carroux mit „Gemeinschaft des Ringes“ wiedergibt. Daneben steht der Name „Neun Wanderer“, der sich erst als Gegenstück erschließt: Er antwortet auf die Neun Reiter des Feindes und macht die Zahl selbst zur Aussage. Die englische Form Fellowship, unter der die Schar heute meist bekannt ist, ist in erster Linie der Titel des ersten Romanteils; im Erzähltext überwiegt Company. Auch in der Tiefe Morias, am Grab Balins, benennt der Erzähler die Wanderer mit eben diesem Namen.1
Eine Abstammung im Sinne der Völker Mittelerdes hat die Gemeinschaft nicht; sie geht aus einem Beschluss hervor. Auf dem Rat in Bruchtal erklärte sich Frodo Beutlin bereit, den Ring zu tragen, und Elrond nahm das Angebot an. Samweis Gamdschie, der sich ungebeten in die Beratung geschlichen hatte, bestimmte er sogleich zum Begleiter, da sich die beiden ohnehin kaum trennen ließen. Die übrigen Gefährten wählte Elrond erst, nachdem Späher über Wochen die Lande nach dem Verbleib der Reiter abgesucht hatten. Ende Dezember brach die Schar in der Dämmerung aus Bruchtal auf.2
Was die Neun zusammenhielt, war weder Eid noch Amt. Elrond legte ausdrücklich nur dem Ringträger eine Bindung auf; die anderen sollten ihn als freie Gefährten begleiten und durften zurückbleiben, umkehren oder einen anderen Weg einschlagen, wenn die Umstände es nahelegten. Wie offen diese Wahl war, zeigt der Streit um Meriadoc Brandybock und Peregrin Tuk: Elrond hätte die beiden jungen Hobbits lieber heimgeschickt, doch Gandalf hielt dagegen, auf diesem Weg vermöge Freundschaft mehr als Macht oder Weisheit, und selbst ein Elbenfürst vom Rang Glorfindels könne den Dunklen Turm nicht mit Gewalt nehmen. So ist die Gemeinschaft des Ringes eine Verbindung aus freiem Entschluss, nicht aus Herkunft — ein Zug, den schon ihre Zusammensetzung aus Hobbits, Menschen, einem Elb, einem Zwerg und einem Zauberer sichtbar macht.3
- 1Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 3, The Ring Goes South; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 5, The Bridge of Khazad-dûm
- 2Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 2, The Council of Elrond; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 3, The Ring Goes South; Der Herr der Ringe, Anhang B, The Tale of Years
- 3Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 3, The Ring Goes South
Geschichte der Gemeinschaft

Nach dem Aufbruch aus Bruchtal zog die Schar zunächst nach Süden, im Westen des Nebelgebirges und vorwiegend bei Nacht, um nicht gesehen zu werden. In Hulsten, dem alten Land der Elbenschmiede, bemerkten sie Schwärme von Krähen aus Dunland, die das Land offenbar im Auftrag eines Feindes absuchten. Die Gefährten mieden daraufhin die offenen Wege und versuchten, das Gebirge über den Pass am Caradhras zu überqueren. Schneestürme und Steinschlag zwangen sie jedoch zur Umkehr, und nur mit Mühe gelangten sie wieder hinab. In der folgenden Nacht fielen Wölfe über ihr Lager her; die Schar wehrte sie ab, doch der Weg über die Berge war nun versperrt.1
Gegen den Widerwillen mehrerer Gefährten, vor allem Aragorns, führte Gandalf die Schar nun unter dem Gebirge hindurch nach Moria. Vor dem Westtor griff ein Wesen aus dem gestauten Wasser nach Frodo, und hinter den Wanderern wurde der Eingang verschüttet. In den verlassenen Hallen der Zwerge fanden sie die Kammer, in der Balins Volk seine letzte Stunde erlebt hatte — die Stätte, an der die Erzählung die Gemeinschaft beim Namen nennt. Dort wurden sie von Orks und einem Höhlentroll bedrängt, und auf der Flucht stellte sich Gandalf an der Brücke von Khazad-dûm einem Balrog entgegen. Die Brücke brach, und der Zauberer stürzte mit dem Feind in die Tiefe; nach der Zeittafel geschah dies Mitte Januar.2
