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Der Herr der Ringe (Hörspiel 1981)

Hörspiel der BBC Radio 4 in 26 Teilen

ca. 1 Min

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Die BBC-Fassung umfasst sechsundzwanzig halbstündige Teile und ist die vollständigste der älteren Bearbeitungen; sie gilt vielen als diejenige, die dem Buch am nächsten folgt.

Über diese Fassung

BBC Radio 4 sendete die Fassung zwischen dem 8. März und dem 30. August 1981 in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen. Bearbeitet wurde sie von Brian Sibley und Michael Bakewell, Regie führten Jane Morgan und Penny Leicester; Ian Holm sprach Frodo, Michael Hordern Gandalf. 1982 lief eine auf dreizehn Stunden-Folgen umgeschnittene Fassung, in der Dialoge wieder eingesetzt waren, die man zuvor der Sendezeit wegen gestrichen hatte. Ian Holm spielte zwei Jahrzehnte später in Peter Jacksons Filmen Bilbo.

Quelle: The Lord of the Rings (1981 radio series), Wikipedia

Wo diese Fassung unsere Einträge berührt

60 Absätze in 59 Einträgen berufen sich auf diese Fassung. Jeder steht hier genauso da wie auf seiner eigenen Seite, mit demselben Kanon-Sigel und derselben Fundstelle.

Bilbo Beutlin

2 Absätze

In den frühen Ton- und Filmfassungen wurde Bilbo von wechselnden Sprechern verkörpert: In der BBC-Hörspielfassung des Hobbit von 1968 sprach ihn Paul Daneman, in der umfangreichen BBC-Produktion des Herrn der Ringe von 1981 John Le Mesurier. Der Zeichentrickfilm von Rankin/Bass aus dem Jahr 1977 besetzte die Rolle mit Orson Bean, der sie 1980 in der Fortsetzung The Return of the King erneut übernahm; Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 ließ Bilbo, gesprochen von Norman Bird, nur in den Eingangsszenen und in Bruchtal auftreten. Die Fassung von 1977 straffte die Handlung erheblich und ließ unter anderem die Episode bei Beorn vollständig entfallen.

In Peter Jacksons Realverfilmung des Herrn der Ringe (2001–2003) spielte Ian Holm den gealterten Bilbo — derselbe Schauspieler, der 1981 im BBC-Hörspiel noch Frodo gesprochen hatte. In der anschließenden Hobbit-Trilogie (2012–2014) übernahm Martin Freeman den jungen Bilbo, während Ian Holm in der Rahmenhandlung zurückkehrte. Diese Trilogie dehnte den einen Roman auf drei Filme und ergänzte Stoff aus den Anhängen des Herrn der Ringe; für die Figur selbst ergaben sich dabei einzelne Abweichungen vom Buch: Im Gespräch im Drachenhort gibt der Film Bilbos Unsichtbarkeit auf, sodass Smaug ihm sichtbar gegenübersteht, und in der Schlacht der Fünf Heere bleibt er bei Bewusstsein, kämpft mit und wird zum unmittelbaren Zeugen von Thorins Tod.

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Andúril

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen decken das Schwert nur teilweise ab. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm (1978) reicht bis zur Schlacht um Helms Klamm und bricht dort ab; der zweite, nie gedrehte Teil hätte erst jene Abschnitte enthalten, in denen die Klinge in Rohan und Gondor Gewicht bekommt. Der Rankin/Bass-Fernsehfilm von 1980 setzt umgekehrt so spät ein, dass die Neuschmiedung längst hinter der erzählten Zeit liegt und nur noch der bereits gerüstete Aragorn erscheint. Am nächsten am Buch bleibt die BBC-Hörspielfassung von 1981, die in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen Raum genug hat, die Reihenfolge des Romans beizubehalten: Das Schwert wird in Bruchtal erneuert, ehe die Gefährten aufbrechen, und Aragorn benennt es selbst.

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Aragorn

1 Absatz

In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 lieh John Hurt der Figur seine Stimme; im Fernseh-Zeichentrickfilm der Studios Rankin/Bass über die Rückkehr des Königs (1980) sprach Theodore Bikel den Aragorn, und in der umfangreichen BBC-Hörspielfassung von 1981 übernahm Robert Stephens die Rolle. In Peter Jacksons Realverfilmung (2001–2003) wurde Aragorn von Viggo Mortensen dargestellt, der die Rolle erst nach Drehbeginn übernahm, nachdem der ursprünglich besetzte Stuart Townsend ersetzt worden war. Die Filme nennen ausdrücklich ein Alter von siebenundachtzig Jahren und übernehmen damit die Chronologie der Anhänge.

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Arwen

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen ist die Figur dagegen kaum oder gar nicht vorhanden. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm bricht nach der Schlacht um Helms Klamm ab und behandelt die Bruchtal-Kapitel im Wesentlichen als Vorlauf zur Ratsversammlung; Arwen tritt darin nicht auf. Das Hörspiel des BBC in sechsundzwanzig Teilen gilt als die vorlagentreueste der frühen Fassungen und behält gerade darum auch den Zuschnitt des Romans bei: Da die zusammenhängende Erzählung von Aragorn und Arwen im Anhang steht und nicht im Haupttext, bleibt ihr Anteil auch hier randständig.

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Auenland

1 Absatz

Vollständiger verfährt die sechsundzwanzigteilige Hörspielfassung der BBC, die als einzige der älteren Bearbeitungen die Heimkehr in ein unterworfenes Auenland und die Auseinandersetzung mit dem „Chef“ ausführt; auch sie verzichtet allerdings auf den Alten Wald und Bombadil. Die beiden Fernsehfilme des Studios Rankin/Bass zeigen von dem Land jeweils nur seinen Ausgangspunkt: Der Hobbit-Film beginnt und endet an Bilbos Wohnhöhle, während die Rückkehr des Königs den letzten Teil der Handlung aus einer Rahmenerzählung heraus entwickelt und die Ereignisse im Auenland übergeht.

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Balin

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen bleibt die Figur schmal. Der Zeichentrickfilm von Rankin/Bass aus dem Jahr 1977 presst den Roman in gut neunzig Minuten und gibt der Zwergenschar kaum Kontur: Außer Thorin bleiben die Gefährten weitgehend eine Gruppe ohne Einzelzüge, sodass Balins besondere Stellung als Späher, als Vermittler und als derjenige, der Bilbo am Weg zum geheimen Eingang zur Seite steht, im Wesentlichen entfällt. Ralph Bakshis Film von 1978 und die BBC-Hörspielreihe von 1981 setzen erst mit dem Ringkrieg ein und können Balin daher nur als Toten kennen; in beiden bleibt von ihm die Fundstelle in Moria. Die Hörspielfassung, die in sechsundzwanzig Teilen die vollständigste der älteren Bearbeitungen ist, gibt die Nachricht vom Ende der Kolonie am ausführlichsten wieder, während Bakshis Fassung sie zusammenzieht. Der Rankin/Bass-Film von 1980, der nur den Schluss der Erzählung aufgreift, kommt auf Balin nicht mehr zurück.

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Balrogs

1 Absatz

Keine der bekannten Fassungen führt diese Wesen als Sprechrolle: Da sie in der Vorlage kein Wort äußern, verzeichnet keine Besetzungsliste einen Darsteller oder Sprecher für sie – sie entstehen durchweg aus Animation, Geräusch und den Reaktionen der übrigen Figuren. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 nimmt die Begegnung in Moria in seine Handlung auf; weil der Film nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht und der geplante zweite Teil nie entstand, bleibt dieser eine Auftritt zugleich der einzige der Art in der Fassung. Das Hörspiel der BBC von 1981 verteilt den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen und folgt dem Buch von allen älteren Bearbeitungen am genauesten; die Szene an der Brücke muss dort ohne jedes Bild auskommen und wird allein über Klang und die Rede der Gefährten getragen. In den beiden Filmen von Rankin/Bass kommen die Balrogs überhaupt nicht vor – der Hobbit von 1977 kennt sie nicht, und die Rückkehr des Königs von 1980 setzt erst lange nach Moria ein.