Ohne ihren Führer übernahm Aragorn die Leitung und brachte die acht Verbliebenen nach Lothlórien. Galadhrim unter Haldir geleiteten sie nach Caras Galadhon, wo Celeborn und Galadriel sie empfingen und ihnen für längere Zeit Ruhe gewährten. Dort blickten Frodo und Sam in den Spiegel der Herrin, und die Gefährten betrauerten Gandalf. Beim Abschied erhielten sie Boote, Elbenmäntel, Wegzehrung und Gaben der Herrin, und Mitte Februar ruderten sie den Anduin hinab. Schon auf dem Strom zeigte sich, dass Gollum ihnen folgte, und an den Stromschnellen von Sarn Gebir wurden sie vom Ostufer aus beschossen.3
Zwischen den Argonath hindurch gelangte die Schar zum Lager bei Parth Galen am Fuß des Amon Hen, oberhalb der Fälle des Rauros. Hier stand die Entscheidung an, ob der Weg nach Minas Tirith oder nach Mordor führen solle, und Frodo erbat sich Bedenkzeit. Boromir suchte ihn allein auf und versuchte, ihm den Ring abzunötigen; Frodo entkam nur, indem er den Ring ansteckte. Auf dem Gipfel erkannte er, dass er den Weg ohne die anderen gehen müsse, und stahl sich mit einem Boot davon; Sam errät seine Absicht und schloss sich ihm im letzten Augenblick an. Unterdessen überfielen Orks, darunter Uruk-hai aus Isengard, die zerstreuten Gefährten: Boromir fiel bei der Verteidigung von Merry und Pippin, und die beiden Hobbits wurden verschleppt. Die Zeittafel setzt diesen Tag, an dem die Gemeinschaft zerbrach, auf Ende Februar.4
Aragorn, Legolas und Gimli übergaben den Toten in einem Boot dem Strom und nahmen die Verfolgung der Orks auf, statt Frodo nachzueilen. Damit war die Schar in drei Teile gespalten, deren Wege die folgenden Bücher getrennt erzählen. Im Fangorn trafen die drei Jäger auf Gandalf, der aus dem Kampf mit dem Balrog zurückgekehrt war, und an den Trümmern Isengards fanden sie Merry und Pippin wieder. Frodo und Sam dagegen blieben ohne Nachricht von den anderen; in Ithilien erfuhren sie von Faramir, dass Boromir tot war. Erst auf dem Feld von Cormallen, nach dem Fall des Dunklen Turms, kamen alle acht Überlebenden wieder zusammen.5
Nach der Krönung Aragorns zogen die Gefährten gemeinsam nach Norden und lösten sich unterwegs nach und nach voneinander: Aragorn kehrte an der Grenze Rohans zurück, Legolas und Gimli wandten sich zu eigenen Zielen, und Gandalf trennte sich vor den Grenzen des Auenlands von den Hobbits. Ein förmliches Ende hat die Gemeinschaft nicht; sie verlor ihren Zweck mit der Vernichtung des Ringes. Ihre Mitglieder aber blieben einander verbunden. Frodo und Gandalf fuhren von den Grauen Anfurten über das Meer, Sam folgte nach der Überlieferung später, und nach Aragorns Tod segelten Legolas und Gimli gemeinsam nach Westen. Merry und Pippin wurden in Gondor neben dem König bestattet.6
- 1Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 3, The Ring Goes South; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 4, A Journey in the Dark
- 2Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 4, A Journey in the Dark; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 5, The Bridge of Khazad-dûm; Der Herr der Ringe, Anhang B, The Tale of Years
- 3Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 6, Lothlórien; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 7, The Mirror of Galadriel; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 8, Farewell to Lórien; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 9, The Great River