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Barad-dûr

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen zeigen den Turm nur ausschnitthaft. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm bricht nach der Schlacht um Helms Klamm ab, sodass Mordor und die Festung dort nie als Ziel der Handlung erreicht werden; ein geplanter zweiter Teil kam nicht zustande. Den fehlenden Schluss nahm 1980 ein Fernsehfilm der Rankin/Bass-Studios auf, der als Gegenstück zu deren Hobbit-Verfilmung von 1977 entstand und den letzten Teil der Geschichte stark verkürzt erzählt, ohne an Bakshis Fassung anzuschließen. Die Hörspielfassung der BBC ist mit sechsundzwanzig halbstündigen Folgen die vollständigste der älteren Bearbeitungen und gilt als die vorlagentreueste; da sie ohne Bild auskommt, besteht Barad-dûr hier ausschließlich in den Worten der Sprecher.

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Baumbart

1 Absatz

Von den älteren Bearbeitungen berührt nur ein Teil die Gestalt überhaupt. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 führt die Handlung bis zur Schlacht an Helms Klamm und bricht dort ab; ein zweiter Teil kam nie zustande. Damit fällt alles, was im Buch auf die Begegnung am Waldrand folgt — die Versammlung, der Zug nach Isengart, die Bewachung des Turms —, aus dem Film heraus, und der Hüter des Waldes bleibt eine kurze Erscheinung ohne eigenen Handlungsbogen. Die BBC-Hörspielfassung von 1981 verfährt umgekehrt: Sie verteilt den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen und gilt als die werkgetreueste der älteren Bearbeitungen. Baumbart wird dort von Stephen Thorne gesprochen; das Medium kommt der gedehnten, vokalreichen Sprechweise entgegen, die der Roman beschreibt, und sowohl die Beratung als auch der Angriff bleiben erhalten, wenn auch gerafft und teilweise über den Erzähler vermittelt.

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Beorn

1 Absatz

Auch sein Eingreifen in die Schlacht ist umgestaltet. Im Buch erscheint er allein und ungeklärt auf dem Feld, trägt den verwundeten Zwergenkönig fort und tötet den Orkführer; im Film wird er von den Adlern zum Kampfplatz gebracht, gemeinsam mit dem Zauberer Radagast, und die beiden Taten, die ihn in der Vorlage zum Wendepunkt machen, fallen anderen Figuren zu — der Anführer der Orks stirbt dort durch einen Elben. Sein Auftritt bleibt entsprechend eine kurze Episode und keine Entscheidung. In den übrigen Fassungen kommt er nicht vor, was bereits im Stoff begründet liegt: Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978, das Hörspiel des BBC von 1981 und Jacksons frühere Trilogie von 2001 bis 2003 folgen dem Ringkrieg, in dem Beorn selbst nicht mehr handelt, sondern allenfalls sein Sohn und sein Volk erwähnt werden.

Zum Eintrag Beorn

Boromir

1 Absatz

In der Zeichentrickfassung, die Ralph Bakshi 1978 vorlegte, wird Boromir von Michael Graham Cox gesprochen. Der Film bricht nach dem Kampf um Helms Klamm ab und blieb ohne den geplanten zweiten Teil, doch das Ende am Parth Galen liegt vor diesem Einschnitt und ist enthalten. Da große Teile der Animation nach abgefilmten Darstellern gezeichnet wurden, tritt die Figur körperlich stark hervor; erzählerisch fällt vor allem auf, dass der letzte Kampf ausgeführt wird, den der Roman überhaupt nicht schildert, sondern erst aus dem Fund des Sterbenden erschließen lässt. Derselbe Sprecher übernahm die Rolle drei Jahre später in der Hörspielbearbeitung des BBC von 1981, die den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Teile verteilt und als die buchnächste der älteren Fassungen gilt. Weil ein Hörspiel auf Rede angewiesen ist, muss auch hier ins Gespräch gesetzt werden, was im Buch Bericht bleibt.

Zum Eintrag Boromir

Bruchtal

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen fällt das Tal regelmäßig dem knappen Umfang zum Opfer. Der Zeichentrickfilm der Produktionsfirma Rankin/Bass presst Bilbos Erzählung in rund neunzig Fernsehminuten und lässt vom Aufenthalt bei Elrond, dem Cyril Ritchard seine Stimme gab, kaum mehr als eine kurze Station übrig. Ralph Bakshis Verfilmung, die nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht, besetzt Elrond mit André Morell und nimmt an der Furt eine folgenreiche Änderung vor: Nicht Glorfindel reitet dem verwundeten Ringträger entgegen, sondern Legolas — eine Umbesetzung, die den Figurenbestand des Buches verkleinert und eine der wenigen Auftrittsstellen dieses Elben tilgt. Der Fernsehfilm derselben Studios über den letzten Teil der Geschichte rahmt seine Handlung mit einer Feier zu Bilbos Geburtstag im Tal ein und macht den Ort damit zum Erzählrahmen statt zur Zwischenstation. Umgekehrt verfährt die Hörspielfassung der BBC: In sechsundzwanzig halbstündigen Teilen bleibt Raum für die Ratsversammlung in fast voller Länge, und Elrond spricht dort Hugh Dickson.

Zum Eintrag Bruchtal

Dáin II. Eisenfuß

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen fehlt er ganz. Der Zeichentrickfilm von Rankin/Bass verdichtet den Roman auf gut anderthalb Stunden und rafft die Schlacht der Fünf Heere so stark, dass für das Aufgebot aus den Eisenbergen und seinen Anführer kein Raum bleibt; Thorins Nachfolge wird dort nicht verhandelt. In den Verfilmungen des Herrn der Ringe ist Dáin ohnehin keine handelnde Figur, da er in der Vorlage fern der erzählten Wege stirbt. Ralph Bakshis Fassung bricht bei der Hornburg ab und lässt den Krieg im Norden gänzlich unerwähnt, ebenso der Rankin/Bass-Film zum letzten Teil der Geschichte. Am ehesten bewahrt die sechsundzwanzigteilige Hörspielfassung der BBC den nördlichen Handlungsstrang, weil sie den Rat in Bruchtal vergleichsweise vollständig ausspielt; Dáin bleibt aber auch dort ein genannter Name ohne eigene Stimme.

Zum Eintrag Dáin II. Eisenfuß

Denethor II.

1 Absatz

In der ältesten der größeren Umsetzungen kommt die Gestalt nicht vor: Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 erzählt nur die erste Hälfte des Romans und bricht nach dem Kampf um Helms Klamm ab, sodass Minas Tirith und sein Truchsess außerhalb des dargestellten Zeitraums bleiben; der geplante zweite Teil kam nie zustande. Anders die Hörspielfassung von BBC Radio 4 aus dem Jahr 1981, die den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen verteilt und deshalb als die vollständigste der älteren Bearbeitungen gilt. Dort spricht Peter Vaughan den Denethor. Der Umfang der Reihe erlaubt es, den Handlungsstrang um den Truchsessen in seiner Abfolge beizubehalten — von der Ankunft Gandalfs und Peregrins in der Stadt über den Streit mit Faramir bis zum Ende in der Rath Dínen —, während kürzere Fassungen diesen Teil zusammenziehen oder auslassen müssen.

Zum Eintrag Denethor II.

Der Eine Ring

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen gehen mit dem Ring sehr verschieden um. Der Zeichentrickfilm der Rankin/Bass-Produktion von 1977 rafft den „Hobbit“ auf rund neunzig Minuten und stützt sich stark auf Lieder; Bilbos Fund folgt dort bereits der überarbeiteten Kapitelfassung, in der Gollum den Reif nicht als Preis des Rätselwettstreits aussetzt. Ralph Bakshis Verfilmung von 1978 stellt der Handlung einen erzählten Rückblick auf Herstellung und Verlust voran, bricht aber nach dem Kampf um Helms Klamm ab; der geplante zweite Teil kam nicht zustande, sodass das Ende des Ringes ungezeigt bleibt. Tom Bombadil, an dem der Reif wirkungslos bleibt, entfällt dort wie in fast allen Bearbeitungen. Ein weiterer Zeichentrickfilm derselben Produktion nahm 1980 den Schlussteil auf, ohne an Bakshis Fragment anzuknüpfen. Am vollständigsten bleibt die BBC-Hörspielfassung von 1981 in sechsundzwanzig halbstündigen Teilen, die auch die Bombadil-Episode behält; das Medium erzwingt dabei eine eigene Lösung, denn was der Ring am Träger bewirkt, lässt sich nicht zeigen, sondern nur über Erzählerstimme und veränderten Klang vermitteln. Gollum sprach in beiden Fassungen Peter Woodthorpe, Frodo im Hörspiel Ian Holm.

Zum Eintrag Der Eine Ring

Die Ringe der Macht

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen gehen mit der Ringkunde sehr unterschiedlich um. Der Zeichentrickfilm der Rankin/Bass-Produktion von 1977 erzählt allein den Hobbit und lässt den Ring darum das, was er dort zunächst ist: ein Fundstück, das unsichtbar macht; von einer Reihe geschmiedeter Ringe, von Eregion oder vom Dunklen Herrscher als Urheber ist keine Rede. Ralph Bakshis unvollendeter Film von 1978 stellt der Handlung dagegen eine knappe Vorgeschichte voran, die das Schmieden und die Verteilung auf Elben, Zwerge und Menschen zusammenfasst, ehe die Erzählung im Auenland einsetzt; da der Film nach der Schlacht in Helms Klamm abbricht, bleibt alles Weitere ungesagt. Der Fernsehfilm derselben Produktionsfirma von 1980 nimmt den letzten Teil der Geschichte auf, schließt aber nicht an Bakshi an und holt die Vorgeschichte nur in knapper Rückschau nach. Am vollständigsten verfährt die Hörfassung des BBC von 1981: Ihre sechsundzwanzig Teile behalten Gandalfs Bericht an Frodo und den Rat zu Bruchtal in solcher Länge bei, dass die Unterscheidung der Drei, der Sieben und der Neun und die Bindung an den Einen im Wesentlichen so ausgesprochen werden wie im Roman.

Zum Eintrag Die Ringe der Macht

Düsterwald

1 Absatz

Als Schauplatz erscheint der Wald zuerst im gezeichneten Fernsehfilm der Rankin/Bass-Produktion von 1977, der den Roman auf rund neunzig Minuten zusammenzieht und viel Erzählgewicht auf Lieder verlagert; die Durchquerung fällt entsprechend knapp aus, und dem Elbenkönig, der in der Vorlage ohne Namen bleibt, leiht Otto Preminger die Stimme. Die auffälligste Abweichung dieser Fassung betrifft das Umfeld des Waldes: Beorn und die Rast an seinem Haus entfallen ganz, sodass die Gefährten ohne jene Warnungen und Vorräte in den Wald eintreten, mit denen das Buch sie ausstattet. Die BBC-Hörspielserie von 1981 dramatisiert dagegen allein den Ringkrieg, und zwar in sechsundzwanzig halbstündigen Teilen; Düsterwald tritt dort nicht als eigener Schauplatz auf, sondern nur mittelbar durch den Bericht der Waldelben-Gesandtschaft, deren Sprecher Legolas von David Collings gesprochen wird. Auch Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978, der ohnehin nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht, lässt den Wald unberührt.

Zum Eintrag Düsterwald

Elben

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen behandeln die Elben sehr unterschiedlich. Der Zeichentrickfilm des Rankin/Bass-Studios von 1977 drängt den Hobbit auf gut anderthalb Stunden zusammen und behält von den elbischen Auftritten vor allem die Lieder; Elrond wird dort von Cyril Ritchard gesprochen, während der Elbenkönig des östlichen Waldes wie in der Vorlage ohne Namen bleibt. Ralph Bakshis Verfilmung von 1978, deren Bilder in weiten Teilen über abgefilmtes Schauspiel gelegt sind, bricht nach dem Kampf um Helms Klamm ab, sodass Lothlórien nur als Zwischenstation erscheint; Legolas spricht dort Anthony Daniels, Elrond André Morell und Galadriel Annette Crosbie. Am ausführlichsten kommen die Elben in der sechsundzwanzigteiligen Hörspielfassung der BBC von 1981 zu Wort, die als die buchnächste der frühen Bearbeitungen gilt und den Rat in Bruchtal wie den Aufenthalt im Goldenen Wald in voller Länge ausspielt; Legolas sprach David Collings, Galadriel Marian Diamond.

Zum Eintrag Elben

Elrond

1 Absatz

In Peter Jacksons Verfilmung des Herrn der Ringe (2001–2003) verkörpert Hugo Weaving den Herrn von Bruchtal; zuvor hatte André Morell die Rolle in Ralph Bakshis Zeichentrickfassung von 1978 gesprochen, Hugh Dickson in der Hörspielbearbeitung der BBC von 1981. Die Filme weichen an mehreren Stellen von der Vorlage ab. Der Rat auf den Hängen des Orodruin wird als Bildszene ausgeführt, in der Elrond den Ring eigenhändig in das Feuer stoßen will; den Ritt zur Furt übernimmt Arwen, während Glorfindel ganz entfällt. In der zweiten Folge entsendet Elrond ein Aufgebot von Elben nach Helms Klamm, wovon das Buch nichts berichtet. Die Neuschmiedung Narsils ist aus Bruchtal in die letzte Folge verlegt: Elrond selbst überbringt Andúril nach Dunharg und rät dort zu den Pfaden der Toten — im Buch geht dieser Rat durch seine Söhne, die in den Filmen nicht auftreten.

Zum Eintrag Elrond

Ents

1 Absatz

In der Hörspielfassung, die die BBC 1981 in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen sendete, spricht Stephen Thorne den Baumbart. Diese Bearbeitung gilt als die vorlagentreueste der älteren Fassungen, und entsprechend bleibt der Handlungsbogen des Volkes weitgehend erhalten: die Begegnung der beiden Hobbits mit dem alten Ent, die Beratung des Entthings und der daraus hervorgehende Entschluss, gegen Isengart zu ziehen. Dem rein akustischen Medium kommt dabei entgegen, dass sich das Wesen der Ents ohnehin stärker über Stimme, Tempo und Klangfarbe als über die äußere Gestalt mitteilt; die gedehnte, tiefe Sprechweise lässt sich hier ohne die Umwege durchhalten, die eine bildliche Umsetzung erfordert.

Zum Eintrag Ents

Éomer

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen behandeln die Figur sehr unterschiedlich. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm bricht nach der Schlacht an der Hornburg ab, weil der geplante zweite Teil nie entstand; alles, was Éomer im Buch danach zufällt — die Musterung, der Ritt nach Gondor, die Königswürde —, fehlt dort folglich vollständig, und er bleibt auf die Rolle des Marschalls im Krieg gegen Isengart beschränkt. Die BBC-Hörspielfassung in sechsundzwanzig halbstündigen Teilen gilt dagegen als die buchnächste der frühen Bearbeitungen und ist die einzige unter ihnen, die seinen Weg vom ersten Zusammentreffen in der Ebene bis zur Nachfolge auf dem Thron der Mark im Zusammenhang wiedergibt. Der Rankin/Bass-Zeichentrickfilm zum „Hobbit“ liegt zeitlich weit vor Éomers Lebenszeit und berührt ihn nicht.

Zum Eintrag Éomer

Erebor

1 Absatz

In den älteren Bearbeitungen tritt der Berg unterschiedlich stark hervor. Der Zeichentrickfilm der Rankin/Bass-Produktion von 1977 rafft den Roman auf rund neunzig Minuten und kürzt vor allem die Wegstrecke, so dass der Aufenthalt am Berg einen verhältnismäßig großen Anteil der Laufzeit einnimmt; dafür sind der Streit um den Hort, die Verhandlungen vor dem verschlossenen Tor und die Schlacht der Fünf Heere auf wenige Szenen zusammengezogen, und der Vorgeschichte des Reiches unter dem Berg bleibt kaum Raum. Die BBC-Hörspielfassung von 1981 folgt dem „Herrn der Ringe“ und lässt den Berg daher nur mittelbar auftreten, im Wesentlichen durch das, was Glóin in Bruchtal über den Norden berichtet; als Schauplatz kommt er nicht vor. Ähnlich verfährt Peter Jacksons Filmtrilogie von 2001 bis 2003: Sie nennt den Berg, verzichtet aber auf Glóins Bericht über Saurons Boten und zeigt weder die Kämpfe im Norden noch die Belagerung, so dass der nördliche Kriegsschauplatz aus der Erzählung fällt.