- 4Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 10, The Breaking of the Fellowship; Der Herr der Ringe, Buch III, Kap. 1, The Departure of Boromir; Der Herr der Ringe, Anhang B, The Tale of Years
- 5Der Herr der Ringe, Buch III, Kap. 1, The Departure of Boromir; Der Herr der Ringe, Buch III, Kap. 5, The White Rider; Der Herr der Ringe, Buch III, Kap. 9, Flotsam and Jetsam; Der Herr der Ringe, Buch IV, Kap. 5, The Window on the West; Der Herr der Ringe, Buch VI, Kap. 4, The Field of Cormallen
- 6Der Herr der Ringe, Buch VI, Kap. 6, Many Partings; Der Herr der Ringe, Buch VI, Kap. 9, The Grey Havens; Der Herr der Ringe, Anhang B, The Tale of Years; Der Herr der Ringe, Anhang A, III, Durin's Folk
Bindung, Ausrüstung und Brauch unterwegs

Was die Gemeinschaft mit sich trug, stammte zum größten Teil aus Bruchtal. Bilbo übergab Frodo vor dem Aufbruch sein Schwert Stich und das Hemd aus Mithril, das der Hobbit fortan verborgen unter der Kleidung trug. Aus den Bruchstücken von Elendils Klinge wurde für Aragorn ein neues Schwert geschmiedet, das den Namen Andúril erhielt. Boromir führte das Horn seines Hauses mit und ließ es beim Auszug erschallen, was Elrond missbilligte, weil die Schar ungesehen bleiben sollte. Das Gepäck lud man Lutz auf, dem Pony aus Bree, um das sich Sam kümmerte; vor dem Westtor Morias musste das Tier freigelassen werden. Gandalf hatte zudem eine Flasche Miruvor bei sich, deren Trunk die erschöpften Gefährten im Schnee des Caradhras wieder aufrichtete.1
Auf dem Marsch bildete sich rasch eine Ordnung heraus, die sich nach den Fähigkeiten der Einzelnen richtete. Nachts hielten die Gefährten im Wechsel Wache, und am Caradhras bahnten die beiden großen Menschen den Hobbits einen Pfad durch die Verwehungen, während Legolas leichtfüßig über den Schnee lief, ohne einzusinken. Untereinander sprach die Schar die Gemeinsprache, doch im Goldenen Wald verständigten sich Legolas und Aragorn mit den Galadhrim in deren eigener Zunge. Als Haldir verlangte, dem Zwerg die Augen zu verbinden, entschärfte Aragorn den aufkommenden Streit, indem er dieselbe Behandlung für alle forderte. In Lórien schwand denn auch die alte Abneigung zwischen Elb und Zwerg, und zwischen Legolas und Gimli wuchs eine Freundschaft, die über die Fahrt hinaus Bestand hatte.2
Auch im Umgang mit Verlust und Zeit trafen in der Schar verschiedene Völker aufeinander. Um Gandalf sangen die Elben Lóriens Klagelieder, deren Worte die Gefährten nicht verstanden, und Frodo suchte seine Trauer in eigene, unbeholfene Verse zu fassen. Nach der Abfahrt stritten Sam und Frodo darüber, wie viel Zeit im Wald vergangen sei, weil der Mond ihnen ein anderes Maß anzeigte, als sie empfunden hatten; Legolas deutete das aus dem Zeitsinn der Elben, für die die Jahre anders dahingehen als für Sterbliche. Den gefallenen Boromir ehrten die drei Zurückgebliebenen nach der Weise seines Volkes: Sie legten ihn mit seinen Waffen in ein Boot, überließen es dem Strom, und Aragorn und Legolas sangen ihm eine Totenklage.3
- 1Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 3, The Ring Goes South; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 4, A Journey in the Dark
- 2Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 3, The Ring Goes South; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 6, Lothlórien; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 7, The Mirror of Galadriel