Zum Eintrag Erebor

Fangorn

1 Absatz

In Ralph Bakshis Zeichentrickfassung von 1978 erscheint Fangorn nur als kurze Station: Merry und Pippin entkommen ihren Entführern in den Wald und begegnen dort Baumbart, dessen Auftritt jedoch knapp bleibt. Weil der Film nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht und der geplante zweite Teil nie entstand, fehlt alles, was im Buch daraus folgt — die Beratung der Ent ebenso wie der Zug gegen Isengart. Auch der wandernde Wald, der bei Tolkien am Ende der Schlacht die fliehenden Orks verschlingt, hat in dieser Fassung keine Entsprechung. Die BBC-Hörspielfassung von 1981 verfährt umgekehrt: Ihre sechsundzwanzig Halbstundenfolgen geben dem Stoff Raum, sodass die Begegnung im Wald, die Versammlung der Ent und der Angriff auf Isengart erhalten bleiben; Baumbart wird dort von Stephen Thorne gesprochen. Da das Hörspiel ohne Bild auskommt, trägt der Wald hier allein über Stimme und Geräusch.

Zum Eintrag Fangorn

Faramir

1 Absatz

Älter und in der Anlage werkgetreuer ist die sechsundzwanzigteilige Hörspielfassung des BBC, in der Andrew Seear die Rolle spricht. Das Format erlaubte es, die ausgedehnten Gespräche in Ithilien weitgehend zu bewahren, und die Entscheidung gegen den Ring bleibt dort das, was sie im Buch ist: eine Haltung, die Faramir schon vor dem Zusammentreffen mit den Halblingen einnimmt. In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm kommt die Figur dagegen überhaupt nicht vor, da die Handlung nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht und der geplante zweite Teil nie entstand; alles, was Faramir betrifft, hätte erst dort begonnen.

Zum Eintrag Faramir

Frodo Beutlin

1 Absatz

Frühere Adaptionen besetzten die Rolle unterschiedlich: In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978, der die Handlung nur bis zur Schlacht um Helms Klamm führt, sprach Christopher Guard den Frodo; im Fernseh-Zeichentrickfilm der Studios Rankin/Bass zu den Ereignissen des dritten Bandes (1980) übernahm Orson Bean die Rolle. In der umfangreichen BBC-Hörspielfassung von 1981 sprach Ian Holm den Frodo — derselbe Schauspieler, der zwei Jahrzehnte später in Jacksons Filmen den alten Bilbo darstellte. Auch im deutschen Sprachraum entstand Anfang der 1990er Jahre eine mehrteilige Hörspielbearbeitung des Romans mit Frodo als Erzähl- und Hauptfigur.

Zum Eintrag Frodo Beutlin

Galadriel

1 Absatz

In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 tritt Galadriel nur kurz auf, gesprochen von Annette Crosbie; das BBC-Hörspiel von 1981 besetzte die Rolle mit Marian Diamond. Weit prägender wurde Peter Jacksons Filmtrilogie (2001–2003), in der Cate Blanchett die Herrin des Goldenen Waldes verkörpert. Die Filme erweitern ihre Rolle gegenüber dem Buch: Galadriel spricht den einleitenden Prolog über die Geschichte der Ringe der Macht, wendet sich mehrfach in Gedankenrede an Frodo Beutlin und erscheint in der Versuchungsszene am Spiegel in einer überhöhten, visuell verfremdeten Gestalt, die das Buch so nicht schildert. In Jacksons Hobbit-Trilogie (2012–2014) tritt sie ebenfalls auf, obwohl sie im Buch nicht vorkommt: Sie nimmt an der dort ins Bild gesetzten Beratung des Weißen Rates in Bruchtal teil und betritt im dritten Teil selbst Dol Guldur, wo sie den geschwächten Gandalf birgt und den Nekromanten vertreibt — eine Ausgestaltung von Vorgängen, die die Vorlage nur andeutet.

Zum Eintrag Galadriel

Gandalf

1 Absatz

In den Verfilmungen wurde Gandalf von mehreren Darstellern verkörpert. Im Zeichentrickfilm von Rankin/Bass (1977, Der Hobbit) sprach John Huston die Figur, in Ralph Bakshis Animationsfilm (1978) William Squire. In Peter Jacksons Realverfilmungen des Herrn der Ringe (2001–2003) und des Hobbits (2012–2014) spielte Ian McKellen den Zauberer; für seine Darstellung in Die Gefährten wurde er für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. In der deutschen Synchronfassung lieh Joachim Höppner Gandalf in der Ringe-Trilogie die Stimme, nach Höppners Tod übernahm Eckart Dux die Rolle in den Hobbit-Filmen. Im Hörspielbereich sprach Michael Hordern die Figur in der BBC-Produktion von 1981, in der deutschen WDR-Fassung von 1992 Manfred Steffen.

Zum Eintrag Gandalf

Gimli

1 Absatz

In Ralph Bakshis Zeichentrickfassung von 1978 wurde Gimli von David Buck gesprochen. Da der Film die Handlung nur bis zur Schlacht bei Helms Klamm führt und der geplante zweite Teil nie zustande kam, bleibt die Figur dort auf die erste Hälfte ihres Weges beschränkt: Die Pfade der Toten, die Glitzernden Höhlen und alles, was im Vierten Zeitalter folgt, kommen nicht mehr vor. Auch die Zeichentrickfassung des letzten Erzählteils, die das Studio Rankin/Bass 1980 fürs Fernsehen herstellte und die neben Bakshis Fragment steht, ohne es fortzusetzen, rückt die Hobbits so entschieden in den Mittelpunkt, dass für den Zwerg kaum Raum bleibt. Am vollständigsten ist er in der Hörspielbearbeitung von BBC Radio 4 vertreten, die 1981 in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen gesendet wurde und als die buchnächste der älteren Fassungen gilt; dort lieh ihm Douglas Livingstone die Stimme, und auch die Nebenzüge — der Streit an der Grenze Lothlóriens, das Übereinkommen mit Legolas — bleiben in Grundzügen erhalten.

Zum Eintrag Gimli

Glorfindel

1 Absatz

Anders verfährt die Hörspielbearbeitung der BBC von 1981, die den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Teile verteilt und dem Roman unter den älteren Fassungen am genauesten folgt. Sie behält Glorfindel als eigene Figur bei, so dass die Begegnung auf der Großen Oststraße, der Ritt zur Furt und sein Wortbeitrag im Rat erhalten bleiben — der Umfang des Formats erlaubt hier, was die Spielfilme zugunsten einer schlankeren Personenführung aufgeben. Eine Bearbeitung, die den Fall Gondolins und damit den Zweikampf am Pass zeigt, gibt es bis heute nicht.

Zum Eintrag Glorfindel

Gollum

1 Absatz

In den frühen Verfilmungen wurde Gollum zunächst als reine Sprechrolle gestaltet. Im Zeichentrickfilm des Hobbit von Rankin/Bass (1977) lieh ihm Brother Theodore die Stimme; die Zeichner gaben der Kreatur dort ein froschartiges, deutlich vom Buch abweichendes Äußeres. In Ralph Bakshis teilanimiertem Herr der Ringe (1978) sprach Peter Woodthorpe die Figur, und derselbe Sprecher übernahm sie erneut in der BBC-Hörspielfassung von 1981, die Gollums doppelstimmige Selbstgespräche allein über den Stimmwechsel hörbar macht. Auch die deutsche Hörspielbearbeitung des WDR aus den frühen 1990er Jahren stützt sich ganz auf diese stimmliche Zeichnung der gespaltenen Kreatur.

Zum Eintrag Gollum

Gondor

1 Absatz

Die älteren Bearbeitungen kommen dem Südreich in sehr verschiedenem Maß nahe. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 bricht nach dem Kampf um Helms Klamm ab, sodass Gondor als Schauplatz gar nicht erreicht wird; vertreten ist es allein durch Boromir, dem Michael Graham Cox die Stimme lieh, während John Hurt Streicher sprach. Weil der angekündigte zweite Teil nie entstand, fehlen Minas Tirith, der Truchsess und der ganze Krieg im Süden in dieser Fassung. Der Fernsehfilm der Rankin/Bass-Studios von 1980 setzt umgekehrt erst beim letzten Abschnitt der Handlung ein und zeigt die Stadt, zieht die Ereignisse vor ihren Mauern jedoch auf wenige Bilder zusammen: Aragorns Weg über die Pfade der Toten und die Fahrt auf den erbeuteten Schiffen entfallen, und der Verlauf der Schlacht wird eher berichtet und besungen als ausgespielt. Am vollständigsten bleibt die Hörspielfassung von BBC Radio 4 aus dem Jahr 1981, die in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen auch die gondorischen Nebenstränge bis hin zu den Häusern der Heilung bewahrt; Peter Vaughan sprach dort Denethor, Michael Graham Cox war erneut Boromir.

Zum Eintrag Gondor

Helms Klamm

1 Absatz

Ralph Bakshis Zeichentrickfassung von 1978 führt die Handlung nur bis zur Schlacht in der Klamm und endet dort; der geplante zweite Teil kam nie zustande, so dass der Ort in dieser Fassung nicht als Ausgangspunkt des weiteren Kriegsverlaufs erscheint, sondern als Schlusspunkt der ganzen erzählten Handlung. Die Kampfszenen entstanden weitgehend im Rotoskopie-Verfahren, also durch Nachzeichnen zuvor gefilmter Darsteller, was den Massenszenen vor der Festung ihr eigentümliches Erscheinungsbild gibt; John Hurt sprach Aragorn, William Squire Gandalf. Die BBC-Hörspielfassung von 1981 verteilt den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen und gilt als die werktreueste der älteren Bearbeitungen; sie behält den Ablauf von nächtlicher Belagerung, Durchbruch an der Mauer und Entsatz bei Tagesanbruch bei. Michael Hordern sprach dort Gandalf, Robert Stephens Aragorn und Jack May König Théoden.

Zum Eintrag Helms Klamm

Hexenkönig von Angmar

1 Absatz

Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 erzählt nur die erste Hälfte des Romans und bricht nach der Schlacht um Helms Klamm ab; ein zweiter Teil kam nie zustande. Der Hexenkönig tritt darin allein als Anführer der Schwarzen Reiter auf — an der Wetterspitze und bei der Verfolgung bis zur Furt —, während sein Ende vor Minas Tirith außerhalb des erzählten Ausschnitts liegt und folglich nie gezeigt wird. Ein großer Teil der Bewegungsabläufe ist von Realaufnahmen abgezeichnet. An der Furt des Bruinen fehlt Glorfindel; seine Aufgabe übernimmt dort Legolas, womit auch die Person entfällt, die im Buch das Wort über den fernen Untergang des Feindes spricht. Die Hörspielfassung von BBC Radio 4 aus dem Jahr 1981 verfährt umgekehrt: Sie gliedert den Stoff in sechsundzwanzig halbstündige Folgen und gilt als die buchnächste der älteren Bearbeitungen, sodass der Bogen von der Wetterspitze über das zerbrochene Tor bis zum Sturz auf dem Pelennor vollständig erhalten bleibt.

Zum Eintrag Hexenkönig von Angmar

Hobbits

1 Absatz

Die ältesten Umsetzungen stammen aus dem Zeichentrick. Der Fernsehfilm der Rankin/Bass-Studios von 1977 rafft die Erzählung vom Hobbit auf rund neunzig Minuten und lässt Bilbo Beutlin von Orson Bean sprechen; derselbe Sprecher übernahm in der drei Jahre später entstandenen Fortsetzung die Rolle Frodos, während Samweis Gamdschie an Roddy McDowall fiel — eine Doppelbesetzung, die die Nähe der beiden Ringträger stärker hervorhebt, als es die Vorlage tut. Ralph Bakshis Film von 1978 zeichnete einen großen Teil der Bewegungen von gefilmten Darstellern ab, sodass die Hobbits hier weniger karikiert wirken als bei Rankin/Bass; Frodo sprach Christopher Guard, Samweis Michael Scholes. Da die Handlung nach dem Kampf um Helms Klamm abbricht und ein zweiter Teil nie zustande kam, bleibt ihr Weg in dieser Fassung ohne Abschluss. Am ausführlichsten verfährt das BBC-Hörspiel von 1981, das den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen verteilt und dem Buch am genauesten folgt; Frodo sprach dort Ian Holm, Samweis Bill Nighy.

Zum Eintrag Hobbits

Isengart

1 Absatz

Ralph Bakshis Zeichentrickfassung von 1978 führt Isengart als Sammelplatz von Sarumans Heer ein; den Zauberer selbst spricht Fraser Kerr, der in mehreren Szenen abweichend „Aruman“ genannt wird – offenbar, um im Hören eine Verwechslung mit Sauron zu vermeiden. Da diese Fassung nach der Schlacht an Helms Klamm abbricht und Baumbart samt den Ents darin überhaupt nicht vorkommt, unterbleiben sowohl der Sturm auf die Ringmauer als auch die Flutung und die spätere Unterredung am Fuß des Orthanc. Die BBC-Hörspielfassung von 1981 in sechsundzwanzig Teilen hält sich weit enger an die Vorlage; Saruman spricht dort Peter Howell. Dem Medium entsprechend bleibt Isengart ein allein durch Sprache und Geräusch entworfener Ort: Der Angriff der Ents wird nicht dargestellt, sondern nachträglich durch Merry und Pippin berichtet, während das Gespräch vor dem Turm ausgeführt erhalten bleibt.

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Legolas

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Die älteren Bearbeitungen räumen Legolas eine feste, aber schmale Rolle ein. In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 leiht ihm Anthony Daniels die Stimme; da diese Fassung nur etwa die erste Hälfte der Handlung erzählt, nach der Schlacht in Helms Klamm abbricht und ein zweiter Teil nie zustande kam, endet auch der Weg der Figur dort — ohne Pfade der Toten, ohne Meeressehnsucht, ohne Ithilien. Ein großer Teil der Animation wurde von zuvor gedrehten Realaufnahmen abgezeichnet, was auch die Bewegungen dieser Gestalt bestimmt. Die Hörspielfassung von BBC Radio 4 aus dem Jahr 1981, mit sechsundzwanzig halbstündigen Teilen die vollständigste der älteren Umsetzungen, besetzt die Rolle mit David Collings; sie gilt gemeinhin als diejenige Bearbeitung, die dem Buch am genauesten folgt, und behält den Anteil der Figur an der Handlung weitgehend bei.

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Lothlórien

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Unter den älteren Bearbeitungen behandelt Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 den Aufenthalt im Goldenen Wald knapp. Der Film, der zu großen Teilen im Rotoskopie-Verfahren nach abgefilmten Realaufnahmen entstand, führt die Gefährten zwar zu Galadriel — gesprochen von Annette Crosbie —, kürzt den Abschied und die Übergabe der Gaben aber so weit, dass die Gegenstände, die die Vorlage bis zum Schluss mitführt, für den weiteren Verlauf keine Rolle mehr spielen; da die Handlung ohnehin nach der Schlacht in Helms Klamm abbricht, entfällt deren späterer Gebrauch von selbst. Die BBC-Hörspielfassung von 1981 verfährt umgekehrt: Sie nimmt sich in ihren sechsundzwanzig Halbstundenfolgen Zeit für das Waldland, behält die Klage um den gefallenen Gefährten wie auch die Prüfung durch die Herrin bei — Galadriel wird dort von Marian Diamond gesprochen — und gilt deshalb als die vorlagennächste der frühen Bearbeitungen.