- 3Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 7, The Mirror of Galadriel; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 9, The Great River; Der Herr der Ringe, Buch III, Kap. 1, The Departure of Boromir
Stämme und Häuser innerhalb der Gemeinschaft

Die Hobbits stellen fast die Hälfte der Schar, und die Erzählung ordnet jeden von ihnen einer bestimmten Familie und Stellung im Auenland zu. Frodo gehört zu den Beutlins von Beutelsend und ist Bilbos Erbe; über seine Mutter, eine Brandybock, ist er mit den beiden jüngeren Gefährten verwandt. Meriadoc ist der Sohn Saradocs, des Herrn von Bockland, aus dem Geschlecht, das diese Würde erblich innehat. Peregrin ist ein Tuk, Sohn Paladins, und entstammt damit der Sippe, aus der der Thain des Auenlands kommt. Samweis dagegen ist kein Sohn eines vornehmen Hauses, sondern der Sohn Hamfasts, des Gärtners von Beutelsend, den man den Ohm nennt, und begleitet Frodo als dessen Diener.1
Auch die beiden Menschen kommen aus verschiedenen Reichen und Linien. Aragorn, Arathorns Sohn, ist das Oberhaupt der Dúnedain des Nordens und der Erbe Isildurs; Elrond bestimmt ihn zum Vertreter der Menschen, weil ihn der Ring, den einst Isildur an sich nahm, besonders angehe. Boromir ist der Sohn Denethors, des Truchsessen von Gondor, und gehört dem Haus an, aus dem seit Mardil die regierenden Truchsesse hervorgehen und das auf Húrin zurückgeht. Er schließt sich der Schar an, weil sein Heimweg nach Minas Tirith ohnehin ein Stück weit mit ihrem zusammenfällt. Dass hier der Erbe der alten Könige neben dem Sohn des Hauses steht, das an ihrer Stelle regiert, gibt der späteren Frage nach dem Weg über Minas Tirith ihr Gewicht.2
Elben und Zwerge sind je durch einen einzigen Gefährten vertreten, beide Söhne von Fürsten oder Häuptern ihres Volkes. Legolas ist der Sohn Thranduils, des Königs der Elben im nördlichen Düsterwald, und war als dessen Bote nach Bruchtal gekommen. Gimli, Glóins Sohn, stammt vom Einsamen Berg und gehört zu Durins Volk; für ihn allein war Moria nicht fremdes Gebiet, sondern die alte Heimstatt seiner Vorfahren. Gandalf schließlich lässt sich keinem der Freien Völker zuordnen: Er zählt zu den Zauberern, die aus dem Westen nach Mittelerde gekommen waren, und Elrond nennt ihn eigens neben dem Ringträger und nicht als Abgesandten einer Sippe.3
- 1Der Herr der Ringe, Prolog, Of the Ordering of the Shire; Der Herr der Ringe, Buch I, Kap. 1, A Long-expected Party; Der Herr der Ringe, Anhang C, Family Trees
- 2Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 2, The Council of Elrond; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 3, The Ring Goes South; Der Herr der Ringe, Anhang A, I (iv), Gondor and the Heirs of Anárion
- 3Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 2, The Council of Elrond; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 3, The Ring Goes South; Der Herr der Ringe, Anhang A, III, Durin's Folk; Der Herr der Ringe, Anhang B, The Tale of Years
Die Gemeinschaft in der Erzählung
Als erzählerische Einheit trägt die Gemeinschaft vor allem das zweite Buch des Romans. Nur dort sind alle Gefährten gemeinsam unterwegs, und die Handlung hat einen einzigen, wandernden Schauplatz, den die Schar mit sich führt. Die Erzählung bleibt dabei nahe bei Frodo; die übrigen Gefährten gewinnen ihr Profil vor allem durch das, was sie für den Weg des Ringträgers bedeuten. Mit dem Zerbrechen der Schar ändert sich die Gestalt des Buches selbst: Die Handlung verzweigt sich, und der Leser verliert ebenso wie die Figuren den Überblick über das Ganze. Gerade in der Trennung wird die Gemeinschaft so zum Maßstab, an dem sich ablesen lässt, wer fehlt und wessen Schicksal ungewiss bleibt.1