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Meriadoc Brandybock

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In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 sprach Simon Chandler die Rolle. Da diese Fassung nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht und der geplante zweite Teil nie entstand, fehlen Merrys Dienst bei Théoden und sein Anteil an der Schlacht auf dem Pelennor vollständig; ebenso entfallen der Alte Wald, Tom Bombadil und die Hügelgräberhöhen, womit auch die Herkunft seiner Klinge aus dem Grabschatz ohne Grundlage bleibt. Die Hörspielfassung der BBC von 1981, in der Richard O'Callaghan die Rolle übernahm, gilt in ihren sechsundzwanzig halbstündigen Teilen als die buchnächste der älteren Bearbeitungen: Sie streicht zwar die Begegnung mit Bombadil, bewahrt aber den Treueid, das Pelennor und die Rückkehr in ein besetztes Auenland. Der Fernsehfilm von Rankin/Bass aus dem Jahr 1980, der allein den Schlussteil der Erzählung aufgreift, besetzte Merry mit Casey Kasem; die starke Raffung und die Anlage als Rückblick lassen die Figur dort nur am Rand erscheinen.

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Minas Tirith

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In den älteren Bearbeitungen kommt die Stadt nur am Rand oder gar nicht vor. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 erzählt lediglich etwa die erste Hälfte des Romans und bricht nach dem Kampf um Helms Klamm ab; der ganze südliche Handlungsstrang bleibt damit ungespielt, und die angekündigte Fortsetzung wurde nie hergestellt. Der Fernsehfilm des Studios Rankin/Bass von 1980 setzt zwar beim letzten Teil der Geschichte ein, verdichtet ihn aber auf die Länge eines einzelnen Films, sodass von Belagerung und Feldschlacht wenig mehr als ein Umriss übrig bleibt und die Stadt eher als Zielpunkt genannt denn als Schauplatz ausgeführt wird. Am ausführlichsten unter den frühen Fassungen bleibt das Hörspiel des BBC von 1981, das den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen verteilt und dem Buch von allen älteren Bearbeitungen am genauesten folgt; hier besteht die Stadt allein im gesprochenen Wort, ihre Ebenen, Ämter und Gebräuche werden über Erzählerpartien vermittelt. Den Truchsessen Denethor sprach dort Peter Vaughan.

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Mordor

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Das Schwarze Land ist in den älteren Bearbeitungen vor allem ein Ziel, das nicht erreicht wird. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 behandelt die Entstehung des Ringes nur in einem knappen Vorspann und bricht nach der Schlacht um Helms Klamm ab; ein zweiter Teil kam nie zustande, sodass Frodo und Sam die Grenzen des Landes gar nicht erst überschreiten. Der Fernsehfilm des Studios Rankin/Bass von 1980 nimmt den Schlussteil der Geschichte auf, ohne Bakshis Film fortzusetzen, und ist damit die erste Fassung, die den Marsch über die Aschenebene und den Gang zum Schicksalsberg überhaupt zeigt — stark gerafft und durch gesungene Einlagen zusammengehalten. Die Hörspielfassung der BBC von 1981 umfasst sechsundzwanzig halbstündige Folgen und gilt als die buchnächste der älteren Bearbeitungen; sie ordnet die beiden Handlungsstränge allerdings nach der Zeitfolge und schiebt die Wanderung durch Mordor zwischen die Ereignisse in Gondor, während der Roman sie in getrennten Büchern nacheinander erzählt. Als Ort ohne Bild entsteht das Land hier allein aus Sprecherstimme und Geräusch.

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Moria

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Unter den älteren Bearbeitungen zeigt Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 den Weg unter das Nebelgebirge zuerst. Die Strecke ist dort stark zusammengezogen: Was im Buch drei Tage währt, wird zu einem nahezu ununterbrochenen Zug vom Westtor über die Grabkammer bis zur Brücke, und ein großer Teil der Bewegungen ist nach abgefilmten Darstellern nachgezeichnet, was den Hallen und ihren Bewohnern eine ungewöhnlich schwere Anmutung gibt. Da die Fassung nur etwa die erste Hälfte der Erzählung umfasst und nach dem Kampf um Helms Klamm abbricht, blieb ein zweiter Teil aus. Umgekehrt verfährt die Hörspielfassung der BBC von 1981, die den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen verteilt und als die genaueste der älteren Bearbeitungen gilt. Sie behält den langen Aufenthalt im Dunkeln, die Ratlosigkeit vor den Türen und die Verlesung der zerschlagenen Chronik bei; Michael Hordern spricht Gandalf, Ian Holm den Frodo. Weil das Medium ohne Bild auskommt, entsteht die Weite des Reichs allein aus Sprache, Hall und Geräusch.

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Narsil

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Die älteren Bearbeitungen behandeln die Klinge knapper. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm (1978) fasst die Vorgeschichte um Isildur und den Ring in einem stark verkürzten Prolog zusammen und bricht nach der Schlacht um Helms Klamm ab, sodass die Wiederherstellung des Schwerts dort ohnehin außerhalb des erzählten Abschnitts bleibt. Die Hörspielfassung von BBC Radio 4 (1981) verteilt den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen und gilt als die buchnächste der frühen Bearbeitungen; als reines Hörwerk kann sie den Gegenstand nur über die Rede der Figuren gegenwärtig halten, behält dabei aber die Abfolge des Romans samt Neuschmiedung in Bruchtal vor dem Aufbruch der Gemeinschaft bei.

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Narya

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In keiner der Verfilmungen ist Narya mehr als eine Randerscheinung, und in mehreren kommt er überhaupt nicht vor. Ralph Bakshis Zeichentrickfassung bricht nach der Schlacht am Hornburg-Wall ab und erreicht die Grauen Anfurten gar nicht erst; Gandalf, dort von William Squire gesprochen, trägt keinen benannten Ring. Der Fernsehfilm von Rankin/Bass zum letzten Teil der Geschichte, mit John Huston als Stimme Gandalfs, führt die Abfahrt über das Meer zwar vor, verzichtet aber auf jede Erwähnung des Roten Ringes und damit auf den Umstand, dass der Graue Pilger selbst einer der Ringträger ist. Die BBC-Hörspielfassung in sechsundzwanzig Halbstundenfolgen mit Michael Hordern als Gandalf gilt als die werkgetreueste der älteren Bearbeitungen; für einen Gegenstand, der im Buch ohnehin fast nur im Gespräch vorkommt, ist das Radio das Medium mit dem geringsten Nachteil. Peter Jacksons Trilogie schließlich nennt Narya an keiner Stelle: Die Vorgeschichte fasst die Ringe der Elben nur summarisch, Círdans Übergabe hat im Film keinen Platz, und Ian McKellens Gandalf bleibt bis zum Schluss ein Ratgeber ohne eigenen Ring.

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Nazgûl

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Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 führt die Schwarzen Reiter in den bekannten Stationen vor — Auenland, Bree, Wetterspitze, Furt —, doch da die Handlung nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht und ein zweiter Teil nie zustande kam, fehlt die gesamte spätere Laufbahn ihres Anführers: der Zug gegen Minas Tirith ebenso wie sein Ende auf dem Pelennor. Glorfindel kommt in dieser Fassung nicht vor, die Szene an der Furt kommt ohne ihn aus. Die Bewegungen der Reiter entstanden, wie große Teile des Films, durch Abzeichnen von Realaufnahmen. Der Rankin/Bass-Fernsehfilm von 1980 setzt umgekehrt erst beim letzten Abschnitt der Erzählung ein und behält vom Wirken der Neun im Wesentlichen nur die Begegnung Éowyns mit dem Hexenkönig; die Vorgeschichte der Jagd nach dem Ring entfällt, ebenso die übrigen acht als handelnde Gestalten. Am vollständigsten bleibt die BBC-Hörspielfassung von 1981 in sechsundzwanzig Teilen: Sie bewahrt als einzige der älteren Bearbeitungen die Episode in den Hügelgräberhöhen und damit die Herkunft jener Klinge, die dem Fürsten später beikommt.

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Nenya

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Unter den älteren Bearbeitungen hält sich die Hörspielserie der BBC von 1981 am engsten an das Buch; sie verteilt den Stoff auf sechsundzwanzig Teile, und Galadriel wird von Marian Diamond gesprochen. Da das Medium keinen Gegenstand zeigen kann, besteht Nenya darin ausschließlich in dem, was über ihn gesagt wird — die Offenbarung gegenüber Frodo bleibt eine Auskunft und wird nie zum Anblick. Ralph Bakshis Zeichentrickfassung von 1978, in der Annette Crosbie Galadriel spricht, deckt ohnehin nur die erste Hälfte der Handlung ab und bricht nach dem Kampf um die Hornburg ab; der Aufenthalt in Lothlórien ist dort so stark zusammengezogen, dass der Ring kein eigenes Gewicht erhält. Galadriel, gespielt von Morfydd Clark, gehört dort von Anfang an zu den Trägern, während die Bücher offenlassen, auf welchem Weg ihr der Ring des Wassers zufiel.

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Orks

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Die älteren Bearbeitungen gehen anders vor. Ralph Bakshis Zeichentrickfassung stellt die Orkheere über abgefilmte und nachgezeichnete Realaufnahmen dar, wodurch sie sich in Bewegung und Erscheinung merklich von den übrigen Figuren des Films abheben. Die Fernsehfassung von Rankin/Bass legt den Orks ein eigenes Marschlied in den Mund, das in Tolkiens Text keine Entsprechung hat und dort die Antreiberei unter Saurons Aufsehern zusammenfasst. Die BBC-Hörspielfassung in sechsundzwanzig Teilen kann dagegen wegen ihres Umfangs gerade jene Szenen bewahren, die kürzere Bearbeitungen streichen, darunter die Wortwechsel der Wachen und die Streitigkeiten der Orkhauptleute.

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Palantír

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Aragorns Gebrauch des Steins zeigt der dritte Film unmittelbar, während das Buch ihn erst im Nachhinein berichten lässt; hinzu kommt eine Gegenvision, in der Sauron dem von Viggo Mortensen dargestellten Erben Elendils das Sterben Arwens vorhält – im Roman ohne Entsprechung. Der Anor-Stein fällt dagegen ganz fort: Denethor, gespielt von John Noble, wird nie bei dessen Gebrauch gezeigt, sodass die im Buch entscheidende Begründung seiner Verzweiflung entfällt und sein Zusammenbruch allein aus Trauer und Charakter erklärt wird. Die Hörspielfassung der BBC von 1981 verfährt anders und hält in ihren sechsundzwanzig Teilen den gesamten Erzählstrang samt Denethors heimlichem Gebrauch des Steins bei; Michael Hordern spricht dort Gandalf, Robert Stephens Aragorn und Peter Vaughan Denethor. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978 wiederum bricht nach dem Kampf um Helms Klamm ab und erreicht die Ereignisse um den Orthanc-Stein deshalb gar nicht mehr.

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Peregrin Tuk

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In Ralph Bakshis Zeichentrickfassung wird Pippin von Dominic Guard gesprochen. Weil der Film nur etwa die erste Hälfte der Erzählung umsetzt und nach den Kämpfen um Helms Klamm abbricht — der geplante zweite Teil kam nie zustande —, fehlt der gesamte gondorische Abschnitt seines Weges; auch der Blick in den Palantír bleibt ungezeigt. Was von der Figur übrig bleibt, ist der Aufbruch aus dem Auenland, die Verschleppung durch die Orks und die knappe Begegnung im Wald von Fangorn, wobei die Unterscheidung zwischen den beiden jüngeren Hobbits durch die Raffung deutlich verblasst. Ungleich vollständiger verfährt die Hörspielfassung von BBC Radio 4, die in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen als die buchnächste der älteren Bearbeitungen gilt; dort spricht John McAndrew den Peregrin Tuk. Diese Fassung behält auch die Rückkehr ins besetzte Auenland bei, sodass Pippins Anteil am Aufgebot der Tuks erhalten bleibt — ein Handlungsstrang, den keine der Verfilmungen aufgreift.

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Rohan

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In Ralph Bakshis Zeichentrickfilm bildet die Mark den Schlussteil der Handlung: Weil die Fassung nach der Schlacht an der Hornburg abbricht und ein zweiter Teil nie entstand, endet der Film in Rohan, ohne dass Musterung, Ritt nach Osten oder die Zerstörung Isengarts durch die Ents noch gezeigt würden. Théoden wird von Philip Stone gesprochen; die Königsnichte Éowyn fehlt in dieser Bearbeitung vollständig, sodass der Hof zu Edoras auf König, Ratgeber und Neffen zusammenschrumpft. Wie große Teile des Films sind auch die Reiterszenen von abgefilmtem Realmaterial abgepaust, was der Bewegung der Pferde ihr eigentümlich schweres Gepräge gibt. Ungleich vollständiger verfährt die BBC-Hörspielfassung in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen, die als die buchtreueste der älteren Bearbeitungen gilt: Sie behält die Abfolge von Edoras, Hornburg, Dunharg und Pelennor bei und gibt auch den Nebenfiguren des Hofes Raum. Théoden spricht dort Jack May.

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Rohirrim

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Die älteren Bearbeitungen behandeln das Reitervolk sehr ungleich. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm nimmt Rohan auf und lässt Philip Stone dem König Théoden die Stimme leihen, bricht aber nach der Schlacht an Helms Klamm ab, sodass der Ritt zu den Pelennor-Feldern nie erzählt wird; Éowyn fehlt in dieser Fassung ganz, und mit ihr das gesamte Geschehen um den Hexenkönig. Der Zeichentrickfilm der Rankin/Bass-Studios zum letzten Teil der Erzählung verdichtet den Stoff so stark auf Frodo und Sam, dass die Rohirrim nur noch am Rand vorkommen. Ausführlicher verfährt die Hörspielfassung der BBC, die den Stoff auf sechsundzwanzig halbstündige Folgen verteilt und deshalb Handlungsstränge bewahren kann, die den Filmen zum Opfer fielen; Théoden wird dort von Jack May gesprochen.

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Samweis Gamdschie

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Die bekannteste Verkörperung stammt aus der Kinotrilogie Peter Jacksons (2001–2003), in der Sean Astin die Rolle übernahm. Ältere Bearbeitungen kennen Sam allein als Sprechrolle: Im Zeichentrickfilm Ralph Bakshis von 1978 lieh ihm Michael Scholes die Stimme, im Fernseh-Zeichentrickfilm „Die Rückkehr des Königs“ von Rankin/Bass (1980) sprach ihn Roddy McDowall. In der sechsundzwanzigteiligen Hörspielfassung der BBC von 1981 gab Bill Nighy den Gärtner. Wie viel vom Weg der Figur überhaupt erzählt wird, fällt dabei sehr unterschiedlich aus: Bakshis Film bricht nach der Schlacht um Helms Klamm ab und lässt Sams Gang durch Mordor gänzlich aus, während der Rankin/Bass-Film umgekehrt im Wesentlichen erst nach Cirith Ungol einsetzt und die Vorgeschichte einer Rahmenerzählung überlässt.

Zum Eintrag Samweis Gamdschie

Saruman

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Das Ende der Figur ist im Film anders geführt. Die Kinofassung von „Die Rückkehr des Königs“ lässt Saruman ganz aus; erst die erweiterte Fassung zeigt die Auseinandersetzung vor Orthanc, an deren Schluss Gríma ihn ersticht und er vom Turm in die Tiefe stürzt. Damit entfallen die Rückkehr ins Auenland, der Name Sharkey, Lotho Sackheim-Beutlin und die Schlacht von Wasserau; die Verwüstung des Landes erscheint allein als Trugbild in Galadriels Spiegel. Ältere Bearbeitungen gehen andere Wege. Der Zeichentrickfilm von Ralph Bakshi (1978), in dem Fraser Kerr die Rolle spricht, nennt die Figur streckenweise „Aruman“, um Verwechslungen mit Sauron im gesprochenen Wort zu vermeiden. Die Hörspielfassung der BBC von 1981 mit Peter Howell in der Rolle folgt dem Buch weiter und behält die Heimsuchung des Auenlandes samt Sarumans Tod vor Beutelsend bei.