Die Gefahr, der die Schar ausgesetzt ist, kommt nicht nur von außen. In Lothlórien prüfte Galadriel jeden Gefährten schweigend mit ihrem Blick, und hinterher bekannten sie einander, jedem sei gewesen, als biete man ihm insgeheim das Ersehnte an, wenn er nur vom Weg abließe. Boromir empfand diese Prüfung als befremdlich und traute der Herrin nicht. Am Amon Hen zog Frodo daraus die Folgerung, dass das Übel des Ringes schon innerhalb der Gemeinschaft wirke, und sein Aufbruch allein sollte die Freunde davor bewahren.2
Das Buch erzählt das Zerbrechen dennoch nicht als bloßes Scheitern. Aragorn meinte nach Boromirs Tod, alles, was er an diesem Tag unternommen habe, sei fehlgeschlagen. Gandalf aber deutete die Ereignisse später anders: Dass die Orks die beiden jungen Hobbits verschleppten, habe sie erst nach Fangorn geführt und dort die Ents in Bewegung gebracht. Jeder Teil der zerstreuten Schar wirkt fortan an einem anderen Ort. So steht die Gemeinschaft für eine Bindung, die auch ohne gemeinsamen Weg fortbesteht, und bestätigt im Nachhinein, was Gandalf in Bruchtal der Freundschaft zugetraut hatte.3
- 1Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 10, The Breaking of the Fellowship; Der Herr der Ringe, Buch IV, Kap. 5, The Window on the West
- 2Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 7, The Mirror of Galadriel; Der Herr der Ringe, Buch II, Kap. 10, The Breaking of the Fellowship
- 3Der Herr der Ringe, Buch III, Kap. 1, The Departure of Boromir; Der Herr der Ringe, Buch III, Kap. 5, The White Rider
Die Gemeinschaft in Film und Hörspiel

Am bekanntesten ist die Schar heute aus Peter Jacksons Filmtrilogie, deren erster Teil ihren Namen im Titel trägt. Elijah Wood spielt Frodo, Sean Astin Samweis, Dominic Monaghan Meriadoc und Billy Boyd Peregrin; Ian McKellen verkörpert Gandalf, Viggo Mortensen Aragorn, Sean Bean Boromir, Orlando Bloom Legolas und John Rhys-Davies Gimli. Die auffälligste Abweichung betrifft die Entstehung der Gemeinschaft. Im Film wird sie unmittelbar auf dem Rat gebildet, indem sich die Gefährten nacheinander freiwillig melden, die beiden jungen Hobbits eingeschlossen; die Wochen, in denen Elrond auf die Rückkehr der Späher wartet und die Neun erst danach bestimmt, entfallen ebenso wie der Streit zwischen ihm und Gandalf um Merry und Pippin. Auch die Wahl des Weges durch Moria legt der Film in Frodos Hand, während im Buch Gandalf die Schar gegen die Bedenken der anderen dorthin führt. Andúril erhält Aragorn erst im letzten Film, sodass er die Fahrt ohne das neu geschmiedete Schwert antritt.1
Älter sind zwei Fassungen, die die Gemeinschaft ebenfalls vollständig besetzen. In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm sprechen unter anderen Christopher Guard den Frodo, William Squire den Gandalf und John Hurt den Aragorn; da der Film nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht, erzählt er vom Weg der getrennten Gefährten nur den Anfang, und ein Wiedersehen der Überlebenden kommt darin nicht mehr vor. Das Hörspiel der BBC in sechsundzwanzig Teilen folgt dem Gang des Buches wesentlich enger und lässt Elronds Auswahl, den Weg über den Caradhras und das Zerbrechen am Amon Hen in der Reihenfolge des Romans ablaufen. Dort spricht Ian Holm den Frodo, Bill Nighy den Samweis, Michael Hordern den Gandalf und Robert Stephens den Aragorn.2