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Sauron

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Die älteren Bearbeitungen halten an der vermittelten Darstellung des Romans fest. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm führt Sauron allein in der vorangestellten Vorgeschichte vor, die Schmiedung und Verlust des Rings zusammenzieht; da die Handlung nach der Schlacht um Helms Klamm abbricht und der geplante zweite Teil nie entstand, bleibt es bei diesem einen Auftritt. Die 26-teilige Hörspielfassung von BBC Radio 4, die dem Buch unter den frühen Bearbeitungen am genauesten folgt, verzichtet ebenfalls auf eine sprechende Figur und hält den Dunklen Herrscher durch die Ringgeister, durch Boten und durch die Berichte der Weisen gegenwärtig. Peter Jacksons Trilogie gibt ihm dagegen einen Körper: Sala Baker verkörpert ihn im Vorspiel der Schlacht des Letzten Bündnisses, Alan Howard spricht ihn und den Ring. Die meistdiskutierte Abweichung ist die Verfestigung des Auges zu einem dauerhaft sichtbaren Zeichen über Barad-dûr, während der Roman es als wahrgenommenes Bild führt; der Bote vor dem Schwarzen Tor, gespielt von Bruce Spence, fehlt in der Kinofassung und erscheint erst in der erweiterten Schnittfassung.

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Schattenfell

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Die älteren Bearbeitungen räumen der Figur naturgemäß weniger Raum ein. Ralph Bakshis Zeichentrickfassung von 1978, deren Bewegungen weitgehend von realen Filmaufnahmen abgepaust wurden, bricht nach der Schlacht um die Hornburg ab und wurde nie fortgesetzt; der Ritt nach Minas Tirith, die Belagerung Gondors und der Abschied an den Grauen Anfurten liegen damit sämtlich außerhalb ihres Erzählbogens, sodass von Schattenfells Laufbahn nur der Auftritt an der Seite des wiedergekehrten Zauberers übrig bleibt. Die BBC-Hörspielfassung von 1981 wiederum ist mit sechsundzwanzig halbstündigen Folgen die vollständigste der frühen Bearbeitungen und gilt als die buchnächste, kann eine stumme Tiergestalt im rein akustischen Medium jedoch nur mittelbar fassen: Schattenfell besitzt keinen eigenen Sprecher und wird ausschließlich über die Erzählstimme und die Reden der Umstehenden greifbar, allen voran über den von Michael Hordern gesprochenen Gandalf.

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Théoden

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In den älteren Bearbeitungen erscheint Théoden zuerst in Ralph Bakshis Zeichentrickfilm von 1978, wo ihm Philip Stone die Stimme lieh. Da diese Fassung nur die erste Hälfte der Erzählung erfasst und nach dem Kampf um Helms Klamm abbricht — eine geplante Fortsetzung kam nie zustande —, fehlt die gesamte spätere Geschichte der Figur: der Zug nach Isengart, der Ritt nach Gondor und der Tod auf dem Pelennor bleiben unerzählt. Auch die Vorgeschichte ist stark gerafft; Schlangenzunge bleibt eine Randgestalt, und die Befreiung des Königs ist auf wenige Augenblicke zusammengezogen. Ungleich vollständiger verfährt die Hörspielfassung der BBC von 1981, die in sechsundzwanzig halbstündigen Teilen als die buchtreueste der frühen Bearbeitungen gilt; dort sprach Jack May den König. Weil das Medium ganz auf Rede beruht, behalten die Ratsszenen in Meduseld ihr Gewicht, und der Handlungsbogen bis zum Abschied auf dem Schlachtfeld bleibt erhalten.

Zum Eintrag Théoden

Thorin Eichenschild

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In der Zeichentrickfassung des Hobbit, die Rankin/Bass 1977 für das amerikanische Fernsehen herstellte, spricht Hans Conried die Rolle. Die Fassung presst den Roman in etwa neunzig Minuten und ersetzt längere Erzählstrecken durch gesungene Passagen; entsprechend fallen ganze Stationen der Reise fort — Beorn etwa kommt nicht vor, und der Weg durch den Düsterwald ist stark gerafft. Thorins Zug bleibt in den Grundlinien erhalten: die Werbung um den Hobbit, die Gefangenschaft bei den Waldelben, der Streit um den Arkenstein und die Versöhnung vor dem Tod. Verkürzt ist vor allem die Vorgeschichte seines Hauses, die hier auf wenige Sätze zusammenschrumpft, so dass der Anspruch auf den Berg weniger als Erbfall denn als persönliches Vorhaben erscheint. In den älteren Bearbeitungen des Herrn der Ringe — Ralph Bakshis unvollendetem Film von 1978 wie auch der Hörspielfassung der BBC von 1981 — hat die Figur dagegen keinen Platz, da deren Handlung Jahrzehnte nach Thorins Tod einsetzt.

Zum Eintrag Thorin Eichenschild

Tom Bombadil

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In den Hörspiel- und Fernsehfassungen ist die Figur dagegen vertreten. Die BBC-Radiofassung von 1981, mit sechsundzwanzig halbstündigen Teilen die vollständigste der älteren Bearbeitungen und diejenige, die dem Buch am genauesten folgt, behält die Begegnung im Alten Wald bei; gesprochen wurde Bombadil von Norman Bird.

Zum Eintrag Tom Bombadil

Vilya

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In den älteren Bearbeitungen bleibt Vilya ohne eigenes Gewicht. Ralph Bakshis Zeichentrickfilm bricht nach dem Kampf am Hornburg-Tal ab und erreicht das Ende der Geschichte gar nicht, sodass der einzige Augenblick, in dem der Ring im Buch überhaupt sichtbar wird, entfällt; Elrond, gesprochen von André Morell, tritt nur als Herr des Rates in Bruchtal auf. Die BBC-Hörfassung von 1981 ist mit sechsundzwanzig Teilen die ausführlichste der frühen Bearbeitungen und führt die Handlung bis zum Abschied an den Anfurten; Elrond spricht dort Hugh Dickson. Peter Jacksons Trilogie nennt den Namen Vilya in keiner Szene und räumt dem Ring keinen eigenen Auftritt ein – anders als bei Galadriel, deren Reif in Lothlórien eigens zur Sprache kommt. Hugo Weavings Elrond wird also nicht als Ringträger eingeführt, und Gil-galad erscheint nur in der einleitenden Vorgeschichte (Mark Ferguson), ohne dass die Weitergabe des Ringes berührt würde. Auch in derselben Regie entstandene Hobbit-Trilogie, die Elrond und den Weißen Rat breit ausbaut, greift den Gegenstand nicht auf.

Zum Eintrag Vilya

Zwerge

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Im Zeichentrickfilm von Rankin/Bass erhält von Thorins Schar allein der Anführer ein ausgeprägtes Profil — gesprochen von Hans Conried —, während die übrigen Zwerge zu einer kaum unterschiedenen Gruppe zusammengezogen werden, die den stark gekürzten Handlungsgang begleitet. In Ralph Bakshis Fassung vertritt Gimli, gesprochen von David Buck, das Volk in der Gemeinschaft; da der Film nach der Helms Klamm abbricht, fehlt alles, was der Roman den Zwergen an späteren Auftritten zuweist, und die Annäherung an Legolas bleibt unentfaltet. Die Rankin/Bass-Bearbeitung des letzten Teils knüpft daran nicht an, sondern erzählt aus einer Rahmenhandlung heraus und räumt Gimli kaum Raum ein. Am vollständigsten bleibt die Hörspielfassung der BBC in sechsundzwanzig halbstündigen Folgen, in der Douglas Livingstone den Gimli spricht; weil diese Bearbeitung der Vorlage enger folgt als die älteren Filme, bleiben auch jene Stationen erhalten, an denen die Zwerge im Buch als eigenes Volk hervortreten.

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Quellen

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Legendarium (2026): „Der Herr der Ringe (Hörspiel 1981)“. Stand 19. August 2026. https://www.legendarium.page/de/adaptionen/herr-der-ringe-hoerspiel-1981/

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Legendarium. (2026). Der Herr der Ringe (Hörspiel 1981). Stand 19. August 2026. https://www.legendarium.page/de/adaptionen/herr-der-ringe-hoerspiel-1981/
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„Der Herr der Ringe (Hörspiel 1981)“. Legendarium, 2026, https://www.legendarium.page/de/adaptionen/herr-der-ringe-hoerspiel-1981/. Stand 19. August 2026.
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